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Jürgen Klopp sitzt seit Sommer 2008 beim BVB auf der Bank © getty

Dortmund kann sich nach den Patzern der Konkurrenz an der Spitze absetzen. Stuttgart und Bremen treffen sich zum Krisenduell.

München - Noch am Donnerstag schlichen die Spieler von Borussia Dortmund nach dem 0:0 in der Europa League in Paris mit hängenden Köpfen vom Platz.

Schon am Samstagnachmittag dürfte sich die Laune beim BVB deutlich aufgehellt haben.

Denn nachdem der FSV Mainz 05 beim SC Freiburg die dritte Saisonniederlage kassierte und der FC Bayern in Mönchengladbach nur 3:3 spielte, können sich die Westfalen an der Tabellenspitze Luft verschaffen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Beim Spiel in Hannover (So, ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) kann die Mannschaft von Jürgen Klopp ihren Vorsprung auf die Mainzer auf vier Punkte ausbauen. Auf die als großer Titelfavorit gestarteten Bayern wären es bei einem Sieg sogar schon zwölf Zähler.

Gedenken an Robert Enke

Und gerade auswärts ist die Borussia ja eine Macht. Alle bisherigen fünf Auswärtspartien gewann der BVB in dieser Saison.

Allerdings wird die Partie in Hannover sicher kein Spiel wie jedes andere sein. Der Auftritt steht ganz im Zeichen des Todestages von Nationaltorhüter Robert Enke, der sich am 10. November 2009 das Leben genommen hatte.

BVB hadert mit Chancenverwertung

Die größte Sorge von Dortmund-Coach Klopp war zuletzt allerdings die mangelnde Chancenverwertung seines Teams.

Das soll in der Partie bei den Niedersachsen anders werden. "Wir spielen gut, haben aber speziell in den letzten drei Spielen so viele Chancen nicht genutzt", sagte Verteidiger Mats Hummels.

Hannover selbstbewusst

Die Gastgeber wollen nach der bitteren 0:4-Klatsche bei 1899 Hoffenheim wieder in die Spur finden. Immerhin, Dortmund konnte nur eines der letzten acht Spiele gegen die 96er gewinnen.

"Wir stehen diese Saison kompakt und sind schwer zu schlagen. Für die eigenen Mitspieler da zu sein, das ist die Basis unseres Spiels", sagt Hannovers Kapitän Steven Cherundolo deshalb auch selbstbewusst.

Stuttgart muss punkten

Derweil will "Kellerkind" VfB Stuttgart nach dem Sturmlauf durch die Gruppenphase der Europa League auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur finden.

"Es könnte ein Vorteil für uns sein, dass wir mit einem Sieg in dieses Spiel gehen und Werder am Dienstag verloren hat", sagte Stürmer Martin Harnik, der seine Treffsicherheit auch gegen seinen Ex-Klub Bremen (So, ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) unter Beweis stellen will.

[kaltura id="0_npk1gmdo" class="full_size" title="Werder vor st rmischen Zeiten"]

Mit nur sieben Punkten aus zehn Bundesligaspielen stehen die Schwaben aber mächtig unter Druck.

Personalsorgen in Stuttgart

Zudem hat Trainer Jens Keller mit Personalsorgen zu kämpfen. Besonders in der Innenverteidigung läuten die Alarmglocken.

Zu den angeschlagenen Delpierre, Georg Niedermeier und Khalid Boulahrouz gesellte sich am Donnerstag auch Serdar Tasci, der mit Verdacht auf Muskelfaserriss länger auszufallen droht.

Dabei war gerade Nationalspieler zuletzt in guter Form.

Ärger um Arnautovic

Auch die Hanseaten haben Abwehrsorgen - trotz der Rückkehr von Keeper Tim Wiese.

Zu kämpfen hat Coach Thomas Schaaf neben der unbefriedigenden Situation in der Bundesliga sowie dem so gut wie sicheren Aus in der Champions League auch mit "enfant terrible" Marko Arnautovic.

Nach seiner Auswechslung beim 0:2 gegen Twente Enschede verweigerte der Österreicher erst seinem Kollegen Sandro Wagner den Handschlag.

Dann fluchte der Halb-Serbe in der Landessprache seines Vaters und muss nun mit einer saftigen Geldstrafe rechnen.

Völler fordert "100 Prozent" Steigerung

Nur ein Sieg zählt für Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Kaiserslautern (So, ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER). Denn die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes gewann nur zwei der letzten acht Bundesliga-Heimspiele in der heimischen BayArena.

Da kommt der Aufsteiger gerade recht. Denn die letzten sieben Duelle mit den Pfälzern vor heimischer Kulisse wurden allesamt gewonnen.

Dennoch warnte Sportchef Rudi Völler nach dem glücklichen Europa-League-Sieg gegen Aris Saloniki vor Übermut. "Wir müssen uns am Sonntag nicht um 20, 30 oder 50 Prozent steigern, sondern um 100 Prozent, sonst verlieren wir gegen Kaiserslautern."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Hannover 96 - Borussia Dortmund

Hannover: Fromlowitz - Cherundolo, Haggui, Eggimann, Djakpa - Stindel, Pinto - Beasley (Stoppelkamp), Rausch - Ya Konan, Abdellaoue

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek (Großkreutz), Subotic, Hummels, Schmelzer - Sven Bender, Sahin - Götze, Kagawa, Großkreutz (Blaszczykowski) - Barrios

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern

Leverkusen: Adler - Schwaab, Friedrich, Reinartz, Kadlec - Vidal, Bender - Rolfes, Barnetta - Helmes, Derdiyok

Kaiserslautern: Sippel - Kirch (Dick), Amedick, Abel, Bugera - Bilek - Tiffert, de Wit (Ilicevic) - Moravek - Micanski, Lakic

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

VfB Stuttgart - Werder Bremen

Stuttgart: Ulreich - Funk, Niedermeier, Delpierre, Molinaro - Träsch, Kuzmanovic - Camoranesi, Cacau, Boka - Marica

Bremen: Wiese - Balogun, Mertesacker, Prödl, Silvestre - Frings - Marin, Wesley - Hunt - Pizarro, Almeida

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)

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