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Thomas Tuchel hat mit den Mainzer A-Junioren 2009 die Meisterschaft gewonnen © getty

Thomas Tuchel spricht im Doppelpass über die Mainzer Negativserie. Außerdem erläutert er die Bedeutung des Wortes "Matchplan".

München - Mit sieben Siegen in Folge hat der FSV Mainz 05 den Bundesliga-Startrekord egalisiert, doch seither läuft es nicht mehr bei den Rheinhessen.

Das 0:1 in Freiburg war die dritte Niederlage in den vergangenen vier Ligapartien.

Dabei blieb das Team von Thomas Tuchel dreimal ohne eigenen Treffer. 308592(DIASHOW: Der 11. Spieltag)

Doch der Coach weiß die aktuelle Tabellensituation einzuschätzen.

"Wir haben nie unser Selbstwertgefühl daran festgemacht, auf welchem Platz wir stehen", sagte der 37-Jährige am Sonntag im SPORT1-Doppelpass.

Außerdem erläutert Tuchel die Bedeutung des Worts "Matchplan" in seiner täglichen Arbeit und bewertet den entscheidenden Elfmeter im Gastspiel in Freiburg.

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Thomas Tuchel im Doppelpass über...

die veränderte Spielweise der Mainzer Gegner:

"Der Wert gegen uns zu gewinnen, ist gestiegen. Die Bereitschaft gegen uns aggressiv zu verteidigen und uns ernst zu nehmen ist auch gestiegen.

Es muss sich aber niemand Sorgen machen oder zu sicher fühlen, wir werden auch dafür Lösungen finden und weiterhin unser Niveau hochhalten.

Deswegen bin ich mir auch ziemlich sicher, dass dann auch Ergebnisse den Leistungen folgen werden."

die Mainzer Negativserie in den letzten drei Spielen:

"Man hatte in Freiburg schon das Gefühl, dass uns zum ersten Mal in dieser Saison die Handlungsschnelligkeit und das Durchsetzungsvermögen gefehlt hat.

Deswegen mussten wir eine unglückliche Niederlage hinnehmen, die aber aus meiner Sicht weniger mit den Spielen davor gegen Dortmund und Hamburg zu tun hat.

Wir hatten das Gefühl, dass wir ein paar Zehntelsekunden länger überlegen mussten und nicht so sehr im Tun und Handeln waren wie uns das bisher ausgezeichnet hat."

die Leistungen seiner Mannschaft in dieser Saison:

"Wir haben unsere Leistung nie über den Tabellenstand definiert. Wir wissen aber natürlich, welche Leistung wir erbracht haben, vor allem zum Bundesligastart.

Wir haben nach wie vor 24 Punkte, ein dickes Polster, dass wir uns hart erarbeitet haben. Das ist der Lohn, der jetzt an der Tabelle abzulesen ist.

Wir haben aber nie unser Selbstwertgefühl und die Art und Weise, wie wir arbeiten, daran festgemacht, auf welchem Platz wir stehen."

die internen Ansprüche bei Mainz 05:

"Wir hatten bis jetzt extrem namhafte Gegner in der Saison und haben das außergewöhnlich gut gelöst. Jetzt sind wir selbst in bisschen Schuld, dass die Ansprüche an uns, auch intern, immer weiter wachsen.

Man muss jetzt differenzieren. Nur weil wir auf die Tabelle schauen und deswegen in der Favoritenrolle sind, bestreiten wir trotzdem jedes Spiel beim Anpfiff auf Augenhöhe."

den entscheidenden Elfmeter im Spiel gegen Freiburg:

"Unter dem Strich kann man diesen Strafstoß pfeifen, vor allem, wenn man nur die letzte Situation sieht, in der Niko Bungert das Trikot in der Hand hat. Das war ungeschickt verteidigt.

Es ist aber schade, weil es allein in den letzten Minuten eine Unverhältnismäßigkeit in den Kopfballduellen gegen unsere Stürmer gab. Da blieb die Pfeife dann stumm."

das von ihm geprägte Wort "Matchplan":

"Ich habe das Wort selbst nur drei Mal in meinem ganzen Leben bei einer meiner ersten Pressekonferenzen benutzt und es wurde dann mit mir in Verbindung gebracht.

Ich fand "Matchplan" eine gute Bezeichnung, um der Mannschaft klar zu machen, um was es bei der Strategie geht. Jetzt wird dieses Wort ständig mit mir in Verbindung gebracht.

Ich glaube aber, dass jeder Trainer grundsätzlich seiner Mannschaft eine Handschrift, einen Plan, eine Strategie oder eine Spielvorbereitung mit an die Hand gibt."

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