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Stefan Reisinger hat in seinen bislang 31 Bundesligaspielen insgesamt fünf Tore erzielt © getty

Stefan Reisinger möchte seinen Lauf auch gegen das Überraschungsteam der Liga fortsetzen. Mainz hat Respekt vorm Angstgegner.

Von Eric Böhm und Mathias Frohnapfel

München - Stefan Reisinger hat in seiner Karriere schon einige Höhen und Tiefen erlebt.

Unter Rudi Bommer war er einst Shootingstar in Burghausen, bei 1860 München wurde er belächelt und in Fürth ging es wieder bergauf.

In Freiburg ist der Ur-Bayer meist als Einwechselspieler gefragt und ist dank seiner zwei Joker-Tore momentan doch in aller Munde. (DATENCENTER: Bundesliga)

Gegen das Überraschungsteam aus Mainz (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) will Reisinger nachlegen.

Reisinger hat einen Lauf

Nach seinem Siegtreffer gegen Kaiserslautern erzielte Reisinger auch gegen den FC Bayern ein Tor, konnte die 2:4-Niederlage aber nicht verhindern.

"Nach meinem Anschlusstreffer hatte ich natürlich noch Hoffnung, aber die Bayern haben verdient gewonnen", sagt er rückblickend im Gespräch mit SPORT1.

Das Bayern-Spiel ist abgehakt. Gegen Mainz wollen die Breisgauer wieder punkten, denn es folgen Spiele bei Hoffenheim und gegen Dortmund. Beim SC sind sie sich bewusst, dass bei diesem Programm ein Negativlauf im Bereich des Möglichen liegt.

"Die Liga ist sehr eng. Da dürfen wir uns nicht ausruhen, denn es kann auch schnell in die andere Richtung gehen", erklärt Reisinger

Stürmer will mehr spielen

Die Jokerrolle scheint dem Stürmer gut zu bekommen, dauerhaft möchte er sich damit aber dennoch nicht anfreunden.

"Ich bin ein Typ, der schnell in ein Spiel reinkommt und dem Team helfen kann. Trotzdem möchte ich natürlich öfter von Beginn an spielen", stellt er nur leise Ansprüche.

Den Aufstieg der Mainzer sieht er dagegen durchweg positiv: "Mich freut es, dass ein Underdog vorne mitmischt. Ich wünsche ihnen, dass sie oben bleiben, denn es ist auch mal schön, wenn nicht immer die Bayern oben stehen."

Rosenthal wieder fit

Sein Trainer Robin Dutt kann gegen das Überraschungsteam der Liga zwar auf Jan Rosenthal bauen, der nach seinem Jochbeinbruch wieder genesen ist, dennoch bleibt die Personalsituation angespannt. (Die voraussichtlichen Aufstellungen)

Der Trainer versprüht trotzdem Optimismus.

"Wir spielen gegen den Tabellenzweiten. Doch egal wie der heißt, wir haben ein Heimspiel und das wollen wir gewinnen", gibt Dutt die Marschrichtung vor.

FSV beneidet Freiburg

Bei all dem Hype um das eigene Team, blicken sie in Mainz vor dem Aufeinandertreffen durchaus neidisch nach Baden.

"Niemand nimmt so richtig Notiz davon, dass sie dort eine außergewöhnliche Runde spielen. Deswegen kann Robin Dutt in Ruhe arbeiten", sagt Trainer Thomas Tuchel.

Auch der FSV musste nach dem 0:2 im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund eine bittere Niederlage verdauen und will in die Erfolgsspur zurück.

Tuchel hat Qual der Wahl

Im Gegensatz zu Dutt kann der Mainzer Trainer dabei personell aus den Vollen schöpfen. "Es ist außergewöhnlich, dass man 24 Feldspieler im Training hat", ist der Coach selbst etwas verwundert.

So wird Lewis Holtby, der zuletzt etwas ausgelaugt wirkte, wohl pausieren und bekommt dennoch Rückendeckung von Tuchel: "Man kann eine Saison aber auch nicht auf einem konstant hohen Niveau durchspielen."

Vor allem der Top-Torjäger der Liga macht Mainz Kopfschmerzen. "Cisse zeichnet sich durch hohe Laufbereitschaft und große Schnelligkeit aus", sagt Tuchel.

SC ist der Angstgegner

Mit einem Dreier in Freiburg wollen die Bruchweg-Boys eine neue Serie starten.

Der SC ist aber so etwas wie der Angstgegner für die Mainzer, denn von bisher 16 Duellen konnten sie lediglich zwei für sich entscheiden, bei sieben Niederlagen.

Stefan Reisinger und seine Teamkollgen hätten nichts dagegen, wenn es am Samstag so weitergehen würde.

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