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Mark van Bommel spielt seit 2006 für den FC Bayern © getty

Die Niederländer gehen mit den Münchnern auf Konfrontationskurs: van Bommel spielt, zudem gibt es spezielle Grüße nach München.

Amsterdam/München - Der Streit zwischen Bayern München und dem niederländischen Verband KNVB geht in die nächste Runde.

Auslöser ist die Knieverletzung von Bayern-Kapitän Mark van Bommel, die er sich während des EM-Qualifikations-Spiels gegen

Nachdem die Niederländer

Der Bundesligist hatte die Niederländer aufgefordert, seinen Mannschaftskapitän Mark van Bommel wegen einer Verletzung umgehend zurück nach München zu schicken.

Der KNVB, der mit den Münchnern schon wegen der Verletzung von Arjen Robben streitet, lehnte jedoch ab und setzte den 33-Jährigen beim 4:1-Sieg im EM-Qualifikationsspiel in Amsterdam gegen Schweden ein.

Van Bommel wurde in der 71. Minute ausgewechselt und anschließend mit Eis am Knie behandelt.

"Man muss ja auch ein bisschen an seinen Arbeitgeber denken", sagte der Niederländer.

KNVB widerspricht Bayern

Und Oranje-Coach Bert van Marwijk erklärte: "Es ist nichts kaputt in Marks Knie. Es handelt sich um eine kleine Schleimbeutelentzündung am rechten Knie. Die hat er schon einige Wochen."

Er ergänzte: "Es ist schlimm, das solche Dinge hinter dem Rücken der Spieler ausgetragen werden."

Die Untersuchung an van Bommels Knie habe man "bewusst von einem unabhängigen Arzt" durchführen lassen, sagte van Marwijk.

Dieser und auch van Bommel selbst hätten Grünes Licht für einen Einsatz gegeben. Die Ergebnisse habe der KNVB nach München gefaxt - mit dem Zusatz, dass man "not amused" gewesen sei über die Störung der Vorbereitung.

"Das sieht wie Schikane aus"

Die Niederländer reagieren im Moment äußerst gereizt auf Aussagen aus München.

"Es ist asozial, so etwas über die Medien zu spielen", schimpfte KNVB-Chef Bert van Oostveen nach Bayerns Rückholforderung, die per Pressemitteilung lanciert wurde.

Auf Bayerns Forderung, van Bommel nicht spielen zu lassen und nach München zu schicken, sagte van Oostveen: "Das sieht schon ein wenig wie Schikane aus."

Einen Rechtsstreit mit dem FCB fürchtet er nicht - im Gegenteil.

"Ich würde fast sagen: Nur zu!", ließ der selbstbewusste Holländer wissen.

[kaltura id="0_yjkgzuhp" class="full_size" title="Christian Nerlinger im SPORT1 Interview"]

Bayern fordert Rückkehr van Bommels

Van Bommel hatte nach dem 1:0 der Niederlande am Freitag in Moldau über Knieschmerzen geklagt.

Der FC Bayern reagierte darauf am Dienstagvormittag mit einer klaren Ansage: Van Bommel solle "unverzüglich" zu seinem Klub zurückgeschickt werden.

Dass van Bommel nun dennoch spielte, ärgerte die Bayern ungemein.

Karl-Heinz Rummenigge wies darauf hin, dass "für uns zwei Wochen anstehen, bei denen viel auf dem Spiel steht".

Und Richtung KNVB sagte Bayerns Vorstandsboss: "Das ist eine Entscheidung, die die Herren zu fällen haben. Dementsprechend sind sie jetzt im Risiko und in der Verantwortung".

Ärger wegen Robbens Verletzung

Der FC Bayern wirft dem KNVB weiterhin vor, Arjen Robben trotz einer schweren Verletzung bei der WM in Südafrika eingesetzt zu haben.

Nach seiner Rückkehr diagnostizierten die Münchner bei dem Niederländer einen Muskelriss.

Robben steht frühestens zur Rückrunde wieder zur Verfügung. Der FC Bayern will vom KNVB eine Kompensationszahlung erstreiten.

Rummenigge kündigte dazu an, dass die Bayern vor Gericht ziehen wollen, wenn im Oktober keine Einigung gefunden werde.

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