vergrößernverkleinern
Simon Rolfes wechselte aus Aachen zu Bayer Leverkusen © getty

Deja-vu für den VfL Wolfsburg. Erneut verspielt der Ex-Meister im eigenen Stadion eine klare Führung. Bayers kapitän dreht das Spiel.

Wolfsburg - Nach einer furiosen Aufholjagd ist Bayer Leverkusen in der Bundesliga erster Verfolger des Spitzenduos.

In nur elf Minuten drehte der Werksklub am 8. Spieltag ein 0:2 beim VfL Wolfsburg noch in ein 3:2 (0:2) und schob sich auf den dritten Tabellenplatz 299829(DIASHOW: Der 8. Spieltag).

Allerdings haben die Rheinländer immer noch sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund und den FSV Mainz 05 (beide 21).

Joker Simon Rolfes erzielte in seinem zweiten Eisatz nach langer Verletzungspause den Leverkusener Siegtreffer (82.) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zuvor hatte der Nationalspieler bereits den Anschluss hergestellt (72.) und den Elfmeter zum Ausgleich durch Arturo Vidal (75.) herausgeholt.

Wolfsburg verspielt Sieg

Joker Simon Rolfes erzielte in seinem zweiten Einsatz nach langer Verletzungspause den Leverkusener Siegtreffer (82.).

Zuvor hatte der Nationalspieler bereits den Anschluss hergestellt (72.) und den Elfmeter zum Ausgleich durch Arturo Vidal (75.) herausgeholt.

Erst in der 69. Minute hatte Trainer Jupp Heynckes Rolfes auf das Feld geschickt.

"Ich habe gedacht, dass vielleicht noch was geht. Zum Glück kam es dann auch so", sagte der Matchwinner.

Diego (9.) und Grafite (68.) hatten Wolfsburg, das Tabellenelfter ist, scheinbar auf die Siegerstraße gebracht.

"Nicht zu erklären"

"Das ist unglaublich, aber das ist Fußball. Der ist manchmal nicht zu erklären", sagte ein bitter enttäuschter VfL-Trainer Steve McClaren.

"Das ist uns jetzt zum zweiten Mal passiert - sehr bitter. Wir haben das Spiel lange total kontrolliert und eine unglaubliche erste Halbzeit gespielt. Aber ein paar Minuten haben das Spiel gedreht. Ich werde es wohl erst erklären können, wenn ich mir das Spiel nochmal anschaue."

Rolfes der "entscheidende Impuls"

Sein Gegenüber Jupp Heynckes feierte: "Wir sind sehr glüklich, dass wir das Spiel im Endspurt noch gedreht haben. Simon Rolfes hat dabei den entscheidenden Impuls gegeben."

"Wir haben in der Halbzeit das System umgestellt. Dadurch hatten wir eine bessere Ordnung. Dieses Spiel wird uns beflügeln, denn wir haben jetzt viele Spiele vor der Brust."

"Das darf nicht passieren"

Für die Wölfe war es der zweite "Zusammenbruch" nach dem 3:4 gegen Mainz.

Damals hatte der VfL zu Hause sogar ein 3:0 verspielt.

"Das darf einfach nicht passieren. Wir müssen uns verbessern, und zwar schleunigst", sagte Abwehrspieler Marcel Schäfer.

Derdiyok trifft die Latte

Vor etwa 27.000 Zuschauern versteckten sich die Gäste anfangs nicht.

Stürmer Eren Derdiyok lenkte in der 3. Minute den Ball nach einer Flanke an die Latte.

Adler mit großem Fehler

Der Schweizer Marwin Hitz, der seinen verletzten Landsmann Diego Benaglio im Wolfsburger Tor vertrat, wäre chancenlos gewesen.

Die Wolfsburger aber fingen sich schnell und schossen mit ihrer ersten Chance das 1:0: Nach einem langen Pass schlug Leverkusens Torhüter Adler über den Ball, Grafite nahm den Ball auf und passte auf Diego, der unbedrängt seinen dritten Saisontreffer erzielte.

Mit der Führung im Rücken übernahm der VfL zunehmend die Spielkontrolle und hatte einige gute Chancen zum 2:0.

Leverkusen total harmlos

Doch Adler machte mit glänzenden Paraden gegen Diego (21.) und Edin Dzeko (40.) seinen Fehler beim Gegentor wieder gut.

Die Gäste blieben in der ersten Halbzeit fast alles schuldig.

Die hoch gelobte Offensive entfachte kaum Gefahr, und im Abwehrzentrum fielen Kapitän Manuel Friedrich und Oldie Sami Hyypiä von einer Verlegenheit in die nächste.

Grafite sorgt für vermeintliche Entscheidung

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten zunächst die Hausherren die Partie, ohne jedoch wirklich zwingend zu sein.

Allerdings gerieten sie gegen harmlose Gäste in der Defensive kaum in Nöten und gingen durch Grafite hochverdient mit 2:0 in Führung.

Erst mit Rolfes kam Schwung ins Bayer-Spiel, und die Begegnung begann zu kippen.

Dabei war Leverkusen ohne die verletzten Stammspieler Michael Ballack, Stefan Kießling, Gonzalo Castro und Renato Augusto angetreten.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel