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Paolo Guerrero (l.) erzielte gegen Mainz seinen zweiten Saisontreffer © imago

Paolo Guerrero trifft am Freitag auf seine Ex-Kollegen des FC Bayern. Bei SPORT1 spricht der Peruaner über Ziele und Trainer Veh.

Von Thorsten Mesch

München - Am letzten Wochenende sorgte Hamburgs Stürmer Paolo Guerrero mit seinem Tor in der 89. Minute für das Ende des Mainzer Höhenflugs.

Jetzt geht es für ihn mit dem HSV gegen seinen Ex-Klub.

Der FC Bayern gastiert zum Nord-Süd-Klassiker in Hamburg (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) - und die Chance für Paolo Guerrero, einen Platz in der Startelf zu bekommen, ist groß.

Der Peruaner wird dabei auf alte Bekannte wie Bastian Schweinsteiger oder Philipp Lahm treffen. Auf ein Wiedersehen mit den ehemaligen Teamkollegen ist der 26-Jährige bereits gespannt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Ich freue ich mich immer, die alten Jungs zu sehen. Die, die noch da sind. Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm. Ansonsten hat sich die Mannschaft im Laufe der Jahre ja auch nahezu komplett verändert.", erklärt er bei SPORT1.

Trotz aller Freundschaft zählt für Guerrero am Freitag nur ein Sieg. "Wir wollen die Partie am Freitag aber natürlich gewinnen", stellt er klar.

Im Interview mit SPORT1 äußert sich Guerrero zur Spiel gegen die Bayern, den Saisonzielen, seiner Verletzungspause und Trainer Armin Veh.

SPORT1: Mit Ze Roberto haben Sie schon bei den Bayern gespielt. Sprechen Sie häufig über die Zeit in München?

Paolo Guerrero: Natürlich sprechen wir auch über die Zeit in München, schließlich waren wir beide ja länger dort und kennen somit die Stadt und viele Menschen, die dort leben.

SPORT1: Lahm, Schweinsteiger, Ottl und Demichelis sind noch beim FC Bayern. Halten Sie noch regelmäßigen Kontakt und wenn ja, zu wem?

Guerrero: Natürlich gibt es noch Kontakte, aber nicht regelmäßig. Ich bin ja jetzt auch schon vier Jahre in Hamburg und habe hier meine Freunde. Trotzdem freue ich mich immer, die alten Jungs zu sehen. Die, die noch da sind. Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm. Ansonsten hat sich die Mannschaft im Laufe der Jahre ja auch nahezu komplett verändert.

[kaltura id="0_9l1m91r4" class="full_size" title="Bayern findet das Gl ck wieder"]

SPORT1: Bayern ist schlecht gestartet, hat aber nur drei Punkte Rückstand auf den HSV. Der Rückstand auf Dortmund beträgt schon sieben Punkte. Welche Bedeutung hat die Partie?

Guerrero: Zunächst sollte man nicht vergessen, dass wir noch nicht allzu viele Spiele absolviert haben. Es wird im Laufe der Saison noch sehr viel passieren, davon bin ich überzeugt. Wir wollen die Partie am Freitag aber natürlich gewinnen. Wir spielen zu Hause vor unseren Fans, Flutlichtspiele sind immer speziell. Unser Ziel ist es, den Abstand zu den Teams vor uns nicht zu groß werden zu lassen.

SPORT1: Von wem haben Sie am meisten gelernt: Makaay, Pizarro, van Nistelrooy und wie ist Ihr Verhältnis zu Ruud van Nistelrooy?

Guerrero: Da kann und möchte ich mich nicht festlegen. Denn mit allen hat es sehr viel Spaß gemacht zu spielen. Alle haben unglaubliche Qualitäten. Mit Ruud gemeinsam zu spielen ist super und wir haben ein gutes Verhältnis.

SPORT1: In der vergangenen Saison hatten Sie mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Haben Sie aus dieser Erfahrung etwas Positives ziehen können?

Guerrero: Nun, zunächst ist das natürlich immer schwierig etwas Positives mitzunehmen, wenn man so lange ausfällt. Doch gerade wenn man eine nicht so gute Phase hat, erkennt man, auf wen man sich verlassen kann und wer einem die richtigen Ratschläge gibt. Zudem war es sehr wichtig und schön für mich, dass der Verein mir immer wieder Mut gemacht hat. Ich habe auch deshalb alles daran gesetzt, so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen.

SPORT1: Ein anderes Thema war der Flaschenwurf nach dem Spiel gegen Hannover. Wirkt das Thema noch in irgendeiner Weise nach? War es nur negativ für Sie oder hat es Zuspruch gegeben, über die Sie sich gefreut haben?

Guerrero: Mir wird so etwas nie wieder passieren. Das habe ich auch schon oft gesagt. Nun aber zu glauben, dass dieser Wurf nie wieder Thema sein wird, wäre wohl nicht angebracht. Wobei ich natürlich hoffe, dass ich nicht bei jeder Gelegenheit darauf angesprochen werde. Damals war es auch vor allem der Verein und die Verantwortlichen, die mich nicht alleine gelassen haben in der doch nicht einfachen Zeit.

SPORT1: Beim FC Bayern hatten Sie Ottmar Hitzfeld und Felix Magath als Trainer, beim HSV waren es schon fünf: Huub Stevens, Thomas Doll, Martin Jol, Bruno Labbadia, Armin Veh. Würde dem HSV mehr Kontinuität gut tun und wie beurteilen Sie die Arbeit von Armin Veh, der ja auch schon wieder etwas in die Kritik geraten war?

Guerrero: Vielleicht darf ich mit der von Ihnen beschriebenen Kritik an Armin Veh anfangen. Auch in diesem Punkt sollte man nicht vergessen, dass wir bislang acht Bundesligaspiele absolviert haben. Wir haben 14 Punkte. Ich denke, das ist in Ordnung. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass der ein oder andere Punkt mehr auf dem Konto stehen würde. Doch ich kann wahrlich nicht erkennen, warum der Trainer in der Kritik stehen sollte. Die Arbeit mit ihm ist sehr gut. Er hat Erfahrung, genaue Vorstellungen und eine klare Ansprache an die Mannschaft und die einzelnen Spieler. So muss es meiner Meinung nach sein.

SPORT1: In den vergangenen Jahren hat der HSV oft nach einer guten Hinrunde stark abgebaut. Ist die Mannschaft jetzt stabiler? Was ist für den HSV in dieser Saison drin - und wo landen die Bayern?

Guerrero: Auch wenn die Bayern jetzt einen Rückstand auf die vorderen Plätze haben sind sie immer in der Lage eine Serie zu starten. Daher rechne ich auch am Ende der Saison mit ihnen sehr weit oben. Dass wir nicht nur qualitativ besser geworden sind sondern auch stabiler, wovon ich fest überzeugt bin, wollen wir in dieser Serie beweisen. Unser Ziel ist es, über die gesamte Spielzeit in der Spitzengruppe der Liga dabei zu sein. Und die Preise werden erst am Ende vergeben.

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