vergrößernverkleinern
Zvonimir Soldo wurde als Spieler 1997 mit dem VfB Stuttgart DFB-Pokalsieger © getty

Die Geißböcke reagieren auf die sportliche Talfahrt. Trainer Zvonimir Soldo muss jetzt offenbar seinen Hut nehmen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Der 1. FC Köln hat nach der 1:2-Pleite in Hannover die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt gezogen und Trainer Zvonimir Soldo entlassen.

Die Entscheidung fiel nach einer Vorstandssitzung am Sonntag. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Das Ende von Soldos Trainertätigkeit in Köln bestätigte der Klub nun auch offiziell. Im DFB-Pokal gegen 1860 München wird Frank Schaefer, bislang U-23-Trainer, auf der Bank sitzen.

Zwischenzeitlich gab es Verwirrung, da der "Kölner Stadtanzeiger" zunächst die Entlassung des Trainers vermeldet hatte, später den Artikel aber zurückzog.

Nun ist die Trennung aber perfekt. Auch Co-Trainer Michael Henke wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.

Präsident Wolfgang Overath sagte am Sonntagabend: "Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Es ist Zvonimir Soldo aber nicht gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen. Die Mannschaft hat in Hannover so wenig gezeigt, dass es uns besser erschien, so zu handeln."

Schwacher Auftritt in Hannover

Der FC hatte seine vergangenen drei Spiele verloren, am Samstag agierte das Team in Hannover mutlos.

Nach dem Spiel hatten die Kölner Fans bereits vehement die Ablösung Soldos gefordert, auch von Manager Michael Meier gab es keine Rückendeckung für den Coach aus Kroatien.

302768(DIASHOW: Der 9. Spieltag).

Jetzt ist klar warum.

"Ein Trainerkoffer muss immer gepackt sein"

Für Soldo kam das Aus allem Anschein nicht überraschend. Am Sonntagmorgen leitete er zwar noch eine Trainingseinheit, doch im SPORT1-Doppelpass äußerte er sich bereits skeptisch zu seiner Zukunft und sagte:

"Ich bin Trainer und verantwortlich für die Mannschaft. Ich bin auch schon lange in diesem Geschäft und weiß, dass man bei fehlenden Ergebnissen in Frage gestellt wird, das ist ganz normal in dieser Situation. Ein Trainerkoffer muss immer gepackt sein."

[kaltura id="0_2xwdwnyr" class="full_size" title="Overath nimmt Stellung"]

Hoffnung war noch da

Zudem stellte er realistisch fest: "Wenn man diesen Job macht, muss man auf alles vorbereitet sein."

Allerdings hoffte er zu diesem Zeitpunkt noch, das Ruder herumreißen zu können.

"Wir sind in einer schwierigen Situation, aber die Mannschaft ist noch nicht zusammengebrochen. Wir haben die Qualität, aus dieser Situation herauszukommen. Es ist schwierig in Köln. Köln ist eine Medienstadt, da gibt es schnell Unruhe, wenn die Ergebnisse fehlen."

Fans nach Hannover-Pleite stocksauer

Nach Soldos Aus sehnt man beim FC die Trendwende herbei. Seit sechs Spielen warten die Kölner in der Bundesliga auf einen Sieg, fünf Punkte hat das Team nur auf dem Konto.

Die Volksseele kocht. "Wir haben die Schnauze voll", riefen die Fans nach dem frühen 0:2 in Hannover, für das Didier Ya Konan mit einem Doppelschlag gesorgt hatte.

Jetzt soll der neue Mann Frank Schaefer die Feuertaufe im DFB-Pokal bestehen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel