Trotz oder gerade wegen Podolskis Comeback gegen Bielefeld: Eine baldige Trennung vom FC Bayern wäre für beide Seiten das Beste.

Gut ein Drittel der Saison ist vorüber und die Tendenzen festigen sich, vor allem an der Tabellenspitze.

So haben Hoffenheim und Leverkusen eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich langsam aber sicher zu Geheimfavoriten mausern.

Dahinter lauert der Top-Favorit FC Bayern, der nach dem vierten Sieg in Serie wieder mitten im Rennen um die Herbstmeisterschaft ist.

Das Ende der Krise liegt vor allem an der Rückkehr von Dreh- und Angelpunkt Franck Ribery, aber auch der guten Form von Miroslav Klose, Ze Roberto und Bastian Schweinsteiger.

Im Blickpunkt stand aber am Samstag ein anderer Spieler: Lukas Podolski.

[image id="448db552-6680-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Dass der FC Bayern gegen einen krassen Außenseiter wie Bielefeld ohne ihn und nur mit einer Spitze begann, spricht Bände über das fehlende Vertrauen von Jürgen Klinsmann in "Prinz Poldi".

Gleichzeitig passt das spektakuläre Comeback nach der Pause auch in seine mit erst 23 Jahren an Höhe- und Tiefpunkten schon jetzt extrem reiche Karriere.

Für die positiven Seiten steht allerdings fast ausschließlich die Nationalmannschaft, wo Podolski nicht nur wegen der starken WM 2006 und EM 2008 zu Recht eine feste Größe ist.

Beim FC Bayern dagegen hat sich das Super-Talent bis heute nicht durchgesetzt und die Verbannung auf die Bank am Samstag bedeutete einen weiteren Tiefpunkt.

Nach seiner Einwechslung war Podolski dann doppelt so präsent wie in den vergangenen Partien, als er in der Startelf zum wiederholten Mal enttäuscht hatte.

So fühlte sich Klinsmann hinterher sogar bestätigt: Er habe seinen einstigen DFB-Liebling kitzeln wollen und der habe genau die richtige Reaktion gezeigt, meinte der Ex-Bundestrainer.

Auf Dauer aber kann es so nicht weitergehen - für beide Seiten.

Offenbar passt Podolski einfach nicht zum FC Bayern. Unterm Strich hat der 10-Millionen-Euro-Einkauf in zweieinhalb Jahren nicht das gebracht, was sich alle von ihm versprochen hatten und er bei der Nationalelf auch oft gezeigt hat.

Im Verein ist man aus diesem Grund unzufrieden mit dem Youngster und schenkt ihm nicht mehr das Vertrauen, dass gerade er benötigt.

Exemplarisch dafür steht die Weigerung, Podolski im linken Mittelfeld eine Chance zu geben, wo er bei der EM-Endrunde einer der besten Spieler des Turniers war.

Daher sollten beide Seiten in der Winterpause ein Einsehen haben und sich trennen. Alles andere ist zwar für Medien und Fans amüsant, Podolski und den FC Bayern bringt dieses Hin und Her jedoch nicht weiter.

Der FCB sollte daher die Suche nach einem neuen Top-Stürmer intensivieren und "Poldi" sich einen neuen Klub suchen.

Auch wenn es das beiderseitige Eingeständnis des Scheiterns wäre.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel