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Shinji Kagawa (l.) und Lucas Barrios erzielten die Treffer zum 2:0-Erfolg über Hamburg © getty

Die Dortmunder Erfolgsserie geht weiter. Kagawa und Barrios treffen nach der Pause. Hamburg verliert den Anschluss an die Spitze.

Dortmund - Borussia Dortmund ist in der Bundesliga derzeit das Maß aller Dinge.

Der Tabellenführer setzte seine Erfolgserie fort und blieb beim 2:0 (0:0) gegen den Hamburger SV zum elften Mal in Folge ungeschlagen 311594(DIASHOW: Der 12. Spieltag).

Der Japaner Shinji Kagawa (49.) mit seinem sechsten und Lucas Barrios (70.) mit seinem siebten Saisontor machten den verdienten Erfolg vor 80.720 begeisterten Zuschauern perfekt.

Die Hanseaten erlitten hingegen einen bitteren Rückschlag und drohen den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Es war superschwer auf dem schweren Boden gegen einen Gegner, der sehr defensiv eingestellt war. Nach der Pause funktionierte es deutlich besser", erklärte Jürgen Klopp 310783(Klopps Karriere in Bildern).

Der BVB-Trainer begleitete die Partie gewohnt emotional und legte sich dabei auch mit dem vierten Unparteiischen Stefan Trautmann an.

Klopp hat Ärger mit dem vierten Unparteiischen

In einer Szene standen sich die beiden Auge in Auge gegenüber, so dass Klopp mit dem Ende seiner Kappe den Unparteiischen im Gesicht berührte.

"Ich bin ein Idiot. Da gibt es keine zwei Meinungen. Das war Quatsch. Dafür muss ich mich entschuldigen", sagte Klopp nach der Partie. Aktuell ist unklar, ob die Aktion für ihn Folgen haben wird.

Veh: "Bälle zu leicht verloren"

Indes bemängelte HSV-Coach Armin Veh das Offensivspiel seiner Mannschaft.

"Die Dortmunder machen die ganze Saison schon sehr gute Dinge. Sie sind sehr laufstark, haben gutes Tempo und spielen richtig guten Fußball. Wir haben zu leicht die Bälle verloren und nicht den richtigen Druck auf den Gegner ausgeübt. Insgesamt war das nach vorne zu wenig", sagte Veh.

Watzke schwärmt

"Das war eine überragende Leistung unserer Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir von der ersten Minute an gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Wir genießen jetzt den Augenblick", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

HSV-Kapitän Heiko Westermann war bedient: "Mir fehlen die Worte. Ich weiß auch nicht, was wir gemacht haben, aber auf keinen Fall Fußball gespielt. So eine Leistung ist nicht zu erklären."

Klopp vertraut Hannover-Elf

Von Beginn an übernahmen die Borussen das Kommando auf dem regenschweren Rasen.

BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte jene Anfangsformation aufs Feld geschickt, die am vergangenen Sonntag mit dem 4:0 bei Hannover 96 den sechsten Auswärtssieg seit Saisonbeginn und damit einen Liga-Rekord gefeiert hatte.

Der HSV, dem in den letzten sechs Pflichtspielen nur ein Sieg gelang, musste hingegen erneut auf ein halbes Dutzend Spieler verzichten, unter anderem auf Torhüter Frank Rost, Torjäger Ruud van Nistelrooy, Marcell Jansen und Eljero Elia.

HSV zu statisch

Die Dortmunder attackierten bereits im Mittelfeld und erstickten den Spielaufbau der Hanseaten im Keim.

Im Vergleich zu den Gastgebern agierte der HSV behäbig und allzu statisch, um die derzeit beste Abwehr der Bundesliga in Verlegenheit zu bringen.

In der Offensive versäumten es die Dortmunder jedoch, den nötigen Druck aufzubauen. So blieben Torchancen in der ersten halben Stunde Mangelware.

Götze knapp vorbei

Der BVB versuchte wie schon in den vergangenen Begegnungen spielerisch zum Führungstreffer zu kommen und ließ auf rutschigem Grün die Chancen zum mitunter effektiveren Distanzschuss ungenutzt.

Die erste Möglichkeit ergab sich für die Gastgeber in der 38. Minute, als Lucas Barrios aus spitzem Winkel an HSV-Keeper Jaroslav Drobny scheiterte.

Zwei Minuten später verfehlte Mario Götze aus fünf Metern nach einer Flanke von Marcel Schmelzer das Tor.

Dortmund wie verwandelt

Dagegen blieb BVB-Torhüter Roman Weidenfeller fast eine Stunde lang nahzu arbeitslos, während auf der Gegenseite Kollege Drobny erstmals hinter sich greifen musste.

Nach einer Vorlage von Lukasz Piszczek schob Kagawa den Ball aus elf Metern ins Hamburger Gehäuse. HSV-Verteidiger Heiko Westermann fälschte die Kugel noch leicht ab.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte offenbar in der Halbzeitansprache den richtigen Ton getroffen, denn seine Mannschaft agierte nach dem Wechsel wesentlich aggressiver und zielstrebiger.

HSV-Torhüter Drobny stand in der Folge mehrfach im Blickpunkt, war jedoch an dem zweiten Treffer nach einer sehenswerten Kombination, die Barrios problemlos zum 2:0 abschloss, machtlos.

Dortmund verpasst höheren Sieg

Am Ende verpasste es die Borussia, ihre enorme Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten mit weiteren Treffern zu krönen.

Der bei seiner Auswechslung eine Viertelstunde vor dem Ende frenetisch gefeierte Kagawa und Neven Subotic waren die besten Borussen.

Beim insgesamt enttäuschenden HSV vermochten allenfalls David Jarolim und Joris Mathijsen zu gefallen.

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