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Zvonimir Soldo ist seit Juni 2009 Cheftrainer beim 1. FC Köln © getty

Kölns Coach steht in Hannover unter Zugzwang. Bei einer Pleite droht das Aus. Gladbachs Frontzeck ist gegen Bremen gefordert.

München - Der unter Erfolgsdruck stehende Trainer Zvonimir Soldo vom 1. FC Köln zeigte sich vor dem Gastspiel bei Hannover 96 am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) äußerst gelassen.

"Wenn die Tore und die Punkte fehlen, stehst Du infrage. Was soll ich machen? Ich bin lange in diesem Geschäft. Ich weiß, wie es läuft", sagte der Kroate am Freitag.

Der FC holte aus den ersten acht Liga-Spielen gerade fünf Punkte und liegt nur auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Am Dienstag folgt das DFB-Pokal-Spiel gegen Zweitligist 1860 München und am Wochenende danach das Heimspiel gegen den Hamburger SV (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Krisensitzung in Köln

Am Donnerstag hatte Kölns Präsident Wolfgang Overath nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub mit den Vorstandskollegen Friedrich Neukirch und Jürgen Glowacz über die sportliche Situation und über die Turbulenzen in seiner Abwesenheit, insbesondere die öffentliche Kritik von Lukas Podolski, gesprochen.

Die Führungsriege drückte in einer Erklärung ihr "vollstes Vertrauen" in die handelnden Personen aus.

Overath nahm den Trainer nur indirekt in die Pflicht. "Wir haben das wichtigste Spiel vor uns, die Partie in Hannover", sagte der Weltmeister im Interview mit dem "Express" und bat das Umfeld um Besonnenheit:

"Dann geht es gegen 1860 München im Pokal, dann direkt wieder zu Hause gegen den HSV. Drei Spiele in einer Woche. Wir müssen doch jetzt die Ruhe bewahren." Der FC-Boss versuchte, Optimismus und Aufbruchsstimmung zu verbreiten.

Mondragon erneut nicht im Kader

"Ich lasse nicht zu, dass das Negative in den Vordergrund dringt. Wir sind überzeugt, dass wir nur gemeinsam daraus kommen. Weil - und das ist das Wichtigste - die Mannschaft intakt ist."

Nicht ganz: Trainer Soldo wird erneut Miro Varvodic, der beim 1:2 gegen Dortmund sein Debüt gab, ins Tor stellen.

[kaltura id="0_qrwoxbym" class="full_size" title=""Einheit und Ruhe" beim FC"]

Stammkeeper Faryd Mondragon bat wie schon bei der Entscheidung vor dem Dortmund-Spiel darum, aus dem Kader genommen zu werden. Für ihn wird sich erneut Daniel Schwabke auf die Bank setzen.

Druck für Frontzeck

Auch für Mönchengladbachs Trainer Michael Frontzeck wird es eng. Zwar erhält er von den Klubbossen noch Rückendeckung, doch wegen der mageren Ausbeute von nur zwei Punkten aus den vergangenen sechs Spielen wurden auch schon kritische Stimmen laut.

Gegen Werder Bremen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) sei sein Team jedoch nur Außenseiter, betonte Frontzeck: "Bremen ist für mich die beste deutsche Mannschaft. Werder ist individuell super besetzt, der ganze Kader ist auf die Champions League ausgerichtet."

Kurz fordert Wende

Der 1. FC Kaiserslautern will in Freiburg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) seinen Negativtrend endlich beenden. Seit dem zweiten Spieltag sind die "Roten Teufel" ohne Sieg. "Wir werden natürlich versuchen, den Negativ-Trend zu stoppen. Bisher haben wir gute Spiele absolviert, jetzt müssen wir effektiver werden", erklärte FCK-Trainer Marco Kurz.

Mit der Vertragsverlängerung von Martin Amedick konnte man bereits das erste Erfolgserlebnis in dieser Woche feiern.

"Das ist natürlich ein Traum, wenn der Kapitän, der noch dazu bei uns mit Martin Amedick eine so große Identifikation mit Verein und Umfeld hat, seinen Vertrag verlängert", sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz.

Freiburgs Coach Robin Dutt warnt vor den Pfälzern: "Kaiserslautern wird sicher noch mehr Kampf in sein Spiel setzen, als zuletzt schon. Wir werden gefordert sein, spielerisch dagegenzuhalten."

Club will Heimserie ausbauen

Für den VfL Wolfsburg gilt es, die unnötige 2:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen vergessen zu machen.

Die "Wölfe" müssen beim 1. FC Nürnberg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) ran. "Nürnberg hat ein paar sehr gute Spiele gezeigt und spielt außerdem zu Hause. Der Gegner wird es uns sicher nicht leicht machen", betonte VfL-Trainer Steve McClaren.

Club-Coach Dieter Hecking würde sich derweil über eine Fortsetzung der Heimserie freuen.

"Wir wollen wieder Begeisterung schaffen. Die Begeisterung bei den emotionalen Heimsiegen gegen den VfB Stuttgart und Schalke 04 waren unglaublich. Ein dritter Heimsieg wäre überragend", erklärte der 46-Jährige.

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