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Vorsah (r.) hatte Abdellaoue eigentlich zu jeder Zeit des Spiels im Griff © getty

Der Isländer trifft für die Kraichgauer gegen Hannover doppelt und legt ein Tor vor. Knackpunkt der Partie ist eine Rote Karte.

Sinsheim - Der Isländer Gylfi Sigurdsson hat 1899 Hoffenheim zum ersten Verfolger der Spitzenteams Borussia Dortmund und FSV Mainz 05 gemacht.

Die Kraichgauer setzten sich am 10. Spieltag dank der beiden Treffer sowie einer Vorarbeit des 21-Jährigen souverän mit 4:0 (1:0) gegen Hannover 96 durch und kletterten auf den dritten Tabellenplatz 305514(DIASHOW: Der 10. Spieltag).

Sigurdsson traf zunächst selbst (45.+1, 48.) und bereitete dann den Treffer von Demba Ba (51.) vor. Das vierte Tor der Hoffenheimer erzielte Peniel Mlapa (71.).

Hannover hatte sich früh selbst geschwächt, da Manuel Schmiedebach in der 18. Minute die Gelb-Rote Karte sah (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Slomka: Rote Karte war der Knackpunkt

"Wir haben uns vor der Pause das Leben selbst schwer gemacht, weil wir im Passspiel zu ungenau waren. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann aber besser gespielt und alles klar gemacht", sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick, der schon an das kommende Wochenende dachte: "Da wollen wir aus Hamburg was mitnehmen."

Mirko Slomka sah den Knackpunkt der Partie in der roten Karte für Schmiedebach: "Zu elft hätten wir ein spannenderes Spiel gesehen. Ich denke, dass meine Mannschaft gut drauf war. Aber nachdem wir ab der 20. Minute in Unterzahl gegen eine starke Hoffenheimer Mannschaft spielen mussten, waren wir chancenlos."

Intensiver Beginn

Die 28.450 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen in den ersten Minuten ein intensives Spiel, das von hohem Tempo und aggressiv geführten Zweikämpfen geprägt wurde.

Ein Übergewicht konnte sich zunächst kein Team erarbeiten. Die Defensivreihen hatten das Geschehen weitgehend im Griff, gute Torchancen waren Mangelware.

Rot für Schmiedebach

Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die Hoffenheimer, die ohne Sejad Salihovic, Innenverteidiger Josip Simunic sowie Boris Vukcevic auskommen mussten und bei denen Torjäger Vedad Ibisevic nach seinem Platzverweis unter der Woche im DFB-Pokal nur auf der Ersatzbank saß, die erste Möglichkeit herausspielen.

Ba scheiterte nach gutem Zuspiel von Tobias Weis an Hannovers Torwart Florian Fromlowitz.

Nach knapp 20 Minuten schwächten sich die Gäste, bei denen Emanuel Pogatetz (Muskelfaserriss), Leon Andreasen und Carlitos (beide Aufbautraining) fehlten, selbst.

Der bereits verwarnte Mittelfeldspieler Schmiedebach wurde nach einem Ellbogeneinsatz gegen seinen Gegenspieler Sebastian Rudy von Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) vom Feld geschickt.

Sigurdsson erzielt die Führung

Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick, der auf seinen Ex-Klub und seinen ehemaligen Assistenten Mirko Slomka traf, konnte die Überzahl zunächst aber nicht nutzen. Hannover verteidigte auch mit zehn Mann geschickt, Hoffenheim machte im Aufbauspiel zu viele Fehler.

Erst nach rund einer halben Stunde nahm der Druck der Gastgeber zu. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte machte sich die numerische Überlegenheit dann bezahlt. Ein Schuss von Sigurdsson wurde von Christian Schulz unhaltbar für Fromlowitz abgefälscht.

Allerdings war dem Tor ein Handspiel von Ba vorausgegangen.

Ba per Kopf

Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte Sigurdsson für die Vorentscheidung. Nach einem Foul von Schulz an Chinedu Obasi verwandelte der Offensivspieler den fälligen Strafstoß.

Es war bereits der vierte Saisontreffer des Neuzugangs aus der zweiten englischen Liga.

Drei Minuten später landete ein Freistoß Sigurdssons auf dem Kopf von Ba, der Fromlowitz aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Für den Senegalesen Ba war es das sechste Saisontor.

Mlapa trifft zum Endstand

Im Anschluss bestimmten die Gastgeber mühelos das Geschehen und Mlapa erzielte seinen zweiten Treffer in der laufenden Spielzeit.

Beste Spieler auf Seiten der Hoffenheimer waren Sigurdsson und Ba. Bei Hannover konnten vor allem Innenverteidiger Karim Haggui und Konstantin Rausch überzeugen.

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