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Lehmann gab sein Debüt im DFB-Team am 18. Februar 1998 beim 2:0 gegen Oman. © getty

Ein Abschiedsspiel für den DFB wird es für den ehemaligen Nationaltorwart nicht geben. Gute Nachrichten gab es vom Kontrollausschuss.

München - Jens Lehmann bleibt ein inoffizielles Abschiedsspiel im Tor der deutschen Nationalmannschaft versagt.

Bundestrainer Joachim Löw wird Lehmann nicht zu einem "Abschieds-Einsatz" im Länderspiel gegen England am 19. November in Berlin einladen.

Das teilte Löw dem ehemaligen Nationaltorwart am Montag in einem Gespräch mit.

"Wir müssen unsere Länderspiele dazu nutzen, damit unsere jüngeren Torhüter möglichst viel Spielpraxis in der DFB-Auswahl auf internationaler Ebene sammeln können", begründete Löw seine Entscheidung auf der Internetseite des DFB.

Sportliche Planungen haben Priorität

"Sicher wäre es für Jens schön gewesen, nochmals im Nationaltrikot aufzulaufen. Gerade gegen England, wo er fünf Jahre für Arsenal gespielt hat, und auch im Berliner Olympiastadion, wo wir ihm im WM-Viertelfinale gegen Argentinien das Weiterkommen im Elfmeterschießen zu verdanken hatten", meinte Löw.

Die sportlichen Planungen für die bevorstehenden Aufgaben hätten "jedoch Priorität."

Löw würdigt Verdienste

Löw würdigte nochmals die Verdienste des 38-Jährigen, der sein letztes Länderspiel im EM-Finale gegen Spanien am 29. Juni 2008 in Wien bestritt und auch 61 Länderspiele kam.

"Jens hat für den deutschen Fußball viel geleistet und war für mich in unserer vierjährigen Zusammenarbeit stets ein wichtiger Ansprechpartner. Seine Führungsqualitäten und sein professionelles Verhalten haben mich immer beeindruckt", lobte Löw: "Ich habe bisher nur wenige Profis kennen gelernt, die so positiv und prägnant ihre Erfahrung eingebracht haben, um gemeinsam alles für den Erfolg zu geben."

Lehmann hatte zuletzt sein Interesse an einem Abschiedsspiel bekundet. "Ich würde gerne gegen England spielen, der Gegner ist nach meinen Jahren in London ja naheliegend", hatte er erklärt.

Keine Anklage durch Kontrollausschuss

Eine positive Mitteilung bekam Lehmann am Montag jedoch auch noch.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes wird keine Anklage gegen den Schlussmann des VfB Stuttgart erheben. Dies teilte der DFB am Montag mit.

Lehmann hatte sich am vergangenen Samstag beim 1:3 gegen den 1. FC Köln zu einer Rangelei mit dem Kölner Roda Antar hinreißen lassen.

Grund: Tatsachenentscheidung

Die Fernsehbilder hatten gezeigt, dass der VfB-Keeper den Kölner Mittelfeldspieler mit dem Fuß an der Wade traf.

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer hatte diese Aktion aber selbst gesehen und im Spielbericht vermerkt, sodass die Szene als Tatsachenentscheidung des Unparteiischen gewertet wurde.

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