Huub Stevens geht in seiner Kolumne mit dem Kölner hart ins Gericht. Dortmund traut er allenfalls die Champions League zu.

Hallo Fußball-Freunde,

die Situation bei meinem Ex-Klub 1. FC Köln sehe ich schwierig und mit Sorge: Vor allem, weil dort Probleme entstanden sind, die eigentlich gar nicht nötig waren.

Durch seine Äußerungen, im Abstiegsfall den Klub zu verlassen, hat Lukas Podolski plötzlich neue Unruhe in die Mannschaft gebracht.

Auf Kölsch gesagt: Hätte er mal besser seine Klappe gehalten. Auch den Zeitpunkt von Podolskis Aussagen halte ich für sehr ungünstig.

"Poldi" sollte sich lieber auf seine eigene Leistung konzentrieren. Denn mit seiner fußballerischen Qualität kann er der Mannschaft helfen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ihm Wolfgang Overath und Michael Meier nun mal kräftig den Kopf waschen.

Trotz allem glaube ich, dass Trainer Zvonimir Soldo der richtige Mann ist beim FC, und die Krise meistert.

Das trifft bereits auf die Bayern zu nach ihrem Befreiungsschlag gegen Hannover: Wie sich gezeigt hat, hat die Mannschaft einen so guten Kader, dass sie die vielen Ausfälle kompensieren kann.

Von Mario Gomez' Super-Leistung mit drei Toren bin ich auch nicht überrascht: Ich wusste immer, dass er seine Qualitäten hat, und ich habe ihn nie abgeschrieben.

Ich bin mir auch sicher, dass Louis van Gaal ihn für die starke Leistung mit mehr Einsatzzeit belohnen wird.

Bayern wird in den nächsten Wochen ohnehin aufblühen, wenn die jetzigen Verletzten zurückkehren. Hannover war genau der richtige Aufbaugegner.

Ein großes Kompliment muss ich Dortmund und Jürgen Klopp machen: Stark, wie die das hinbekommen haben.

Aber die Saison ist noch lang: Und für die junge Borussia-Truppe wäre die Qualifikation für die Champions League doch schon super und das Höchste der Gefühle.

Das würden in Dortmund jetzt auch alle direkt unterschreiben, denke ich.

Keine Konstanz gibt es leider beim VfB Stuttgart mit dem nächsten Trainer-Wechsel: Die Entscheidung gegen Christian Gross finde ich schade. Aber womöglich mussten sie beim VfB ja so handeln...

Mit einem jungen Trainer wie Jens Keller gehst du jetzt natürlich ein Risiko ein, so war es auch schon bei Markus Babbel.

Ich denke, Stuttgart wird diese Personalentscheidung ein paar Wochen mittragen. Danach gibt es aber wohl eine große Lösung.

Der neue Trainer muss nicht unbedingt seit Ewigkeiten den VfB kennen. Er muss aber Erfahrung haben - und vor allem für Ruhe sorgen. Aber in Stuttgart sind jetzt ohnehin alle gefordert, auch Sportdirektor Fredi Bobic.

Bis bald,Euer Huub Stevens

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