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Theofanis Gekas (r.) setzte sich mit seinen beiden Treffern an die Spitze der Torschützenliste © getty

Gekas' Doppelpack macht die Eintracht auch im Südwest-Derby froh. Für Skibbe ist Nikolovs Glanztat entscheidend.

Kaiserslautern - Wieder mal blitzte seine alte Klasse auf - und wieder mal gleich doppelt:

Umso mehr hatte Theofanis Gekas hinterher Spaß daran, sich die erfolgreichen Szenen auch noch mal in der TV-Wiederholung anzusehen.

Mit erneut zwei Treffern hatte der Grieche in Diensten von Eintracht Frankfurt kurz zuvor die Partie beim 1. FC Kaiserslautern fast im Alleingang entschieden. 299829(DIASHOW: Der 8. Spieltag)

Persönliche Belohnung neben den drei Punkten beim glatten 3:0 (1:0)-Erfolg, der den Mainstädtern den dritten Sieg in Folge bescherte und sie mit mittlerweile zwölf Zählern langsam nach oben orientieren lässt:

Mit nunmehr sieben Treffern führt Gekas zusammen mit Freiburgs Papiss Cisse die Torschützenliste an. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Skibbe lobt - und bremst

Nach den wenig erfolgreichen Gastspielen bei Bayer Leverkusen und Hertha BSC Berlin hielt der zweite Frühling des ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig also auch in der Pfalz an.

Wenngleich sich Michael Skibbe ein wenig davor scheute, allein seinen Goalgetter und dessen blitzsaubere Treffer (45./67.) herauszuheben.

"Ich kann nur sagen: Er kann nur das verwerten, was die anderen vorbereiten", sagte Frankfurts Trainer, der zudem noch ein Tor von Alexander Meier (83.) bejubelte.

Dennoch musste natürlich auch Skibbe hinterher eingestehen: "Aber er ist vor dem Tor ein Schlitzohr. Deshalb ist er enorm wichtig für uns."

Nikolov lässt Lakic abblitzen

Der Grieche wiederum gab das Lob an die gesamte Mannschaft weiter: "Dass ich treffe, hängt auch davon ab, dass wir ordentlich spielen und ich oft gesucht werde."

Neben dem Goalgetter zählte Frankfurts Urgestein und Keeper Oka Nikolov zum zweiten große Gewinner der Eintracht:

In einer Phase, als Kaiserslautern dominierte, reagierte das 36-jährige Keeper beim Elfmeter von Srdjan Lakic (26.) in die linke Ecke glänzend - und bewahrte sein Team vor einem Rückstand.

Elfmeter als Knackpunkt

Skibbe sah in dieser Szene denn auch den Knackpunkt des gesamten Spiels:

"Das erste Tor war enorm wichtig, denn Kaiserslautern hat in der ersten Halbzeit mächtig Druck gemacht", erklärte der Coach.

Und weiter: "Wir mussten uns lange wehren. Der gehaltene Elfmeter hat das Spiel wesentlich beeinflusst."

Mannschaftssitzung am Mittelkreis

Skibbes Pendant Marco Kurz begann mit der Krisenbewältigung unmittelbar nach dem Abpfiff.

Der Trainer des 1. FC Kaiserlautern, der seit nunmehr sechs Spielen sieglos ist, versammelte seine Verlierer noch am Mittelkreis und schwor sie nach der bitteren Niederlage auf die kommenden schweren Wochen ein.

"Die Situation ist schwierig. Aber wir werden uns stellen, und dann werden wir da auch wieder rauskommen", sagte der Ex-Profi nach der vierten Pleite in Folge, nach der die Pfälzer mit nur sieben Punkten tief im Tabellenkeller dümpeln.

"Müssen einmal in Führung gehen"

Kurz appellierte an seine Profis, noch näher zusammenzurücken.

"Wir sind in einer Situation, mit der man zu Beginn der Saison rechnen konnte", ergänzte der FCK-Coach, der bereits ein wesentliches Manko ausgemacht hatte: "Wir müssen in solchen Spielen einfach einmal in Führung gehen."

Doch diese Chance vergab Lakic, als er mit seinem schwach getretenen Foulelfmeter am "ewigen Oka" scheiterte.

Keine befürchteten Krawalle

Eine positive Nachricht gab es immerhin doch noch für die Pfälzer:

Die befürchten Ausschreitungen zwischen den rivalisiernden Fangruppen blieben weitgehend aus. Die Polizei nahm bis zum Abend lediglich 15 Personen fest.

Ein Beamter wurde durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei Kaiserslautern war der verbotene "Einsatz von Pyrotechnik und die ein oder andere Körperverletzung" der Grund für die Festnahmen.

850 Beamte im Einsatz

"Wir sind insgesamt zufrieden mit dem Ablauf. Durch die hohe Zahl unserer Kräfte konnten wir viele Auseinandersetzungen frühzeitig unterbinden", sagte der Polizeisprecher.

Insgesamt waren 850 Beamte im Einsatz, da die Begegnung von der Polizei als "Problemspiel" eingestuft wurde.

Zudem hatten im Vorfeld gewaltbereite Anhänger im Internet zu Ausschreitungen aufgerufen.

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