vergrößernverkleinern
Fin Bartels (l.) liefert gegen Nürnberg eine starke Partie ab © getty

Holger Stanislawski beweist ein glückliches Händchen und wechselt den Siegtorschützen ein. Asamoah ist an zwei Toren beteiligt.

Florian Bruns hat für den ersten Heimsieg des FC St. Pauli in der laufenden Bundesliga-Saison gesorgt.

Der Aufsteiger bezwang den 1. FC Nürnberg nicht unverdient mit 3:2 (1:0), das Siegtor in einem abwechslungsreichen Spiel gelang Bruns in der 82. Minute. Gerald Asamoah (45.+1) und Marius Ebbers (59.) hatten St. Pauli zweimal in Führung gebracht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach Abwehrfehlern der Gastgeber schlugen aber Mehmet Ekici (48.) und Andreas Wolf (62.) jeweils postwendend zurück..

Drei Tore nach Standards

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski hatte vor dem Spiel vor allem Standardsituationen trainieren lassen - eine Maßnahme, die sich auszahlte. Die beiden ersten Treffer der Haneaten fielen nach Eckbällen.

Asamoah nutzte dabei ebenso wie Ebbers eine Konfusion in der Nürnberger Hintermannschaft zu Abstauber. Auf der Gegenseite schliefen allerdings auch die Hamburger Profis.

Das 1:1 fiel nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, beim 2:2 war Wolf ebenfalls nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle.

St. Pauli begann nervös

Nach den drei sieglosen Heimpartien gegen 1899 Hoffenheim, den Hamburger SV und Borussia Dortmund stand den Gastgebern nun erstmals am Millerntor eine Mannschaft gegenüber, mit der sich die Hamburger laut Trainer Stanislawski "auf Augenhöhe" glaubten.

Der Aufsteiger bemühte sich auch von Anfang an darum, das Spiel zu machen. Eine gewisse Nervosität war den Hamburgern in der Anfangsphase aber anzumerken. Viele Zuspiele waren nicht präzise genug.

Asamoah taut spät auf

Auch Asamoah konnte dem Angriffsspiel zunächst keine entscheidenden Impulse verleihen. Der Neuzugang von Schalke 04 stand nach seiner Sehnenverletztung in der Vorbereitung erstmals in der Startformation.

Die mangelnde Spielpraxis war ihm in der zweiten Minute anzumerken, als er bei einer aussichtsreichen Kontersituation den Ball nicht zum eigenen Mitspieler brachte.

Club immer gefährlich

Der Club präsentierte sich auch am Millerntor wie in den vorherigen Auswärtspartien mit einer 4-1-4-1-Formation und erlaubte dem Gegner damit nur wenig Spielraum.

Bei gelegentlichen Kontern, die vor allem von Ilkay Gündogan initiiert wurden, wirkten die Nürnberger keinesfalls ungefährlich. Ihre beste Gelegenheit hatten sie in der 8. Minute nach einem Freistoß von Julian Schieber, den Pauli-Keeper Thomas Kessler nach vorne abprallen ließ.

In der 34. Minute prüfte erneut Schieber Kessler mit einem 20-Meter-Schuss.

Heiße zweite Hälfte

Durch die beiden schnellen Tore vor und nach der Pause entwickelte sich dann eine wesentlich aufregendere zweite Halbzeit.

St. Pauli drängte nun mit mehr Risikobereitschaft auf das Nürnberger Tor, erlaubte damit den Gästen aber auch mehr Konterchancen. Vor beiden Toren gab es deshalb in der Schlussphase diverse "heiße" Szenen.

Schließlich verwandelte der kurz zuvor eingewechselte Bruns das Millerntor mit seinem Treffer in ein Tollhaus.

Wolf und der stets gefährliche Schieber waren die besten Spieler bei den Franken. Auf Seiten der Hamburger ragten Matthias Lehmann und Carlos Zambrano heraus.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel