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Mats Hummels (r.) hat in dieser Saison erst 21 Bundesliga-Minuten verpasst © imago

Die Konkurrenz hat für die Schwarz-Gelben gespielt, nun muss der Spitzenreiter die Steilvorlage bei Hannover 96 nur verwerten.

Von Stefan Missy

München - Borussia Dortmund hat den "Big Point" selbst in der Hand.

Nach der Niederlage von Verfolger 1. FSV Mainz 05 am Samstag kann der Spitzenreiter seine Tabellenführung im Spiel bei Hannover 96 (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) auf komfortable vier Punkte ausbauen.

Der FC Bayern hätte nach seinem Remis sogar schon zwölf Zähler Rückstand. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Voraussetzung dafür wäre für die Westfalen natürlich, dass man den Auswärts-Startrekord auf sechs "Dreier" in Serie ausbaut.

Hummels bleibt auf dem Boden

Dass die "jungen Wilden" von Trainer Jürgen Klopp in dieser Saison auf fremden Plätzen mit derart breiter Brust aufspielen und schon fünf Mal als Sieger vom Platz gingen, ist jedoch selbst für Mats Hummels "definitiv eine Besonderheit".

"Das ist nicht alltäglich, aber das wird sich im Laufe der Saison sicher auch ändern. Es ist ein super Grundstein, aber noch keine Garantie für die nächsten Wochen", meinte der Verteidiger im Gespräch mit SPORT1.

Die Lobeshymnen vieler Experten, die den sechsfachen Meister mittlerweile einen ernsthaften Titelkandidaten sehen, weiß der 21-Jährigen dennoch realistisch einzuordnen.

"Sieg ist die Zielsetzung"

"Das ist auch eine richtig schöne Sache, wenn man unsere Leistung so würdigt. Es hat keinen Einfluss auf die nächsten Spiele, aber dass zeigt, dass wir bisher umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben", so Hummels weiter.

Für die Partie bei den Niedersachsen, die sich nach bisher 16 Punkten aus zehn Spielen weiter in der oberen Tabellenhälfte festsetzen wollen, sei "ein Sieg natürlich die Zielsetzung".

Auch die Hausherren versuchen sich ausschließlich auf das Sportliche zu konzentrieren. An den bevorstehenden Todestag von Robert Enke am Mittwoch sollen daher weder Trauerflor noch Gedenkminute erinnern.

"Trauer ist eine persönliche Sache, mit der jeder selber umgehen muss. Das werde ich auch tun. Unser Spiel gegen Dortmund hat damit nichts zu tun", stellte Kapitän Steven Cherundolo klar.

Die Fakten zum Topspiel des Sonntags:

Bilanz:

38 Mal standen sich die Schwarz-Gelben und die Roten in der Bundesliga gegenüber. Tore waren dabei immer garantiert, ein 0:0 gab es noch nie!

Allerdings spricht die Statistik klar für den BVB, der 16 dieser Duelle gewann (13 Remis, neun Niederlagen, 81:59 Tore).

Für die Gäste spricht außerdem nicht nur der momentan beste Angriff (23 Treffer), sondern auch die bislang beste Abwehr (sieben Gegentore).

Bei den 96ern ruhen die Hoffnungen auf dem Sturmduo Didier Ya Konan/Mohamed Abdellaoue: Wenn einer der beiden erfolgreich war, hat Hannover danach nicht mehr verloren (fünf Siege, ein Remis).

Personalsituation:

Bei der Borussia sind die verletzten Patrick Owomoyela (Reizung des Achillessehnengewebes) und Sebastian Kehl (Sehnenanriss) sowie Tomas Hajnal, Florian Kringe und Mohamed Zidan (alle Trainingsrückstand) weiterhin außer Gefecht.

Lukas Pisczek plagt sich mit einer Verhärtung im Oberschenkel, sein Einsatz entscheidet sich erst kurzfristig.

Die Niedersachsen müssen dagegen auf die langzeitverletzten Leon Andreasen und Carlitos sowie auf Emanuel Pogatetz (Muskelfaserriss) und den gesperrten Manuel Schmiedebach verzichten.

Christian Schulz laboriert nach wie vor an einer Zehenprellung, sollte der Abwehrchef nach dem Aufwärmen kein grünes Licht geben, könnte der wiedergenesene Mario Eggimann einspringen.

Aufstellungen:

Hannover: Fromlowitz - Cherundolo, Haggui, Schulz (Eggimann), Djakpa - Stindl, Pinto - Beasley (Stoppelkamp), Rausch - Ya Konan, Abdellaoue

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek (Großkreutz), Subotic, Hummels, Schmelzer ? S. Bender, Sahin - Götze, Kagawa, Großkreutz (Blaszczykowski) - Barrios

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

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