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Kölns Pezzoni (l.) im Duell mit Hamburgs Choupo-Moting: Im Februar trennten sich die Teams 3:3 © getty

Für den Hamburger Co-Trainer Oenning ist ein Sieg in Köln nach der Pokalschlappe Pflicht. Doch die "Geißböcke" haben Rückenwind.

Von Christian Stüwe

München - Die Stimmungslage könnte kaum gegensätzlicher sein:

Während der 1. FC Köln mit Interimscoach Frank Schaefer nach dem 3:0-Pokalerfolg gegen 1860 München neue Hoffnung schöpft, hat der Hamburger SV (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) die 2:5-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt noch nicht verdaut.

"Mit dem Sieg gegen 1860 haben wir uns das Recht erarbeitet, mit einem guten Gefühl ins Spiel gegen den HSV gehen zu können", erklärte Schaefer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zwar seien die Hamburger eine "Spitzenmannschaft", aber mit "Selbstbewusstsein und Leidenschaft" könne der FC auch gegen den HSV punkten.

Schaefer will begeistern

Schaefer, der seit 1982 im Verein ist und von den Kölnern Fans sehr positiv angenommen wurde, will bei Spielern und Fans wieder für Begeisterung sorgen.

Und Schaefer hofft auf eine "Wechselwirkung" zwischen den Anhängern und der Mannschaft: "Mit einer positiven Unterstützung springt der Funke auf das Team über, und dann können wir die Punkten holen, die wir in unserer Situation so dringend brauchen."

Beim HSV hingegen ist die Stimmung alles andere als gut.

"Wir haben viele Fehler im Defensivverhalten gemacht. Das war zu wenig und zu schlecht", ärgerte sich Co-Trainer Michael Oenning, der am Donnersag den noch immer grippekranken Armin Veh vertrat.(SERVICE: Der SPORT1-Tabellenrechner)

HSV ohne Ze Roberto und Jansen

Während Veh am Samstag aber wohl wieder fit ist, werden Marcell Jansen (Zehenbruch) und Ze Roberto (Magen-Darm-Grippe) in Köln fehlen.

Auch Torwart Frank Rost, Ruud van Nistelrooy, Collin Benjamin, Dennis Aogo, Dennis Diekmeier, Eljero Elia und Romeo Castelen können in Köln nicht auflaufen.

Insgesamt sind zehn Spieler angeschlagen oder verletzt, was für Oenning aber keine Ausrede ist.

"Wir fahren zum Tabellenletzten und müssen da die drei Punkte mitnehmen", erklärte er. "Das ist auch eine Frage des Anspruchs."

[kaltura id="0_gjgkyifq" class="full_size" title="Gladbach will die Wende"]

SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagsspielen.

Kaiserslautern - Gladbach

Nach dem 3:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld wollen die Pfälzer mit einem Sieg im Kellerduell auch in der Bundesliga zurück auf Erfolgskurs.

Fehlen wird Verteidiger Jan Simunek wegen eines Adduktorenteilabrisses am linken Oberschenkel. Bei der Borussia hat Trainer Michael Frontzeck trotz des Erfolgserlebnisses im Pokal hart durchgegriffen und Raul Bobadilla aus dem Kader geworfen. (SERVICE: Der SPORT1-Tabellenrechner)

Der Argentinier hatte bei seiner Auswechslung Igor de Camargo den Handschlag verweigert.

Werder Bremen - 1. FC Nürnberg

Nach dem Pokal-Aus bei Bayern München will Werder zumindest in der Bundesliga seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Gegen Nürnberg müssen die seit vier Punktspielen ungeschlagenen Hanseaten aber auf Abwehrspieler Clemens Fritz (muskuläre Probleme) verzichten.

Auch Nationalkeeper Tim Wiese (Knieverletzung) steht Trainer Thomas Schaaf noch nicht wieder zur Verfügung. Der Club bangt noch um das Mitwirken von Per Nilsson (Adduktoren- und Leistenprobleme), für ihn stünde Dominic Maroh bereit.

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart hat Verletzungssorgen in der Innenverteidigung, gesucht wird ein Partner des ebenfalls angeschlagenen Serdar Tasci. Auch der Einsatz von Zdravko Kuzmanovic war zuletzt ungewiss.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Liga gegen Bayer Leverkusen und den 1. FC Nürnberg bemängelte Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß die Einstellung der Spieler. Unter der Woche schienen sich die Wölfe dies zu Herzen genommen zu haben und bezwangen im DFB-Pokal Victora Hamburg 3:1.

Zuletzt in der Liga siegreich war der VfL am 26. September beim 2:1 gegen Freiburg

FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt

St. Pauli will gegen Frankfurt den zweiten Heimsieg einfahren, muss neben den Langzeitverletzten aber auch den angeschlagenen Charles Takyi ersetzen. Die Eintracht muss auf Offensivspieler Alexander Meier (Muskelfaserriss) und Verteidiger Chris (Rückenprobleme) verzichten.

Ansonsten setzt Skibbe auf die Elf, die im DFB-Pokal 5:2 gegen den Hamburger SV gewann.

1. FC Köln - Hamburger SV (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Beim 1. FC Köln wird am Samstag wahrscheinlich Adil Chihi erstmals in dieser Saison wieder in der Startformation stehen und damit den zuletzt schwachen Mato Jajalo ersetzen.

Chihi hatte beim spektakulären 3:3 gegen den HSV Anfang Februar dieses Jahres mit einem Distanzschuss zwei Minuten vor dem Ende noch den Ausgleich erzielt.

Schalke - Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr)

Felix Magath muss im Spiel seines Klubs Schalke 04 gegen Bayer Leverkusen aller Voraussicht nach auf Jermaine Jones verzichten, der sich im Pokal eine Bänder-Verletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen hatte.

Aber auch Kollege Jupp Heynckes plagen personelle Sorgen, neben den länger verletzten Leistungsträgern wie Michael Ballack fällt nun auch Innenverteidiger Sami Hyypiä (Außenbandriss) länger aus.

Bayer musste in den vergangenen zwölf Spielen auf Schalke nur eine Niederlage hinnehmen.

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