Huub Stevens glaubt in seiner SPORT1-Kolumne an den Schalker Umschwung, nimmt den Coach der Königsblauen aber in die Pflicht.

Hallo Fußball-Freunde,

es ist natürlich ärgerlich für Schalke, zu Hause zu verlieren. Gegen Leverkusen hatte das Team auch Pech, Huntelaar trifft Pfosten und Latte.

Aber Schalke wird von Platz 17 weg kommen, auch wenn man am Ende vielleicht nicht im internationalen Geschäft dabei sein wird.

Momentan steckt die Mannschaft im Abstiegskampf. Die Spieler müssen das verstehen und realisieren, dass sie jetzt noch etwas mehr geben müssen.

Sie haben nach dem 0:1 viel zu ängstlich gespielt. Raul musste sich selbst die Bälle holen, das ist nicht seine Qualität. Seine Qualität besteht im Sturm zu spielen. Wenn er nach hinten gehen muss, hilft er der Mannschaft auch nicht.

Die "Knappen" leiden auch darunter, dass sie nun unter der Dreifachbelastung aus Champions League, Pokal und Meisterschaft stehen. Das gab es in der Vorsaison nicht, auch deshalb wurden sie Zweiter.

Felix Magath sitzt aber trotz der schwierigen Situation fest im Sattel. Das ist auch sehr wichtig, denn so gibt man den Spielern kein Alibi. Sie müssen die Leistung abrufen, selbst wenn ihnen das im Moment nicht immer gelingt.

Allerdings finde ich es schwierig, wenn wie bei Schalke der Posten von Trainer und Geschäftsführer von einer Person ausgeführt wird. Aber Felix kann das. Ich kann das nicht, fühle mich nunmal als Trainer wohl.

Er muss jetzt zeigen, was er drauf hat.

An der Spitze stehen nach dem Sieg über Mainz die Dortmunder. Sie haben das Potenzial für ganz oben. Ich bin gespannt, wie sie nun reagieren, wenn sie sich bewusst werden, dass sie Meister werden können.

Der BVB ist aber auf jeden Fall ein Kandidat für die Schale.

Mainz spielt bisher eine tolle Saison, deshalb erwarte ich auch nach der Pleite gegen Dortmund keinen Einbruch. Die Punkte, die sie bisher geholt haben, nimmt ihnen keiner mehr ab.

Unterdessen wird der FC Bayern stärker, die große Wende erwarte ich aber erst, wenn alle Spieler fit sind. Allerdings müssen auch die Rückkehrer dann erstmal ihre Leistung bringen.

Trainer Louis van Gaal muss das managen. Die Rückkehrer werden Zeit brauchen. Doch wenn Bayern komplett ist, spielen sie um die Meisterschaft.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagt, man hat zu lange gewartet, die Spieler aus der zweiten Reihe des FCB stark zu machen. Das ist natürlich wahr.

Doch wie ich van Gaal einschätze, hat er das auf seine Art und Weise schon getan. Aber wenn ein Spieler fünf, sechs Partien draußen ist, gibst du ihm das Vertrauen eben nicht.

Das ist für jeden Trainer ein schmaler Grat

Bis bald,Euer Huub Stevens

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