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Roque Santa Cruz ist bei Manchester City in dieser Saison nur zweite Wahl © getty

Wolfsburg ist angeblich am Ex-Bayern-Star interessiert. Im aktuellen Kader fliegen die Fetzen, der Trainer glaubt aber an die Wende.

Von Matthias Becker

München/Wolfsburg - Mit den bereits anwesenden Stars gibt es beim VfL Wolfsburg Ärger - da bemüht sich der Werksklub angeblich schon um den nächsten prominenten Kicker.

Wie die britische Boulevardzeitung "The Sun" berichtet, sind die "Wölfe" offenbar am Kauf von Roque Santa Cruz interessiert.

Dem Bericht zufolge sollen die Wolfsburger bereit sein, für den früheren Bayern-Profi 3,6 Millionen Euro an Manchester City zu überweisen.

Da die "Citizens" Santa Cruz gerne von ihrer Gehaltsliste streichen wollen, darf dieser wohl schon im Winter wechseln. Und das will der Paraguayer auch. Auch der FC Fulham soll an ihm interessiert sein.

Graues Mittelmaß beim VfL

In welchem Zustand Santa Cruz seinen neuen Klub nach einem möglichen Wechsel im Januar vorfinden würde, ist derzeit mehr als ungewiss.

Denn der Haussegen beim VfL hängt schief, die Stimmung in der VW-Stadt ist nach der Pleite in Frankfurt im Keller.

"Die Einstellung ist nicht so, wie ich mir das wünsche", hatte Martin Winterkorn, Konzernchef von Hauptanteilseigner VW, zuletzt den "Wolfsburger Nachrichten" offenbart.308592(DIASHOW: Der 11. Spieltag)

Nur 13 Punkte und Platz zwölf bedeuten tabellarisches Niemandsland - eine Gegend, die Wolfsburg nach der Meisterschaft 2009 eigentlich nie wieder betreten wollte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Gesichtswischer" von Diego gegen Riether

Kein Wunder, dass die Nerven da auch schon mal blank liegen. In der Halbzeit des Frankfurt-Spiels sollen sich Trainer Steve McClaren und Verteidiger Andrea Barzagli in die Haare bekommen haben.

Im Training knallte es jetzt zwischen Spielmacher Diego und Nationalspieler Sascha Riether.

Zunächst war der Brasilianer nach einer Grätsche von Riether zu Boden gegangen. Kurz danach stieg Diego mit gestrecktem Bein gegen seinen Widersacher ein.

Der Abwehrspieler konnte noch so eben ausweichen. Darauf kam es zu einem heftigen Wortgefecht, bei dem Diego Riether mit der Hand durchs Gesicht wischte.

"Hier war das Feuer drin"

Konsequenzen soll der Ausraster für Diego, der in dieser Saison auf dem Platz schon mehrfach durch Aktionen am Rande des Platzverweises negativ auffiel, nicht haben.

"Das war eine normale Trainingssituation. Zwei Spieler kämpfen um den Ball und sind danach aneinandergeraten. Nicht mehr und nicht weniger", sagte Trainer Steve McClaren.

Riether rief den anwesenden Journalisten zu: "So etwas wollt ihr doch sehen, dass Zug drin ist". Und auch Marcel Schäfer sah die Aktion in der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" eher positiv:

"Hier war das Feuer drin, was uns in Frankfurt teilweise gefehlt hat. Wir haben zwar im Training den Bogen etwas überspannt, aber das muss im Moment mal sein", sagte er.

McClaren hofft auf Trendwende

Denn trotz des ernüchternden Saisonstarts haben die "Wölfe" mit ihrem für viele Millionen verstärkten Kader die eigenen Ziele noch nicht korrigiert.

"Unser selbstgestecktes Saisonziel ist noch nicht verspielt. Wir wollen am Ende unter den besten Fünf der Liga stehen", sagte McClaren und hofft noch auf die Trendwende bei seinem Team:

"Die Vergangenheit lehrt uns, dass man auch in der Rückrunde einiges gutmachen kann. Auch viele andere Mannschaften haben momentan Schwierigkeiten und spielen nicht konstant."

Die Konstanz fehlt

Von Konstanz ist der VfL vor der Partie gegen Meistertrainer Felix Magath und Schalke 04 (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) aber ganz weit entfernt.

Das McClaren-Team kann gute Leistungen noch nicht einmal über komplette 90 Minuten abrufen.

Zwei Mal (3:4 gegen Mainz, 2:3 gegen Leverkusen) verspielte der VfL in dieser Saison vor eigenem Publikum schon eine klare Führung.

"Es bleibt dabei: Jeder einzelne ist gefordert, damit wir Konstanz in unsere Leistungen bringen und in der Tabelle möglichst schnell nach oben klettern", fordert Manager Dieter Hoeneß.

Hoeneß sucht Mittelfeldspieler

Doch nicht nur auf dem Platz wirkt Wolfsburg noch unfertig und unkonstant.

Am Dienstag erklärte Hoeneß der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung", Trainer und Mannschaft seien "immer noch im Kennenlern-Prozess".

Personell bräuchte man zudem "mindestens noch eine Führungspersönlichkeit im Mittelfeld".

Roque Santa Cruz ist: ein Stürmer.

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