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Ilkay Gündogan (r.) erzielte gegen Werder seine Saisontreffer zwei und drei © getty

Der Club fügt Bremen nach dem Pokal-Aus die nächste bittere Pleite zu. Dabei läuft erst alles nach Plan. Gündogan trifft doppelt.

Bremen - Werder Bremens Aufholjagd in der Bundesliga ist vorerst gestoppt.

Nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen verloren die Hanseaten gegen den 1. FC Nürnberg vor eigenem Publikum mit 2:3 (1:1).

Für die Gäste hingegen war dieser verdiente Dreier nach zwei Auswärtsniederlagen hintereinander ein willkommenes Erfolgserlebnis.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Nach dem frühen Führungstor waren wir nicht mehr giftig und bissig genug. In der zweiten Halbzeit haben wir es dem Gegner einfach zu leicht gemacht. Da haben wir uns zu viele Nachlässigkeiten geleistet. Daran müssen wir arbeiten", analysierte Werder-Coach Thomas Schaaf nach dem Spiel.

Hecking: "So ist eben Fußball"

Sein Gegenüber Dieter Hecking sah den eigenen Sieg etwas glücklich: "Eine halbe Stunde lang sah es nicht nach einem Sieg für uns aus. Dann haben wir endlich den Faden gefunden. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wollten wir eigentlich nur ohne weiteres Gegentor bleiben, haben aber selbst das zweite Tor gemacht - so ist eben Fußball."

Torjäger Hugo Almeida war per Kopfball nach Flanke von Nationalspieler Marko Marin bereits in der fünften Minute freistehend aus sechs Metern Entfernung für die Norddeutschen zum 1:0 erfolgreich.

Es war bereits das sechste Saisontor des Portugiesen, der sich von 35.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion ausgiebig feiern ließ.

Club gleicht mit Pausenpfiff aus

Die offensive Ausrichtung gegen Ende der ersten Halbzeit zahlte sich für die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking Sekunden vor dem Pausenpfiff aus.

Die Bremer Deckung schien bereits beim Pausentee zu sein, als Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan eine Hereingabe von Julian Schieber aus kurzer Distanz über die Linie schoss.

Innenverteidiger Sebastian Prödl hatte dabei den entscheidenden Zweikampf verloren. 305514(DIASHOW: Der 10. Spieltag)

Ekici und Gündogan legen nach

Für die Vor-Entscheidung sorgte Mehmet Ekici in der 47. Minute.

Die Leihgabe vom deutschen Rekordmeister Bayern München, die sich kürzlich für eine Karriere in der türkischen Nationalmannschaft entschieden hat und für den DFB nicht mehr zur Verfügung stehen will, war mit einem verdeckten Nachschuss erfolgreich.

Verantwortlich für die Enscheidung war Gündogan (73.) nach großer Konfusion in der Deckung der Grün-Weißen. Claudio Pizzaro konnte in der Nachspielzeit (90+2) nur noch verkürzen.

Arnautovic erneut als Chancentod

Einen durchaus möglichen achten Heimsieg gegen die "Clubberer" in Folge vergaben die Schützlinge von Coach Thomas Schaaf in den ersten 45 Minuten.

In der 13. Minute stand Gäste-Torhüter Raphael Schäfer gleich zweimal binnen Sekunden im Brennpunkt, wehrte dabei Flachschüsse von Marin und Hugo Almeida ab.

Glück hatte Nürnbergs Keeper in der 22. und 23. Minute, als der Österreicher Marko Arnautovic es gleich zweimal versäumte, in aussichtsreicher Position die Führung der Norddeutschen auszubauen.

Nürnberg lässt weitere Gelegenheiten aus

In dieser Phase ließen die Nürnberger noch jede Durchschlagskraft vermissen und kamen erst in der 27. Minute zur ersten nennenswerten Einschussmöglichkeit. Gündogan verzog aus 20 Metern knapp.

Die Führung kurz nach Wiederbeginn jedoch machte die Nürnberger mutiger, der Bremer Offensivdruck ließ folgerichtig nach.

Schieber und Mike Frantz vergaben in der Folgezeit weitere gute Möglichkeiten für die Gäste, ehe es Ekici und Gündogan besser machten.

Marin anfangs quirlig

Drei Tage vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den niederländischen Meister Twente Enschede verdienten sich bei den Bremern Torschütze Almeida sowie der zumindest in der ersten Halbzeit quirlige Marin die Bestnoten.

Stärkste Akteure bei den Nürnbergern waren die Torschützen Gündogan und Ekici.

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