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Huub Stevens schaffte 2005 mit Köln den Aufstieg in die Bundesliga © imago

Der Red Bull-Coach soll "heißer Kandidat" auf den Trainerposten beim FC sein. Bei SPORT1 nimmt er zu den Gerüchten Stellung.

Von Martin Hoffmann

München - Er hat Lukas Podolski auf seiner Seite. Dazu viele andere Spieler und Fans, dazu hat er den erfolgreichen Start mit dem 3:0 im Pokal gegen 1860 München.

Trotzdem toben weiter die Spekulationen, was passiert, wenn Frank Schaefer sich beim 1. FC Köln nicht als Dauerlösung für den Trainerjob empfehlen kann.

Wie die "Bild" berichtet, soll sich der FC für diesen Fall intern auf zwei Favoriten für die Nachfolge von Zvonimir Soldo festgelegt haben: Den pensionierten Feuerwehrmann Hans Meyer - und Huub Stevens. Der Trainer von Red Bull Salzburg sei "jetzt heißer Kandidat" 303696(DIASHOW: Kölns Trainerkandidaten).

"Finde ich nicht fair"

Davon will Stevens allerdings nichts wissen.

In seiner Kolumne auf SPORT1 hatte Stevens mit Blick auf das Thema bereits auf seinen laufenden Vertrag hingewiesen.

Seine Reaktion auf die neuen Spekulationen: "Ich finde es nicht fair, jetzt andere Namen ins Spiel zu bringen. Frank Schaefer ist nun angestellt, da muss man ihm auch die Chance geben."

Kein Kontakt

Stevens, der die Kölner schon 2004/05 trainierte, bekräftigt: "Ich habe einen Vertrag in Salzburg und es hat sich niemand bei mir gemeldet."

Auch wenn er angezweifelt hatte, dass Schaefer die beste Lösung für die Kölner sei, sagt der Niederländer nun: "Frank Schaefer soll jetzt seine Chance bekommen."

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Ob er denn aber ausschließen könne, letztlich doch in Köln zu landen? Stevens lacht und erklärt: "Die Frage stellt sich nicht."

"Es gibt kein Ultimatum"

Ähnlich äußerte sich auch Michael Meier. Der Manager betonte, dass es in der Personalie Schäfer keinen neuen Stand gebe.

"Es gibt keine Ultimaten, keine Fristen. Er ist mit allen Kompetenzen eines Cheftrainers ausgestattet. Ich habe es damals schon bei Christoph Daum erlebt, er hat sich auch gegen namhafte Konkurrenz duchgesetzt", meinte Meier.

Meier sucht Dialog

Nach der heftigen Kritik der eigenen Fans ist der 60-Jährige bemüht, die Wogen zu glätten.

"Ich habe die Botschaft verstanden, aufgenommen und verarbeitet. Es geht jetzt um Punkte und nicht darum, dass mit einer Person abgerechnet wird. Ich werde nun den Dialog suchen, um mich dem zu stellen. Ich bin kein Mensch, der feige wegläuft. Ich habe hier nichts verbrochen", sagte der 60-Jährige.

Meier wird für die sportliche Misere mitverantwortlich gemacht. Beim 3:0 Kölns im Pokal gegen 1860 München hatten die Zuschauer mehrfach "Meier raus" skandiert und dessen Ablösung auf Plakaten gefordert.

Gespräch mit den Fanklubs

Der Manager will nun in der kommenden Woche mit den Verantwortlichen der Fanklubs das Gespräch suchen.

"Ich habe mit mir vereinbart, dass ich mich der Verantwortung stelle. Profifußball ist ein knallhartes Geschäft. Man muss die Courage haben zu sagen: Da knicke ich nicht ein. Das verlangen wir von Fußballern und Trainern ja auch", sagte der Betriebswirt, den die öffentliche Kritik sichtlich mitgenommen hat.

Meier wirkte betroffen und angeschlagen: "Wenn mir der Dialog verweigert wird, dann habe ich zumindest alles gegeben."

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