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Arjen Robben auf dem Trainingsplatz: Das Bild gab es lange nicht mehr © SPORT1

Der Flügelflitzer schuftet hart für sein Comeback. SPORT1 ist dabei, als sich der Bayern-Star erstmals wieder laufend bewegt.

Vom FC Bayern berichten Daniel Rathjen und Christian Ortlepp

München - Das Bild gab es lange nicht. Sehr lange nicht.

In den vergangenen Monaten bekam Arjen Robben an der Säbener Straße, wo sich das Vereinsgelände des FC Bayern befindet, kaum jemand zu Gesicht.

Im Kraftraum konnte der schwer am Oberschenkel verletzte Niederländer meist nur Übungen für den Rumpf machen.

Sehnsüchtig schaute er beizeiten auf den Trainingsplatz, wo seine Kollegen gegen den Ball traten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am Freitag, während sich der Kader von Trainer Louis van Gaal in Düsseldorf auf das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER), vorbereitete, betrat der Flügelflitzer in München - erstmals seit dem WM-Finale vor 107 Tagen - wieder Rasen.

SPORT1 war exklusiv dabei.

Um 10.54 Uhr kommt der 26-Jährige, begleitet von Reha- und Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi, aus der Kabine und bekreuzigt sich.

Er startet eine große Laufrunde in gemäßigtem Tempo, anschließend geht er eine Runde, ehe er erneut zu einer Laufrunde ansetzt.

Ein großer Moment

Für den Pechvogel, der in seiner Karriere schon so häufig verletzt ausfiel, muss allein diese lockere Einheit ein großer Moment gewesen sein 158088(Diashow: Die Leiden des Glasmannes).

Sein Ehrgeiz bei kurzen "Tippel-Sprints" im Stand ist ihm bereits wieder anzusehen. Streng achtet er darauf, sich zwischendurch immer wieder zu dehnen.

Zum Abschluss läuft er noch eine Runde und dreht um 11.18 Uhr mit Wilhelmi wieder in die Mannschaftskabine ab.

Es geht aufwärts mit Robben - ein Comeback des Mittelfeldspielers wird es voraussichtlich aber erst 2011 geben.

[kaltura id="0_fdhvj7qt" class="full_size" title="Zerbrechliche Idylle"]

"Arjen ist bei seinem Reha-Programm sehr fleißig, arbeitet prima, macht alles mit, lässt sich gut führen. Das Ziel ist es, dass er im Winter-Trainingslager in Doha voll mit der Mannschaft trainieren kann", hatte Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zuletzt durchblicken lassen.

Es geht aufwärts

Vor dem Training am Freitag hatte er noch eine Kernspintomographie angeordnet, um genau zu sehen, inwieweit der Muskelriss verheilt ist.

Mit einem Muskelfaserriss hatte Robben bei der Weltmeisterschaft für die niederländische Nationalmannschaft bis zum Finale gespielt und sich dabei den Muskelriss zugezogen.

Im Streit mit dem niederländischen Verband KNVB drängt der FC Bayern indes auf eine baldige Lösung.

Vorsichtiger Optimismus

"Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir uns außergerichtlich einigen können", kündigte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge an: "Wir haben in nicht allzu ferner Zukunft einen neuen Termin verabredet, um die Sache zu besprechen."

Der KNVB habe mittlerweile zumindest erkannt, "dass sie eine Verantwortung für die Verletzung tragen".

Seit dem Einschalten des KNVB-Präsidenten Michael van Praag in den Konflikt habe sich die Atmosphäre zudem deutlich verbessert.

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