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Mladen Petric spielt seit 2008 für den Hamburger SV © imago

Bei SPORT1 spricht der HSV-Stürmer Mladen Petric über das Spiel gegen Borussia Dortmund und einen möglichen Wechsel im Winter.

Von Matthias Becker

München - Borussia Dortmund ist der Gejagte.

Seit zehn Ligaspielen (neun Siege) ist die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ungeschlagen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der Hamburger SV will am Freitag (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) als nächstes versuchen, die Überflieger auf den Boden der Tatsachen zu holen.

"Da fangen jetzt einige an zu träumen, das könnte unsere Chance sein", spekuliert der ehemalige BVB-Torjäger Mladen Petric.

Vor vier Wochen stoppte der HSV bereits die Siegesserie des damaligen Spitzenreiters FSV Mainz 05.

Im SPORT1-Interview spricht Petric über das brisante Duell mit seinem Ex-Klub, unangenehmes Bankdrücken und einen Wechsel im Winter.

SPORT1: Herr Petric, beim HSV und auch bei Ihnen persönlich geht es in dieser Saison sportlich auf und ab. War der Sieg nach Rückstand gegen Hoffenheim die endgültige Wende zum Besseren?

Mladen Petric: Fakt ist, dass die zweite Halbzeit gegen Hoffenheim von uns richtig gut war. Besonders wichtig war, dass wir uns für unseren Aufwand belohnt haben. Das war in den Spielen vorher ja nicht der Fall. Dass ich getroffen habe, hat mich gefreut. Ich fühle mich gut und hoffe, dass es so weitergeht. 308592(DIASHOW: Der 11. Spieltag)

SPORT1: Sie saßen zu Saisonbeginn oftmals auf der Bank, haben in den letzten drei Pflichtspielen aber vier Tore gemacht. Ist der Stammplatz damit sicher?

Petric: Wir haben einen sehr guten Kader und sind in der Offensive stark besetzt. Da kann es schon mal passieren, dass man sich auch mal auf der Bank wiederfinden kann. Wenn man zwei Jahre immer gespielt hat und dann eine Zeit nicht mehr so viel, gibt es aber wohl keinen Spieler, der damit glücklich ist. Und ob der Stammplatz sicher ist, müssen Sie wohl eher den Trainer fragen (lacht).

SPORT1: Der war nach ihrem Siegtor gegen Hoffenheim voll des Lobes. Was macht Sie im Moment so stark?

Petric: Ich fühle mich einfach gut auf dem Platz. Zum Glück hat mich gegen Hoffenheim auch mein Knöchel nicht behindert.

SPORT1: Im Sommer gab es viel Wirbel um einen möglichen Wechsel nach Stuttgart. Ist das Thema für Sie mittlerweile abgehakt oder steht ein frühzeitiger Abschied vom HSV noch zur Debatte?

Petric: Ehrlich gesagt nervt mich dieses Thema. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt weiß, woran ich bin. Alles andere ist überhaupt kein Thema für mich.

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SPORT1: Jetzt geht es zu Ihrem Ex-Klub Dortmund. Mit dem Kader aus Ihrer Zeit hat die Mannschaft aber kaum noch etwas zu tun. Wie kann der HSV den Wahnsinnslauf des BVB stoppen?

Petric: Es stimmt, dass sie einen richtigen Lauf haben. Doch wir sind auf jeden Fall in der Lage, dort zu gewinnen. Wir dürfen uns vor allem keine leichten Ballverluste erlauben, denn die Borussia spielt mit ihren flinken Spielern unheimlich schnell nach vorne.

SPORT1: Die Dortmunder Mannschaft ist sehr jung und laufbereit, ihr Team hat mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. Wird es eine Kraftfrage?

Petric: Dass wir Verletzungssorgen haben, stimmt. Dass wir aber trotzdem eine sehr starke Mannschaft auf dem Platz haben, konnte man gegen Hoffenheim sehen. Unabhängig davon ist es klar, dass wir auch läuferisch gegenhalten müssen, damit wir erfolgreich sind.

SPORT1: Ihr Coach sagt auch: "Wenn wir in dieser Saison was erreichen wollen, müssen wir auch beim BVB was holen." Ist der Titel für den HSV in diesem Jahr angesichts der schwächelnden Bayern, Bremer, Stuttgarter und Schalker das Ziel?

Petric: Wir wollen in Dortmund unbedingt was holen, das ist und muss immer unser Anspruch sein. Über Titel brauchen wir aber sicher noch nicht zu sprechen, dafür ist die Saison noch zu lang.

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