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VfB-Coach Christian Gross (r.) wechselte 2009 vom FC Basel nach Stuttgart © imago

Mit Stuttgart und Schalke stehen zwei prominente Teams am Tabellenende. Dennoch stärken die Vereinsbosse den Trainern den Rücken.

Von Martin Volkmar

München - Für die Bundesliga-Kellerkinder dürfte die zweiwöchige Länderspielpause eine harte Zeit werden.

Denn mindestens so lange stehen Vize-Meister Schalke 04 und Ex-Meister VfB Stuttgart auf den beiden Abstiegsplätzen.

Auch beim Tabellen-16. 1. FC Köln und beim Vorjahres-Dritten Werder Bremen auf Rang 13 ist die Unzufriedenheit nach den ersten sieben Spieltagen groß. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ganz zu schweigen vom Titelverteidiger FC Bayern, der nach dem schlechtesten Saison-Start seiner Vereinsgeschichte auf Platz zwölf abgerutscht ist. 294057(DIASHOW: Der 7. Spieltag)

Trotzdem haben die Vereinsbosse den immer stärker in der Kritik stehenden Trainern des Krisen-Quintetts demonstrativ den Rücken gestärkt.

SPORT1 gibt einen Überblick.

VfB Stuttgart

Immer mehr Beobachter sehen beim Schlusslicht aus Schwaben Parallelen zum Absturz von Hertha BSC in der vergangenen Saison.

Nach sechs Niederlagen in sieben Spielen werden bereits Christoph Daum und Krassimir Balakov als Nachfolger des glücklosen Christian Gross gehandelt.

Doch VfB-Präsident Erwin Staudt stellt klar, dass der Schweizer auch gegen Schalke 04 am nächsten Spieltag auf der Bank sitzen wird. (Trotz Platz 18: VfB hält an Gross fest)

"Es gibt keine Trainerdiskussion!", sagte er der "Bild".

1. FC Köln

In Köln ist die Unzufriedenheit über den Fehlstart mit nur einem Sieg groß. Bei Fans und Medien steht vor allem Trainer Zvonimir Soldo in der Kritik.

Die Vereinsführung denkt laut "kicker" nun darüber nach, Ex-Nationalkeeper und FC-Idol Toni Schumacher in die Sportliche Leitung aufzunehmen.

Soldo aber darf vorerst weitermachen. "Trainer und Manager stehen nicht zur Disposition. Diese Diskussion gibt es bei uns nicht", erklärte Präsident Wolfgang Overath dem "Express".

"Es ist zu einfach und unfair, immer die Schuld nur dem Trainer zu geben! Natürlich schauen wir genau hin und analysieren unsere Situation. Aber nach sieben Spielen alles in Frage zu stellen, entspricht nicht meinen Vorstellungen.

Schalke 04

Die Königsblauen kommen einfach nicht auf die Beine, nach dem 1:2 in Nürnberg wartet der Klub weiter auf den zweiten Saisonsieg.

Trotz allem bleibt Sportchef Felix Magath unantastbar. Denn bei einer Entlassung des Alleinherrschers müsste Schalke auch gleich dessen zahlreiche Helfer feuern - und dann stünde S04 kopflos da.

Deshalb setzt Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies weiter darauf, dass der Erfolgscoach bald die Wende schafft. "Die Arbeit von Felix Magath steht absolut nicht in Frage", sagte er der "Bild".

"Wir haben eine schwierige Phase, die Magath und die Mannschaft bewältigen müssen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Magath schnell schafft."

Werder Bremen

Bei den Hanseaten sitzt Thomas Schaaf, der seit mehr als elf Jahren Trainer der Profis ist, traditionell sicher im Sattel.

Auch wenn die bisherige Spielzeit enttäuschend verläuft, würde dem Coach wohl allerfrühestens bei akuter Abstiegsgefahr die Entlassung drohen,

Entsprechend knapp lautete der Kommentar von Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs: "Wir sehen in dem Bereich keine Dinge, die verändert werden müssen."

Bayern München

Auch Meister-Coach Louis van Gaal ist ungeachtet der Krise vorerst unkündbar, zumal ja gerade erst sein Vertrag bis 2012 verlängert wurde.

Bei der Ursachenforschung für die sportliche Talfahrt wird der Niederländer sogar explizit außen vorgelassen.

"Van Gaal macht einen Super-Job. Wir sind von der Philosophie und der Qualität des Trainers überzeugt", meinte der FCB-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

"Er hat unser vollstes Vertrauen. Leider kann er die Tore nicht selbst schießen oder verhindern."

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