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Rafael van der Vaart wechselte 2005 von Ajax Amsterdam an die Elbe © getty

Das wochenlange Hickhack um den HSV-Star ist offenbar been- det. Nach einem Medienbericht erhält er einen langfristigen Vertrag. Hamburg setzt sich mit der Ablöseforderung durch.

München - Der Wechsel von Spielmacher Rafael van der Vaart vom Hamburger SV zu Real Madrid ist offenbar perfekt.

Dies berichtet die "Bild". Demnach sollen sich beide Vereine nach wochenlangem Tauziehen am Montagfrüh um 1.30 Uhr auf einen Wechsel des 25 Jahre alten Niederländers verständigt haben.

Van der Vaart soll demnach einen Fünfjahresvertrag beim Klub des deutschen Trainers Bernd Schuster erhalten.

Der spanische Rekordmeister zahlt eine Ablösesumme von 13 Millionen Euro plus eine Erfolgsbeteiligung von zwei Millionen Euro an den HSV.

Sneijder Verletzung als Knackpunkt

Die Bereitschaft der Madrilenen, ihr ursprüngliches Angebot von sieben Millionen Euro fast zu verdoppeln, dürfte vor allem auf die Verletzung von van der Vaarts Landsmann Wesley Sneijder zurückzuführen sein.

Der niederländische Mittelfeldspieler wurde beim Londoner Emirates Cup im Spiel gegen den FC Arsenal (0:1) nach einer Stunde mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt.

"Wir machen uns große Sorgen wegen der Verletzung. Er hat starke Schmerzen und wir befürchten das Schlimmste", sagte Real-Trainer Bernd Schuster unmittelbar nach der Partie zur Verletzung Sneijders.

Ende der Hängepartie

Mit der nächtlichen Einigung ist das wochenlange Hickhack um van der Vaart wohl endlich beendet.

Am vergangenen Wochenende war es im Rahmen des Emirates Cup, bei dem der HSV auch auf Real getroffen war (1:2), zu einem Eklat gekommen.

"Mental nicht bei der Sache"

Hamburgs Trainer Martin Jol verzichtete im Spiel gegen den spanischen Meister auf seinen Star, weil "er mental nicht hundertprozentig bei der Sache ist", so Jol.

"Das dauert jetzt schon seit drei Wochen. Da habe ich ihm gesagt: Ich brauche dich gegen Real nicht. Der Rummel um ihn ist nicht gut für uns - und auch nicht für Rafael", sagte der 52-Jährige genervt.

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