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"Wenn Christoph Daum nicht so bescheuert gewesen wäre, eine Haarprobe zu geben, hätte ich das Spiel nie gewinnen können. Stellen sie sich mal vor, er hätte diese Probe nicht gemacht. Ich weiß nicht was mit mir passiert wäre", blickte Hoeneß später nachdenklich auf die Angelegenheit zurück
Uli Hoeneß ist seit November 2009 Präsident des FC Bayern München © getty

Der Bayern-Präsident wäre bereit, für den Verbleib des Nationalspielers tief in die Tasche zu greifen. Mainz macht ihm keine Angst.

München - Präsident Uli Hoeneß glaubt an einen Verbleib von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger bei Bayern München.

"Bastian weiß schon, was er hier hat?, sagte Hoeneß zu "LIGA total!": "Er ist ja nicht gerade ein Sozialfall."

Offenbar wäre der 58-Jährige auch bereit, für Schweinsteiger noch tiefer in die Tasche zu greifen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Und wenn unsere Leute dann noch entsprechend Geld benötigen vom Aufsichtsrat, werden sie es schon kriegen", erklärte Hoeneß: "Wir werden da nicht kleinlich sein, weil wir genau wissen, wie wichtig er für uns ist."

Schweinsteigers Vertrag läuft 2012 aus, nur bei einem Verkauf zum Saisonende könnten die Bayern also noch eine Ablöse kassieren.

"Keine Flausen mehr im Kopf"

Doch Hoeneß ist von der Entwicklung des Nationalspielers derart begeistert, dass diese Möglichkeit für ihn nicht in Frage kommt.

"Er ist ein sehr nachdenklicher junger Mann geworden, der alle Flausen aus dem Kopf hat: Der nicht mehr morgens darüber nachdenkt, mit welcher Frisur er abends in welche Disko geht", sagte Hoeneß:

"Jetzt denkt er drüber nach, wie er die Leute hier am Samstag begeistern kann."

Keine Chance für Real

Der spanische Rekordmeister Real Madrid, der angeblich an Schweinsteiger interessiert ist, kann sich laut Hoeneß das Buhlen um den 26-Jährigen jedoch sparen.

"Das haben die Real-Leute schon bei Franck Ribery versucht und haben sich eine blutige Nase geholt. Die müssen langsam lernen in Europa, dass sie es mit dem FC Bayern zu tun haben - und da ist es nicht so einfach", sagte Hoeneß.

Das Selbstbewusstsein der Bayern ist unverändert groß ? trotz des Rückstandes auf die Tabellenspitze.

Hoeneß lässt sich von der aktuellen Situation nicht beunruhigen.

Keine Angst vor Mainz

"Wenn jetzt der HSV mit zwölf Punkten Vorsprung vorne stünde, da würde ich sagen, ok. Aber bei aller Liebe: Mainz ist eine super-sympathische Mannschaft, aber ich habe keine Angst vor denen."

Allerdings räumte der Bayern-Präsident auch ein, dass die Bayern nun dringend die Aufholjagd starten müssen.

"Mit diesem Kader, der im Moment nicht komplett ist, wird das bis Weihnachten sehr, sehr schwer werden", sagte Hoeneß: "Wenn wir nicht auf fünf, sechs Punkte bis Weihnachten rankommen, werden wir das wohl nicht schaffen."

Ribery vor Comeback

Immerhin steht Ribery nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk kurz vor dem Comeback.

"Meinem Fuß geht es gut. Ich trainiere jeden Tag hart, laufe viel. Und es kribbelt, wenn ich irgendwo einen Ball liegen sehe. Das Vertrauen in meinen Körper ist nach wie vor da. Ich hoffe, dass dies meine letzte Verletzung für diese Saison war", teilte Ribery mit.

Eventuell wird der Franzose schon am Samstag im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach wieder im Kader stehen.

"Dann gibt es Feuer"

Bei Arjen Robben ist das Comeback noch in weiter Ferne. Nach wie vor fordern die Bayern eine Entschädigung vom niederländischen Fußballverband KNVB.

Auch hier scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen.

"Solange dieses des Verhandelns da ist, werde ich mich noch etwas zurückhalten", kündigte Hoeneß an: "Aber eines ist klar: Wenn es keine Lösung gibt, dann gibt es Feuer."

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