vergrößernverkleinern
In der Zweitliga-Saison 2000/01 gab Dennis Eilhoff sein Debüt als Arminia-Profi © getty

Bei Sport1.de spricht Arminias Torhüter Dennis Eilhoff über die Situation in Bielefeld und lobt seine jungen Teamkollegen.

Von Thorsten Mesch

München - Dennis Eilhoff ist ein bescheidener Mann. Er lässt lieber Taten statt Worte sprechen.

"Es ist egal, ob ich nun die Nummer eins oder die Nummer zwei bin", hatte Eilhoff betont, nachdem er Arminia Bielefeld am vorletzten Wochenende mit beinahe irrwitzigen Paraden das 0:0 bei Schalke 04 gerettet hatte.

"Als Torwart ist es meine Aufgabe, gut zu halten", meinte der 26-Jährige, der vor der Saison von TuS Koblenz zurückkehrte.

Starker Ersatz für verletzten Fernandez

Seit der Kreuzband-Verletzung von Stammkeeper Rowen Fernandez steht das Eigengewächs, das bereits von 1996 bis 2006 in Bielefeld spielte, im Tor.

Auch beim 1:3 am Samstag beim FC Bayern war Eilhoff für die Arminia ein starker Rückhalt, dennoch stehen die Ostwestfalen nach der Niederlage weiter im Tabellenkeller.

Trotzdem lobt der ehemalige Junioren-Nationaltorwart im Gespräch mit Sport1.de vor allem seine jüngeren Teamkollegen.

Sport1.de: Sie haben Bielefeld beim 0:0 in Schalke mit Ihren Paraden das Remis gerettet und auch in München wieder stark gehalten. Dennoch hat es nicht zu einem Punkt gereicht. Können Sie sich trotzdem über Ihre Leistung freuen?

Dennis Eilhoff: Nein, denn als Fußballer will man jedes Spiel gewinnen. Wir haben lange Zeit gut mitgehalten, aber am Ende verdient verloren.

Sport1.de:Warum hat es nicht gereicht, nachdem es lange nach einer Überraschung aussah?

Eilhoff: Aufgrund der Spielstärke der Bayern. Das zweite Tor war ein gutes Beispiel. Da haben sie schnell über außen gespielt und in der Mitte die Chance eiskalt verwertet.

Sport1.de: In Gelsenkirchen hat die Arminia dank Ihrer Leistung einen Punkt geholt, in München zumindest eine Halbzeit gut gespielt. Wie sehen Sie die Entwicklung der Mannschaft?

Eilhoff: Ich denke, dass wir auf Schalke eine sehr gute kämpferische Leistung gezeigt haben. Daran haben wir in München bis zum 1:2 angeknüpft. Wenn wir so gegen Mannschaften wie Mönchengladbach spielen, wollen und werden wir die drei Punkte einfahren.

Sport1.de: Bielefeld hatte personell zuletzt Probleme. Wie fühlt man sich, wenn man einen unerfahrenen 21-Jährigen wie Nils Fischer vor sich in der Abwehr hat?

Eilhoff: Es ist egal, ob da ein 21-Jähriger oder ein 38-Jähriger spielt. In München standen vielleicht Spieler auf dem Platz, die nicht über viel Erfahrung verfügen, die aber ihre Sache sehr gut gemacht haben. Daran hat es mit Sicherheit nicht gelegen.

Sport1.de: Wie sehen Sie die Problematik im Angriff, wo eigentlich nur Artur Wichniarek trifft?

Eilhoff: Natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn mal ein Anderer treffen würde. Aber im Endeffekt ist es mir egal, wer die Tore schießt. Wir wissen alle, was wir an Artur haben und sind froh, dass er bis jetzt so erfolgreich war.

Sport1.de: Wichniarek hat sich vehement über die Leistung des Schiedsrichters in München beschwert. Wie ist Ihre Meinung?

Eilhoff: Ich denke, jeder hat gesehen, dass der Elfmeter keiner war. Ribery hat es clever gemacht. Das zeigt, wie abgezockt die Bayern sind. Bei der Roten Karte glaube ich, dass Robert Tesche hart und energisch reingegangen ist, aber auch den Ball gespielt hat. Das muss der Schiedsrichter selber beurteilen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel