vergrößernverkleinern
Schiedsrichter Michael Weiner (l.) zeigt Orlando Engelaar die Rote Karte © imago

Schalkes Mittelfeldspieler kommt nach seinem Feldverweis glimpflich davon. Bielefelds Torjäger droht eine Sperre - die Bundesliga-Splitter.

Frankfurt/Main - Wegen der öffentlichen Kritik an Schiedsrichter Markus Schmidt im Anschluss an die 1:3-Niederlage bei Bayern München am Samstag hat der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen gegen Artur Wichniarek von Arminia Bielefeld eingeleitet.

Der polnische Angreifer hatte nach dem Spiel beim deutschen Rekordmeister seinem Frust freien Lauf gelassen.

"Es stand hier lange 1:1. Aber mit Elf gegen Zwölf können wir hier nicht gewinnen! Jetzt sind doch alle zufrieden, Bayern hat gewonnen."

"König Artur" muss aussagen

Der DFB-Kontrollausschuss hat den Bielefelder wegen dieser Aussage zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert.

Nach Vorliegen und Auswertung des Schriftstückes wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden, Wichniarek droht eine Sperre.

5000 Euro Geldstrafe wegen Fan-Vergehen

Und des Ärgers nicht genug für die Bielefelder: Das DFB-Sportgericht hat die Arminia auch noch wegen zweier Fälle unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt.

Während des Duells beim VfB Stuttgart am 17. Mai 2008 war in dem Bereich der Bielefelder Zuschauer ein bengalisches Feuer entfacht worden.

Außerdem wurde während des Spiels im DFB-Pokal beim ASV Durlach am 10. August 2008 im blau-weißen Fanblock eine Rauchbombe gezündet.

Engelaar fehlt gegen Bayern

Orlando Engelaar vom FC Schalke 04 ist dagegen noch glimpflich davongekommen.

Der Niederländer wurde am Montag wegen einer Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten in einem leichteren Fall mit einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel belegt und fehlt somit am Sonntag gegen den FC Bayern (ab 16.30 Uhr LIVE).

Engelaar war in der Bundesliga-Partie der Schalke bei Energie Cottbus (2:0) am Samstag von Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) in der 52. Minute des Feldes verwiesen worden, da er einem der Assistenten den "Vogel" gezeigt hatte.

Geldstrafen für Köln und Leverkusen

Zudem bestrafte das Sportgericht Bayer Leverkusen und den 1. FC Köln wegen Vorfällen im Derby am 24. Oktober zu Geldstrafen. Die Kölner müssen 23.000 Euro Strafe bezahlen, Leverkusen 10.000 Euro.

Während des Duells in der Leverkusener BayArena (2:0) waren im Kölner Fanblock zwei Leuchtraketen und ein Knallkörper gezündet worden. Letzterer explodierte in der Nähe des Schiedsrichter-Assistenten und des Leverkusener Abwehrspielers Michal Kadlec.

In die Höhe der Geldstrafe für den Aufsteiger fließt zusätzlich ein, dass während des Kölner Heimspiels gegen Bayern München am 13. September von den Zuschauerrängen ein leerer Getränkebecher in Richtung des Schiedsrichter-Assistenten geworfen wurde.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel