vergrößernverkleinern
Frank Schaefer sprang für den entlassenen Zvonimir Soldo als Interimstrainer ein © imago

Während Kölns Interimscoach wohl eine Woche länger um seinen Job kämpfen darf, rückt FC-Boss Overath offenbar vom Manager ab.

Von Martin Volkmar

München/Köln - Frank Schaefer darf sich weiter Hoffnungen auf einen dauerhaften Job als Chefcoach des 1. FC Köln machen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Nach Informationen des "kicker" soll der 47-Jährige den Bundesliga-Tabellenletzten nach dem Spiel am Samstag gegen den Hamburger SV auch eine Woche später beim 1. FC Nürnberg betreuen.

Erst danach will der Vorstand um Präsident Wolfgang Overath entscheiden, ob Schaefer wieder zur U 23 zurückkehrt und ein renommierter Trainer verpflichtet wird.

Kandidaten Toppmöller, Meyer, Sammer

Zuletzt hatte der FC bereits Gespräche mit Klaus Toppmöller geführt, auch Hans Meyer und Matthias Sammer werden als Kandidaten gehandelt.

Schaefer selber interessiert diese Diskussion "gar nicht. Ich mache meine Arbeit so gut wie möglich", sagte er dem "Express".

"Bisher hatte ich nur 1860 im Kopf, jetzt muss ich mich mal über den HSV informieren. Wir müssen den Schwung aus dem Pokalsieg mit in die Partie nehmen."

Führung bleibt Schaefer gegenüber skeptisch

Dem gebürtigen Kölner helfen nur Punkte weiter, denn die Vereinsführung steht ihm trotz seiner erfolgreichen Arbeit im Jugendbereich bislang skeptisch gegenüber,

Dagegen hatte der höchst umstrittene Manager Meier, unter dessen Ägide die Schulden seit Ende 2005 auf rund 22 Millionen Euro gestiegen sind, bisher die Rückendeckung des Vorstands.

Nach den massiven Fan-Protesten gegen Meier beim Spiel gegen 1860 sind aber erste Absatzbewegungen erkennbar (304297DIASHOW: Die 2. Runde).

"Meier wird versuchen, das durchzustehen"

"Er wird versuchen, das durchzustehen. Wie er sich entscheidet, wird man sehen", sagte Overath zweideutig.

Meier aber bekräftigte erneut, dass er seinen bis 2014 laufenden Vertrag erfüllen will. "Ich bin noch nie weggelaufen. Auch, wenn wir sportlich unter brutalem Druck stehen", erklärte er der "Bild".

"Wie es in mir aussieht, muss ich nur mit meinem Arbeitgeber und meiner Familie ausmachen. Das ist nun mal die undankbare Seite in meinem Beruf."

Ex-Sportchef Linßen attackiert Meier und Overath

Derweil fuhr einer seiner Vorgänger schweres Geschütz auf. "Die Frage ist: Ist der FC zu Recht 18.? Dann muss Michael Meier gehen", sagte Ex-Sportdirektor Hannes Linßen.

"Weil er in letzter Konsequenz dafür verantwortlich ist, wer da auf dem Rasen herumläuft."

Noch massiver attackierte der einstige Profi, der von 1998 bis 2002 in der FC-Führung, allerdings Vereinsidol Overath:

"Seitdem Wolfgang Overath Präsident ist, spielt der FC den schlechtesten Fußball der Vereinsgeschichte."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel