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SImon Rolfes (l.) spielt seit 2005 für Bayer 04 Leverkusen © getty

Bayer will auf Platz drei springen, dafür müssen die Leverkusener Mainz bezwingen. Rolfes hinterfragt die Leichtigkeit der 05er.

Von Mathias Frohnapfel und Christian Stüwe

München - Von Anfang an spielen und durchmarschieren, für Simon Rolfes sollte das kein Problem mehr sein.

Beim Europa-League-Auftritt in Saloniki absolvierte der Leverkusener Kapitän sein erstes Saisonpflichtspiel in der Startelf.

Dass die monatelange Verletzungspause abgehakt ist, hatte der Mittelfeldmann ja eh schon der ganzen Welt in der Bundesliga bewiesen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Beim 3:2-Erfolg gegen Wolfsburg drehte er mit zwei Treffern quasi im Alleingang das Spiel. Die Glanztat glückte ihm gar als Joker. Jetzt will der 28-Jährige mithelfen, dass die Werkself gegen Mainz ihren Lauf fortsetzt.

Derweil muss Stuttgart gegen St. Pauli ran (beide Spiele, ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER). Mit dem Schwung aus der Europa League will der Tabellenletzten den zweiten Saisonsieg schaffen.

Bayer mit beachtlicher Serie

Auch Bayer geht selbstbewusst in das Duell mit dem Tabellenzweiten aus Mainz.

Rolfes warnt im Gespräch mit SPORT1 aber vor den Tugenden der Rheinhessen.

"Die Mannschaft hat ohne Frage einen sehr starken Saisonstart hingelegt", spricht er dem Gegner ein Lob aus.

Ein Erfolg gegen Mainz und Bayer würde auf Platz 3 vorrücken.

Rolfes ist gespannt auf Mainzer Verfassung

Doch auch in Leverkusen weiß man, dass die 05er sich wohl nicht so leicht abfrühstücken lassen wie in der Rückrunde der vergangenen Saison.

Im Januar triumphierte Bayer 4:2.

Rolfes stellt indes die Frage in den Raum, welche Auswirkungen die Mainzer 0:1-Heimniederlage gegen Hamburg haben wird.

"Ich bin gespannt, wie die Mainzer das verarbeiten, ob weiterhin diese Leichtigkeit in ihrem Spiel ist, oder ob sich das nun verändert hat."

[kaltura id="0_3x07dpsh" class="full_size" title="Rolfes ist zurück "]

"Man darf sie auf keinen Fall unterschätzen"

Ist der Mainzer Höhenflug also womöglich nur ein zwischenzeitliches Phänomen?

Rolfes denkt einen Moment nach, verweist noch mal auf den Mainzer Turbostart, dann sagt er:

"Ob Sie die Substanz haben, bis zum Ende dabei zu bleiben, würde ich als fraglich bezeichnen. Aber man darf sie auf keinen Fall unterschätzen. Es haben auch schon Aufsteiger wie Kaiserslautern geschafft, Meister zu werden."

Im Kräftemessen am Sonntagabend will Leverkusen schon einmal die Hierarchie zurechtrücken, zumal Rolfes selbstbewusst formuliert:

"Mein Ziel ist es definitiv, in die Champions League zu kommen."

Hyypiä fällt aus

Allerdings muss Bayer ohne Sami Hyypiä auskommen.

Der Finne hat vorm Spiel in Saloniki einen Außenbandriss erlitten und fällt mehrere Wochen aus. Für ihn dürfte Stefan Reinartz die Position neben Manuel Friedrich in der Abwehrzentrale einnehmen.

Brisanz erhält das Duell auch durch die Personalie Andre Schürrle.

Mainz setzt auf Schürrle

Der Mainzer Jungspund wechselt zur neuen Saison nach Leverkusen, durfte unter der Woche keine Interviews geben.

"Andre ist heiß. Und er ist gewillt, Leistung zu bringen", sagte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel.

Er beugte damit allen Spekulationen vor, dass sich Schürrle gegen seinen neuen Klub nicht zu hundert Prozent rein hängen könnte.

Bayers Trainer Jupp Heynckes ließ seine Mannschaft auf sechs Positionen rotieren.

Tuchel argumentiert mit guter Vorbereitung

Auch Tuchel hat das beobachtet. Sein Team hält er natürlich trotzdem für die ausgeruhtere Mannschaft.

"Wir hatten eine ganze Woche Trainingsvorbereitung ohne Abstellungen und ähnliches, wir konnten und können uns gut vorbereiten", erklärte Tuchel.

Über die verlorene Tabellenspitze scheint er nicht übermäßig traurig, schließlich richtet sich das Medien-Interesse jetzt auf Spitzenreiter Borussia Dortmund.

"Jeder hat in dieser Situation mit dem Finger auf uns gezeigt, wir standen unter enormer Beobachtung und die Mannschaft hat es trotz allem Druck von außen geschafft, eine gute Leistung zu erbringen", berichtet Tuchel.

Simon Rolfes dürfte sich über solche Töne wundern, die Aufmerksamkeit als Tabellenführers würden sie künftig in Leverkusen nur zu gern genießen.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Bayer Leverkusen - FSV Mainz 05 (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Leverkusen: Adler - Schwaab, Friedrich, Reinartz, Kadlec - Rolfes, Vidal - Sam, Barnetta - Helmes, Derdiyok - Trainer: Heynckes

Mainz: Wetklo - Zabavnik, Svensson, Noveski, Fuchs - Karhan, Polanski, Soto - Holtby, Schürrle - Szalai - Trainer: Tuchel

VfB Stuttgart - FC St. Pauli (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Stuttgart: Ulreich - Celozzi, Niedermeier, Tasci, Boka - Träsch, Kuzmanovic - Camoranesi, Cacau, Gentner (Gebhart) - Marica - Trainer: Keller

St. Pauli: Kessler - Lechner, Zambrano (Eger), Thorandt, Oczipka - Boll, Lehmann - Kruse, Asamoah, Bartels - Ebbers. - Trainer: Stanislawski

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