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Die Spieler des FCK verlassen den Rasen nach dem 0:3 mit hängenden Köpfen © getty

Nach dem 0:3 gegen Frankfurt und dem Abrutschen in der Tabelle bricht kein Chaos aus. Präsident Kuntz mahnt zur Besonnenheit.

Kaiserslautern - Vier Pleiten in Serie, die schwache Chancenverwertung und der nun drohende Abstiegskampf lassen Stefan Kuntz nicht den Kopf verlieren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach dem 0:3 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt bricht beim 1. FC Kaiserslautern ganz im Gegensatz zu früheren Zeiten kein Chaos aus.

Vorstandsboss Kuntz will die schwierige Lage bei den Roten Teufeln mit kühlem Kopf bewältigen.

"Man muss den Spielern Zeit geben"

"Wir werden weiter ruhig und besonnen unsere Aufgaben in allen Bereichen angehen, damit wir erstklassig bleiben", sagte Kuntz und nahm die Profis in Schutz:

"Überzogene Erwartungen helfen unserer jungen und in der Bundesliga noch unerfahrenen Mannschaft nicht weiter, sondern erhöhen unnötig den Druck. Es liegt auf der Hand, dass wir insgesamt noch Erfahrungen sammeln müssen. Man muss den Spielern Zeit geben." 299829(DIASHOW: Der 8. Spieltag)

Kurz fordert Geschlossenheit

Was die FCK-Profis mit dieser Zeit anfangen, liegt in erster Linie in den Händen von Trainer Marco Kurz.

Der Coach verfolgt dabei einen ähnlich gelassenen Ansatz wie Kuntz.

"Die Situation ist nicht angenehm, alles andere als das. Aber wir wussten vorher, dass es eine knüppelharte Saison wird", sagte Kurz, der sich eine konzentrierte Vorbereitung auf das kommende Spiel beim SC Freiburg erhofft:

"Wir brauchen klare Köpfe, Geschlossenheit und ein Erfolgserlebnis, um den hundertprozentigen Glauben an uns zurückzugewinnen. Daran müssen wir nun arbeiten."

Spieler äußern Selbstkritik

Die bevorstehende Arbeit wird Kurz immerhin durch selbstkritische Profis erleichtert.

"Entscheidend war, dass ich den Elfmeter verschossen habe. Das muss ein Tor sein", sagte Angreifer Srdjan Lakic, der beim Stand von 0:0 am Frankfurter Torhüter Oka Nikolov gescheitert war (26.).

Die vergebene Chance war der Knackpunkt im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion. Das wusste auch Lakic: "Wir sind derzeit eben nicht so stark, dass wir trotzdem gewinnen."

Schnell aus dem Lernprozess raus

Wie seine Teamkollegen und die Verantwortlichen ist auch Torwart Tobias Sippel von der momentanen Krise nicht sonderlich überrascht.

"Wir wussten vorher, dass eine Phase kommen kann, in der es nicht läuft. In dieser Phase sind wir jetzt", sagte Sippel. "Uns fehlt ein wenig die Erfahrung. Wir sind in einem Lernprozess, aber aus diesem Lernprozess müssen wir nun zügig raus."

Frankfurt setzt Aufwärtstrend fort

Die Eintracht hat nach dem schwachen Saisonstart den Lernprozess bereits hinter sich. Drei Siege in Folge - ein deutlicher Aufwärtstrend.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen warnt aber vor Euphorie. "Als wir nach fünf Spielen nur wenige Punkte hatten, habe ich darauf hingewiesen, dass die Saison noch lange dauert. Davon mache ich nun auch Gebrauch", sagte Bruchhagen.

Matchwinner Gekas bleibt bescheiden

Im Gegensatz zum FCK haben die Hessen aber dank Theofanis Gekas keine Probleme mit dem Toreschießen. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig legte mit seinen beiden Treffern (45. und 67.) den Grundstein zum Erfolg, Alexander Meier traf zum Endstand (83.).

Nach seinen Toren Nummer sechs und sieben blieb der Grieche Gekas bescheiden: "Ich habe mir keine Tormarke vorgenommen. Ich will nur der Mannschaft helfen, damit sie ihr Ziel erreicht."

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