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Armin Veh ist seit Beginn der Saison 2010/11 Trainer des Hamburger SV © getty

Nach dem 0:0 gegen den FC Bayern gibt der Trainer der Hamburger im SPORT1-Doppelpass Einblicke in seine Ziele mit dem HSV.

München - 15 Punkte aus neun Spielen.

Der Hamburger SV ist respektabel in die Saison gestartet. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zuletzt holte man einen Punkt gegen den FC Bayern. 302768(DIASHOW: Der 9. Spieltag)

Der neue Trainer Armin Veh hat sich in der norddeutschen Metropole akklimatisiert und gibt klar den Ton an.

Veh, der mit Stuttgart 2007 den Titel holte, scheut auch den Konflikt mit seinen Spielern nicht - Mladen Petric, Piotr Trochowski und Paolo Guerrero können ein Lied davon singen.

Im SPORT1-Doppelpass äußerte sich Veh zur Qualität des Hamburger SV, der Vereinsphilosophie und den Möglichkeiten, einen Titel zu holen. Außerdem sprach er über den schlechten Saisonstart der Bayern.

Armin Veh über:

über die Qualität seiner Mannschaft:

"Wir wollen jede Woche angreifen. Wir haben eine gute Mannschaft. In Hamburg haben wir von den Einzelspielern her mehr Klasse als damals in Stuttgart (Meisterschaft 2007 mit dem VfB Stuttgart, Anm.d.Red.), aber da waren wir als Team richtig gut. Meine Hauptaufgabe ist, mit meinem Trainerteam zusammen als Einheit aufzutreten. Wir wollen das Puzzle zusammensetzen und erfolgreich sein. Andere Mannschaften haben diese Qualität auch, deswegen ist es kein Selbstläufer, die Champions League zu erreichen."

über die Philosophie des HSV:

"Der HSV ist ein großer Klub. Man muss Dinge vorgeben und diese dann auch durchziehen. Wenn man das herausgearbeitet hat, kann man einen Trainer holen, der diese Philosophie mitgeht. Wenn er dann fünf neue Spieler haben will, muss der Verein sagen, was vorgeht. Ich spreche vielleicht gegen meine Trainergilde, aber ich glaube, dass das wichtig ist. Wenn ein Trainer sich mit dieser Philosophie identifizieren kann, dann kann man ihn holen. Der HSV gibt den Weg vor, welcher Trainer geholt wird. Ein Coach kann gewechselt werden, aber in der Spitze braucht man Kontinuität."

über die Möglichkeit, Titel mit dem HSV zu holen:

"Wir Trainer arbeiten darauf hin, einen Titel zu holen. Das muss der Anspruch sein. Der FC Bayern München muss Meister werden, die stehen dazu und sind Branchenführer. Dann gibt es ein paar Vereine, die auch die Möglichkeit haben: Leverkusen, Schalke, Stuttgart, Bremen und der HSV. Die Chancen stehen da vielleicht nicht bei 80 Prozent, aber Hamburg hat die Möglichkeit, Titel zu holen."

über die fehlenden Titel beim Hamburger SV:

"Der Verein hat auch Erfolge gehabt, das wird immer vergessen. Die Hamburger waren im Halbfinale des UEFA-Pokals und international vertreten. Es wurde also erfolgreich gearbeitet. Was eben fehlt, sind Titel. Der Letzte ist 27 Jahre her, deswegen denkt mal immer noch an die Achtzigerjahre. Das ist das Problem des HSV."

über Bayerns schlechten Saisonverlauf:

"Ich glaube, dass das nicht nur Bayern betrifft, sondern viele Klubs, die viele Nationalspieler bei der WM hatten. Da muss man schauen, dass der Abstand bis zur Winterpause nicht zu groß wird - weil ich glaube, dass all diese Mannschaften in der Rückrunde kommen werden. Die Spieler werden noch fitter, auch mental. Dann ist es wichtig, dass man noch eine Chance hat, dran zu bleiben und nicht zu weit weg ist."

über das 0:0 gegen Bayern München:

"Mir wäre es natürlich lieber gewesen, wir hätten gewonnen. Wir haben die größte Chance im Spiel gehabt, leider hat Jonathan Pitroipa die falsche Entscheidung getroffen. Beide können mit dem Punkt leben, aber wir wollten natürlich gewinnen."

über den Kampf um die Nummer 1 im Tor beim HSV:

"Wir sind in die Saison gestartet und haben gesagt, Frank Rost und Jaroslav Drobny haben die gleiche Chance. Wenn ein Torwart wie Drobny ablösefrei ist, muss man ihn holen. Der Konkurrenzkampf war auf Augenhöhe, aber man muss erst einmal am Platzhirsch vorbeikommen. Das ist Dorbny nicht gelungen und deswegen spielt Frank Rost. Er hat auch jetzt keine Verletzung, wegen der er aufhören muss und deswegen erübrigt sich die Frage nach einem Torwartwechsel."

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