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Leverkusens Patrick Helmes (l.) traf bislang zwei Mal in der Bundesliga © getty

Der Bayer-Stürmer ärgert sich darüber, dass Löw ihn nicht berücksichtigt, obwohl er seine Torgefährlichkeit wiedergefunden hat.

Leverkusen - In der Bundesliga erneut getroffen, acht Pfichtspieltore erzielt, aber trotzdem angesäuert - Patrick Helmes machte aus seinem Herzen keine Mördergrube.

"Ich weiß nicht, warum ich nicht eingeladen wurde. Es ist vielleicht auch besser, dass ich es nicht weiß", sagte der 26-jährige Torjäger von Bayer Leverkusen nach dem 2:2 (1:0) gegen Werder Bremen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Damit reagierte er sichtlich verstimmt auf die Nichtberücksichtigung durch Bundestrainer Joachim Löw für die bevorstehenden EM-Qualifikationsspiele.

Obwohl er verletzungsbedingt noch einige Spiele verpasste, war die Torausbeute von Helmes für den DFB-Chefcoach offenbar nicht gut genug, um den Angreifer für die bevorstehenden Duelle gegen die Türkei und in Kasachstan zu nominieren.

Ohne Sportwagen, aber mit Humor

Abgehakt war für den gebürtigen Kölner derweil der Diebstahl seines Porsche am vergangenen Donnerstag, als er zum Europa-League-Spiel bei Atletico Madrid weilte: "Ich bin mal gespannt, ob ich den nochmal wiedersehe."

Die Punkteteilung gegen die Hanseaten war für Helmes "zu wenig. Wir hätten gerne ein paar Punkte mehr, und wir werden angreifen. Die Saison ist noch lang".

In der Schlussminute hatte Helmes sogar die Möglichkeit zum 3:2-Siegtor, vergab allerdings. In der 16. Minute hatte der Vollblutstürmer die Werkself mit gewohnt trockenem Abschluss in Führung geschossen.

Angriffsrotation von Heynckes funktioniert

Es war der zweite Bundesliga-Saisontreffer für den Bayer-Torjäger, der diesmal von Trainer Jupp Heynckes als einzige Spitze den Vorzug gegenüber dem Schweizer Nationalspieler Eren Derdiyok erhalten hatte.

Drei Tage zuvor beim 1:1 in der Europa League in Madrid war es umkehrt, da hatte der Eidgenosse begonnen und das einzige Tor erzielt. Am Sonntag wurde Derdiyok eingewechselt und bedankte sich mit feiner Einzelleistung (78.) mit dem Treffer zum Endstand.

Derdiyok lobt seinen Sturmpartner

"Es gab keinen Grund mich rauszunehmen, aber auch Patrick hat heute super gespielt. Wir können auch beide zusammen stürmen, sagte Derdiyok nach dem Remis gegen die Hanseaten.

"Der Trainer hat die Wahl, ob er mit einer oder zwei Spitzen antritt", so Derdiyok, der in der Bundesliga schon zum dritten Mal erfolgreich war und bislang bei sechs Pflichtspieltoren steht.

Beide zusammen durften beim 4:0 in der Europa League gegen Rosenborg Trondheim von Anfang an spielen.

Beide Stürmer trafen gegen Champions-League-Teilnehmer Bremen, wobei Heynckes für Derdiyoks Treffer noch ein Extralob parat hatte: "Ich habe ja selbst als Stürmer viele Tore geschossen, aber ein solches ist mir nie geglückt. Das war super."

Schaaf trauert verpasstem Sieg nach

Klasse fand derweil Nationalspieler Per Mertesacker den Auftritt des letzten Aufgebotes des SV Werder von 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena.

"Wir haben bestimmt am Limit gespielt. Aber es gibt einige positive Dinge, die wir mitnehmen können", äußerte der Innenverteidiger.

Nach dem 0:1-Pausenrückstand rafften sich die ohne fünf Stammspieler angetretenen Norddeutschen zu einer Energieleistung auf. Hugo Almeida (53.) und Marko Marin (62.) sorgten sogar für eine zwischenzeitliche Wende.

"Leider haben wir es verpasst, das Spiel für uns zu entscheiden", sagte Trainer Thomas Schaaf und trauerte ein wenig dem verpassten Dreier nach.

Sebastian Prödl (90.+1) hatte jedenfalls das Siegtor auf dem Fuß, drosch den Ball aber freistehend aus acht Metern über die Latte.

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