vergrößernverkleinern
Thomas Tuchel erwartet nun mit Mainz den BVB zum Spitzenspiel © getty

Nach der Rückkehr auf Platz 1 freut sich Mainz aufs Spitzenspiel. "Jetzt kommt der Zirkus wieder in die Stadt", sagt Coach Tuchel.

Leverkusen/Mainz - Thomas Tuchel war sich sehr schnell im Klaren über die Folgen.

"Jetzt kommt der Zirkus wieder in die Stadt", sagte der Mainzer Erfolgscoach nach der Rückkehr an die Bundesliga-Tabellenspitze. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Und Präsident Harald Strutz prophezeite mit Blick auf das Topspiel gegen Verfolger Borussia Dortmund und Ex-Coach Jürgen Klopp am kommenden Sonntag den "Hype im Quadrat".

Den bevorstehenden Rummel hatten sich die Mainzer selbst eingebrockt. Mit dem 1:0 bei Bayer Leverkusen war die Sensationself zurück an die Spitze gestürmt. 302768(DIASHOW: Der 9. Spieltag)

Absturz? "Darüber mussten wir lachen"

Alle Experten, die dem FSV nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV einen Absturz vorhergesagt hatten, wurden eines Besseren belehrt.

"Darüber mussten wir lachen. Warum soll eine Mannschaft, die sieben Spiele gewonnen hat, nach der ersten Niederlage aufhören, Fußball zu spielen?", fragte Manager Christian Heidel.

So nahmen die Mainzer den achten Dreier im neunten Spiel unaufgeregt zur Kenntnis, als ob es das Normalste der Welt sei, nacheinander bei den Top-Teams VfL Wolfsburg (4:3), Werder Bremen (2:0), Bayern München (2:1) und nun Leverkusen zu gewinnen.

Tuchel stolz

"Ich weiß, wie hart wir dafür gearbeitet haben. Es macht mich aber stolz, dass wir nach der Niederlage gegen den HSV so zurückgekommen sind", sagte Tuchel und richtete den Blick auf das Duell gegen den BVB:

"Dass wir am zehnten Spieltag Teil des Spitzenspiels sind, ist schon etwas Besonderes."

Eine besondere Qualität ist auch das goldene Händchen, dass der jüngste Trainer der Liga derzeit an den Tag legt.

Matchwinner ordnen sich unter

So erzielte Andreas Ivanschitz das Tor des Tages (70.), nachdem er zwei Minuten zuvor gemeinsam mit seinem Vorlagengeber Andre Schürrle vom 37 Jahre alten Coach ins Spiel gebracht worden war.

"Natürlich will ich spielen, aber am Ende zählt nur der Mannschaftserfolg. Dem ordne ich mich unter", sagte Schürrle, der in der kommenden Saison für acht Millionen Euro nach Leverkusen wechselt.

"Der Trainer hat immer richtig gelegen"

Und auch Ivanschitz hatte Verständnis für seine Jokerrolle: "Der Trainer hat in den letzten Wochen bei Aufstellungen und Einwechslungen immer richtig gelegen."

Wohl wahr, der Treffer von Ivanschitz war bereits der siebte eines Mainzer Einwechselspielers in dieser Saison.

"Jeder Trainer, der einen Schürrle auf der Bank sitzen hat, ist verpflichtet, ihn auch einzuwechseln. Das war keine besondere Leistung von mir", sagte Tuchel ganz bescheiden.

Erst Aachen, dann Dortmund

Heidel sieht in der Joker-Qualität ein Indiz, wie ausgeglichen die Mannschaft besetzt ist.

Jeder Spieler sei ersetzbar, und so werde es auch im DFB-Pokal gegen Alemannia Aachen wieder die ein oder andere Überraschung in der Aufstellung geben.

Tuchel kommt das Spiel auf dem Tivoli gut zupass: "Da muss ich erst ab Mittwochabend über das Dortmund-Spiel reden."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel