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Die Mainzer feierten in Leverkusen den vierten Auswärtssieg der Saison © getty

Mit dem Sieg bei Bayer kehrt Mainz an die Spitze zurück - und Joker-König Thomas Tuchel kommt nicht mehr trocken in die Kabine.

Leverkusen - Aus dem Fanblock schallte es "Spitzenreiter, Spitzenreiter" und für Erfolgstrainer Thomas Tuchel gab es nach dem nächsten Coup erst einmal eine Wasserdusche von Lewis Holtby.

Denn beim 1:0-Erfolg bei Bayer Leverkusen stellte der 37-Jährige mit seinen Einwechslungen einmal mehr die Weichen auf Sieg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die 70. Minute im Top-Spiel in der BayArena: Andre Schürrle stößt in den Sechzehner vor, legt quer zu Andreas Ivanschitz, der das Tor des Tages markiert 302768(DIASHOW: Der 9. Spieltag).

Beide sind zu diesem Zeitpunkt kaum mehr als 120 Sekunden auf dem Platz.

Bayer lässt Mainzer laufen

"Entweder gut eingewechselt oder von Anfang an schlecht aufgestellt", kommentierte Tuchel, der mit der ersten Hälfte "nicht zufrieden" war, sein glückliches Händchen.

Und das nicht ganz zu Unrecht. Immerhin hatte seine Mannschaft zu Spielbeginn massive Probleme mit dem Pressing der Werkself und lief meist nur hinterher.

Symptomatisch die Szene in der 18. Minute, als Holtby eine Spielunterbrechung nutzte, um sich seines Unterhemds zu entledigen. Die Hausherren brachten die Mainzer ganz schön ins Schwitzen!

FSV schlägt eiskalt zu

"Wir waren in den ersten 30 Minuten die spielstärkere Mannschaft. Wir haben gut kombiniert, waren ballsicher und haben Druck erzeugt. Wir hatten zwar nicht die klaren Torchancen, haben aber trotzdem für Gefahr gesorgt", sagte Bayer-Coach Jupp Heynckes.

Nach der Pause schwand bei seiner Elf dann allerdings "die Konzentration" - und das wusste der FSV eiskalt zu nutzen.

Am Ende hat daher "die Manschaft gewonnen, die im entscheidenden Moment das Tor erzielt hat", so Heynckes weiter.

Mainz meldet sich zurück

Auch sein Schlussmann Rene Adler, der beim Gegentor machtlos war, musste anerkennen, dass "die cleverere Mannschaft gewonnen hat".

In der Tat: Nach der 0:1-Pleite in der Vorwoche gegen den Hamburger SV haben sich die 05er eindrucksvoll zurückgemeldet.

Nicht mit dem ganz großen Glanz, dafür aber mit umso mehr Siegeswillen. "Willen und Leidenschaft" haben den Ausschlag gegeben, meinte Tuchel.

05er stehen "zu Recht da oben"

Die Rückkehr der "Bruchweg-Boys" an die Tabellenspitze brachte auch seinen Vorgesetzten zum Schwärmen.

"Unsere Mannschaft spielt einen tollen Fußball und steht zu Recht da oben", frohlockte Klubchef Harald Strutz.

Zumal die Festwochen für den FSV weitergehen: Schon am nächsten Wochenende wartet mit dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund das nächste Highlight.

Nun kommt der BVB

Schließlich kommt mit den Schwarz-Gelben nicht nur Ex-Trainer Jürgen Klopp zurück an den Bruchweg, sondern auch der direkte Verfolger. "Das wird eine besondere Begegnung", blickte Schürrle voraus.

Bei der ersatzgeschwächten Werkself, die erst am Donnerstag in der Europa League im Einsatz war, sehen die Prioritäten dagegen anders aus - das Augenmerk liegt jetzt erstmal auf dem DFB-Pokal.

"Man muss sagen, dass wir personelle Engpässe haben. Aber die Mannschaft hat kämpferisch alles gegebnen. Wir haben Ambitionen im DFB-Pokal und hoffen, dass wir uns bis Mittwoch gegen Gladbach wieder regenerieren", hakte Heynckes die Niederlage.

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