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Mainz mit Schürrle (l.) und Szalai bleibt mit 24 Punkten auf Rang zwei © getty

Die Rheinhessen bleiben trotz der dritten Pflichtspiel-Pleite in Folge ruhig. Heidel spricht von "klagen auf hohem Niveau".

Freiburg - Beim Abschied aus Freiburg hatte Christian Heidel noch einen Lacher auf seiner Seite.

"Wir müssen weg - zur Krisensitzung...", sagte der Manager des FSV Mainz 05 nach dem 0:1 (0:0) beim SC Freiburg mit deutlich erkennbarer Ironie. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ernsthaft wollen sich die Verantwortlichen der abgestürzten Himmelsstürmer trotz der dritten Pflichtspiel-Pleite in Folge mit dem Begriff "Krise" nicht beschäftigen.308592(DIASHOW: Der 11. Spieltag)

"Wir rufen keine Krise aus. Wer erwartet hat, dass wir 34 Spiele gewinnen, der kennt sich in Mainz nicht gut aus. Wenn man auf dem 15. Tabellenplatz steht, dann ist das ein Problem. Aber wir klagen ja auf hohem Niveau", erklärte Heidel.

Der Manager wies mit Nachdruck darauf hin, dass der FSV trotz der ersten Auswärtspleite nach zuvor vier Siegen weiter auf dem zweiten Tabellenplatz steht.

Strutz: "Ärmel hochkrempeln"

Auch FSV-Präsident Harald Strutz wollte trotz des derzeitigen Tiefs die bisherige Arbeit von Trainer Thomas Tuchel und den Profis nicht in Frage stellen.

"Ich fange jetzt nicht mit der Depression an. Das Wichtigste ist, dass wir nicht anfangen dürfen, an uns zu zweifeln. Das muss sich die Mannschaft bewusst machen", sagte der Klubchef.

Strutz erwartet von seinem Team im kommenden Spiel gegen Hannover 96 die Rückkehr in die Erfolgsspur.

"Wir wussten, dass so ein Phase kommt. Nun gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und die Kräfte zu bündeln", meinte Strutz:

"Dann könnte es mit der schlechten Phase mal wieder vorbei sein. Nun ist wieder der Erfolg gefragt. Das Potenzial in der Mannschaft ist nämlich da."

Bungert verursacht Elfmeter

Das Potenzial der Mainzer, die zuletzt das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund verloren haben und auch im DFB-Pokal beim Zweitligisten Alemannia Aachen gescheitert waren, war in Freiburg allerdings nicht zu erkennen.

Vor 22.400 Zuschauern konnten sich die Rheinhessen im gesamten Spiel keine echte Torchance erarbeiten.

Zu allem Überfluss verursachte Niko Bungert noch einen Foulelfmeter am Freiburger Kapitän Oliver Barth.

Freiburgs Top-Torjäger Papiss Cisse ließ sich die Chance nicht nehmen und entschied mit seinem neunten Saisontor das Spiel (64.).

Keine Ausreden von Heidel

Nach der Partie suchte Heidel keine Ausreden. "Wir haben nicht unverdient verloren", erklärte der Funktionär und betrieb Ursachenforschung: "Was mir fehlt ist das freche, wilde, aggressive Auftreten. Dahin müssen wir wieder zurückfinden."

Die derzeitige Schwächephase der Jungstars Lewis Holtby und Andre Schürrle kommt für Heidel aber nicht überraschend.

"Das ist doch völlig normal, dass Holtby und die anderen nicht 34-mal die Note eins bekommen. Klar hat Holtby in den ersten Spielen besser gespielt als jetzt. Aber diese Schwankungen sind bei den jungen Spielern doch normal", sagte Heidel.

Der Manager rechnet aber dennoch mit einem Aufwärtstrend in den kommenden Wochen: "Wir werden in der Hinrunde noch punkten - das haben wir uns fest vorgenommen."

Tuchel kritisiert den Schiedsrichter

Davon geht auch Tuchel aus. "Wir werden unseren Weg weitergehen", sagte der Coach, der sich über die Strafstoß-Entscheidung von Schiedsrichter Wolfgang Stark aufregte:

"Von diesen Szenen gab es auf beiden Seiten fünf Stück. Mal gibt es Elfmeter, mal nicht."

Dass die Mainzer tatsächlich auf hohem Niveau jammern, zeigt die Situation bei den Freiburgern.

Dutt lobt sein Team auf eigenwillige Weise

Die Breisgauer haben zwar sechs Punkte weniger auf dem Konto als der vergleichbare Klub aus Mainz, sind damit aber hochzufrieden.

Trainer Robin Dutt gab als Zeichen der Anerkennung für das Team nur ein Statement bei der Pressekonferenz ab und verweigerte weitere Interviews: "Damit will ich zeigen, dass der Sieg der Mannschaft gehört."

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