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"Jürgen hat viel auf den Kopf gestellt, jetzt müssen aber auch die Ergebnisse stimmen. Sonst nützen die Veränderungen nichts." (Präsident Franz Beckenbauer kurz vor dem Saisonstart)
Franz Beckenbauer ist seit 1994 Präsident des FC Bayern München © getty

Der "Kaiser" denkt nicht, dass die Verbindung Bayern - Podolski noch von Dauer ist. Toni will seine Karriere beim FCB beenden.

Florenz - "Podolski und Bayern, das war's", oder "Scheidung auf Raten" - so lauten noch die netteren Kommentar-Schlagzeilen der Journaille zu Lukas Podolskis Situation beim Rekordmeister.

Dass die Ehe Podolski-Bayern vor einem Scherbenhaufen steht, hat selbst Franz Beckenbauer jetzt erkannt.

"Ich hoffe, es geht noch länger gut, obwohl es nicht so aussieht", sagte der Bayern-Präsident bei Premiere.

Man hört: Der "Kaiser" wünscht "Prinz Poldi" weiterhin das Beste bei seinem Verein.

Aber er weiß: "Das ist schon ein herber Rückschlag für ihn, wenn Luca Toni verletzt ist und er dann trotzdem nicht spielt. Das ist eine Herabstufung von Lukas Podolski." Es gehöre "schon sehr viel Humor dazu, das zu verstehen".

Podolski müsse jedoch damit fertig werden: "Ich hoffe, dass er bleibt. Er hat Potenzial und ist talentiert genug, sich bei Bayern durchzusetzen. Aber er muss es beweisen."

Toni will Karriere beim FCB beenden

Trotzdem: Mittelfristig stehen die Zeichen auf Trennung bei Podolski und den Bayern. Ganz anders sieht es bei Podolskis Sturmkollegen Luca Toni aus: Der will seine Karriere nun doch in München beenden.

"Je länger ich hier lebe, desto wohler fühle ich mich, das ist der Grund", sagte der Italiener der Tageszeitung "Die Welt":

"Aber das kann ich nicht allein entscheiden. Da hat auch der Verein ein Mitspracherecht", erklärte der Weltmeister werden: "Es kann ja auch sein, dass ich in einem Jahr weggeschickt werde."

Der 31 Jahre alte Toni besitzt bei den Bayern einen Vertrag bis 2011 und hatte bisher immer erklärt, zum Ausklang seiner Laufbahn noch einmal in seiner Heimat Italien spielen zu wollen.

Hoffen auf Einsatz auf Schalke

Derzeit sucht der Angreifer auch verletzungsbedingt (Rippenprellung) noch seine Top-Form aus der Vorsaison, in der er 39 Tore in 46 Pflichtspielen erzielte.

Am Dienstag trainierte der Angreifer erstmals wieder im Freien und machte auf der Vereinshomepage Mut: "Ich werde alles versuchen, dass ich am Sonntag auf Schalke auflaufen kann."

Ze Roberto setzt neuen Schwerpunkt

Der zuletzt überragende Brasilianer Ze Roberto will Bayern München dagegen nach Ablauf seines Kontraktes zum Saionende am 30. Juni 2009 verlassen.

"Mein Thema ist die Familie, sie ist jetzt vor der Karriere die Nummer eins", erklärte der 34-Jährige in der "Süddeutschen Zeitung": "Meine Frau möchte es vielleicht auch eher so. Und ich bin nicht so oft der Chef im Hause", erklärte der 34-Jährige in der "Süddeutschen Zeitung".

Eine endgültige Entscheidung werde jedoch erst im Februar oder März fallen.

Umworben vom FC Dallas

Bayern hat bereits angekündigt, dem Stammspieler ein neues Vertragsangebot unterbreiten zu wollen. Ze Roberto wird unter anderem vom FC Dallas umworben.

"Das mit Amerika ist sehr gut möglich", erklärte der Mittelfeldspieler: "Das mit Dallas ist schon interessant, meine Kinder könnten dort auf die internationale Schule gehen. "

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