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Sidney Sam (r.) erzielte in acht Spielen für Leverkusen bisher vier Tore © getty

Sidney Sam ist nach seinem Doppelpack gegen Lautern der gefeierte Matchwinner. Nicht nur Adler lobt ihn für sein Traumtor.

Leverkusen - Selbst die ehemaligen Kollegen zollten Sidney Sam Anerkennung.

Nach der 1:3 (1:1)-Niederlage des 1. FC Kaiserslautern bei Bayer Leverkusen konnte sich der ehemalige Lauterer Sam vor Glückwünschen zu einer ganz starken Leistung kaum retten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vor allem nach seinem Traumtor zum 3:1 in der 84. Minute erhoben sich die Leverkusener Zuschauer von den Plätzen, nachdem Sam in der 38. Minute bereits den Ausgleich für die Gastgeber erzielt hatte.

"Das erste Tor muss ich machen, das zweite war ein Traumtor. So ein Tor schießt man nicht jede Woche, da hat alles gepasst. Es tut mir aber Leid für Tobi Sippel", sagte der Doppeltorschütze. 308592(DIASHOW: Der 11. Spieltag)

Sam bleibt in aller Munde

Der Dribbler ist nach seinen Saisontreffern drei und vier weiter in aller Munde, nachdem er bereits eine Woche zuvor beim 1:0 auf Schalke zum Matchwinner avanciert war.

Im FCK-Trikot lief er nach dem Abpfiff zu seinen früheren Mitspielern, wollte sich offenbar für seine Treffer gegen den Aufsteiger entschuldigen.

Den Gang in die Lauterer Kurve ersparte er sich aber, nachdem die FCK-Anhänger zu einem Pfeifkonzert angesetzt hatten.

Adler ist beeindruckt

"Das war eine kompakte Mannschaftsleistung mit einem herausragenden Sidney Sam. Der Junge ist aus der Zweiten Liga gekommen und hat sich tadellos integriert. Er hätte heute auch aus der Kabine getroffen", sagte Leverkusens Nationaltorwart Rene Adler.

Sam war maßgeblich daran beteiligt, dass Bayer seinen Bundesliga-Heimkomplex ablegen konnte und nach einer perfekten Woche den Sprung auf einen Champions-League-Platz schafft.

"Muss mich weiter verbessern"

"Ich muss mit dem Lob vorsichtig sein. Wir haben auch nächste Woche noch ein Spiel, da erwarte ich wieder so eine Leistung", sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes ganz nach dem Motto "Abheben verboten".

Worte, die Sam offenbar schon verinnerlicht hat: "Es läuft sehr gut für mich. Ich bin auf einem guten Weg, aber ich muss mich weiter verbessern."

Augusto fädelt ein

Neben Sam, der für 2,2 Millionen Euro vom Hamburger SV, der noch die Transferrechte hielt, an den Rhein geholt wurde, überzeugte vor allem Rückkehrer Renato Augusto.

Der Brasilianer stand erstmals nach zweimonatiger Verletzungspause wieder zur Verfügung und setzte die schnellen Sam und Barnetta immer wieder gekonnt in Szene.

Die Zuschauer verabschiedeten ihn folglich auch mit Standing Ovations bei seiner Auswechslung in der 90. Minute.

"Solche Spieler wie Renato Augusto oder Sam haben die individuelle Klasse, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken", lobte Heynckes.

Heynckes zufrieden

Die Elf von Heynckes rückte nach dem dritten Pflichtspiel-Erfolg in neun Tagen auf den dritten Tabellenplatz vor.

Der 65-Jährige war mit der Vorstellung seines Teams drei Tage nach der schwachen Vorstellung beim 1:0-Sieg gegen Aris Saloniki in der Europa League hochzufrieden.

"Von der Tabellenkonstellation her war es wichtig dieses Spiel zu gewinnen. Das haben wir in überzeugender Weise gemacht. Wir haben über weite Strecken sehr gut Fußball gespielt, Druck erzeugt und viele Torchancen erarbeitet", sagte Heynckes.

Lautern bleibt im Keller

Der FCK befindet sich dagegen nach der fünften Auswärts-Niederlage in Folge weiter im Tabellenkeller.

Folglich konnte Trainer Marco Kurz dem Auftritt seiner Mannschaft keine positiven Erkenntnisse abgewinnen. "Wir haben nicht gut gespielt und haben hochverdient verloren", fasste Kurz das Spiel treffend zusammen.

Sippel verhindert Debakel

Der einzige Lauterer mit Normalform war Torhüter Sippel, der eine weitaus höhere Niederlage abwendete.

Die eigene Leistung war aber nur ein schwacher Trost für den 22-Jährigen.

"Wir sind 1:0 in Führung gegangen, dann musst du mal clever sein und das Spiel nach Hause holen und nicht am Ende wie der dumme Depp dastehen", zeigte sich Sippel enttäuscht.

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