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Felix Magath wurde mit Wolfsburg 2009 Meister, ehe er zu Schalke wechselte © getty

Die "Knappen" müssen gegen Wolfsburg nachlegen, Magath hat einen besonderen Effekt im Blick. Werder steht unter enormen Druck.

Von Olaf Mehlhose und Mathias Frohnapfel

München - Auf ein Strohfeuer haben die Schalker keine Lust.

Als solches könnte nämlich der 3:0-Sieg über St. Pauli entlarvt werden, falls die Königsblauen nun nicht in Wolfsburg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) nachlegen.

"Es wird eng für uns, aber ich sehe auch gute Chancen", sagte Felix Magath vor dem Duell mit seinem Ex-Klub.

Wie Schalke als Tabellen-16. hinken auch die Wolfsburger, aktuell Zwölfter, weit ihren eigenen Ansprüchen hinterher. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Magath macht indes Mut, dass nach dem Erfolg gegen St. Pauli auch im Training bei S04 "größere Leichtigkeit" zu sehen war.

Huntelaar wieder fit

Die logische Konsequenz für den strengen Trainer: "Das müssen wir am Samstag in Leistung umsetzen."

Natürlich freute sich Magath darüber, dass er erstmals in dieser Saison mit der gesamten Mannschaft eine komplette Trainingswoche arbeiten konnte.

Und Torjäger Klaas-Jan Huntelaar meldete sich nach überstandenen Knieproblemen für die Partie beim VfL fit.

Im Vergleich zu den vergangenen Wochen können die Königsblauen das Spiel bei den "Wölfen" also relativ unbeschwert angehen.

Rakitic angefressen

Einzig Ivan Rakitic kann der momentanen Situation nicht viel Positives abgewinnen. Dass er gegen St. Pauli 90 Minuten auf der Bank verbracht hatte, konnte der 22-Jährige Mittelfeldspieler nicht nachvollziehen.

"Ich bin kein Mann für die Bank", sagte Rakitic dem "Kicker": "Denn ich bin schon der Meinung, der Mannschaft weiterhelfen zu können."

Magath antwortete knapp: "Nicht ich entscheide, wer aufläuft, sondern die Spieler selbst mit ihrer Leistung im Training und im Spiel."

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Wolfsburg versinkt im Mittelmaß

Die Wolfsburger drohen derweil trotz Millionen-Investitionen vor der Saison im Mittelmaß zu versinken.

Spielmacher Diego ist weder auf und neben dem Platz in der Lage die von ihm erwartete Führungsrolle zu spielen - was er mit einer Rangelei im Training gegen Sascha Riether unterstrich.

Trainer Steve McClaren setzt in der wichtigen Partie auf Teamgeist und sagte: "Wir müssen zeigen, dass sich jeder für jeden einsetzt. Dabei müssen wir unseren Willen und unsere Aggressivität kontrolliert einsetzen."

Allerdings muss der VfL-Coach auf Riether verzichten. Der Abwehrspieler fehlte im Abschlusstraining wegen einer Knieverletztung. Auch Fabian Johnson (Innenbanddehnung) fällt aus.

SPORT1 hat die Fakten zu den weiteren Samstagspielen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER):

FC St. Pauli - Bayer Leverkusen

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski kann personell aus dem Vollen schöpfen. Neben Rückkehrer Gerald Asamoah, der beim Gastspiel auf Schalke (0:3) gesperrt war, ist auch Mittelfeldspieler Charles Takyi nach seiner Knöchelprellung wieder einsatzbereit.

Bei der Werkself fehlen nach wie vor die Langzeitverletzten Michael Ballack (Bruch des Schienbeinköpfchens), Stefan Kießling (Syndesmoseriss) und Sami Hyypiä (Außenbandriss).

Da neben Kießling auch noch Eren Derdiyok wegen eines Muskelfaserrisses ausfällt, ist Patrick Helmes als einzige Spitze am Millerntor vorgesehen.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt

Werder blieb auch in der Woche nach dem 0:6-Debakel in Stuttgart das Verletzungspech treu. Torjäger Claudio Pizarro zog sich bereits zum dritten Mal in dieser Saison einen Muskelfaserriss zu und fällt wohl erneut drei Wochen aus.

Angesichts der Personalnot in der Defensive besetzen gegen Frankfurt voraussichtlich Philipp Bargfrede und Wesley die Positionen der Außenverteidiger.

Zudem brodelt es in Bremen angesichts der jüngsten Pleitenserie und dem Ausbruch von Torjäger Marko Arnautovic.

Die Eintracht muss weiter auf Kapitän Chris verzichten. Bei einer Untersuchung bei Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt wurde eine Nervenentzündung in der Wirbelsäule bestätigt.

Der Defensivspieler wird weiter mit Spritzen behandelt. Skibbe wird voraussichtlich auf seine zuletzt so erfolgreiche erste Elf setzen.

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach

Köln kassierte seine meisten Niederlagen in der Bundesliga gegen den Erzrivalen. Insgesamt 20-mal zu Hause und insgesamt 40-mal zogen die Geißböcke gegen Gladbach den Kürzeren.

Kölns Trainer Frank Schaefer verzichtet nach wie vor freiwillig auf Torwart Faryd Mondragon und auf Adil Chihi.

Zudem fehlen nach wie vor die Langzeitverletzten Kevin McKenna (Knorpelschaden im Knie), Sebastian Freis (Schulter-OP) und Manasseh Ishiaku (Sprunggelenks-OP). Petit muss nach seinem Muskelfaserriss noch passen.

Gladbachs Trainer Michael Frontzeck kann nach neun Spielen in Folge ohne Sieg immerhin wieder auf Mittelfeldspieler Thorben Marx zurückgreifen, der nach abgesessener Gelbsperre für Roman Neustädter in der Startelf stehen dürfte.

Zudem ist Innenverteidiger Roel Brouwers nach seinem 45-Minuten-Comeback erstmals seit seinem Platzverweis am 6. Spieltag wieder ein Kandidat für die erste Elf, zumal Sebastian Schachten wegen einer Bänderdehnung möglicherweise ausfällt.

1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Der FCK muss auf Abwehrspieler Florian Dick (Muskelfaserriss) verzichten. Für den rechten Außenverteidiger wird voraussichtlich Oliver Kirch auflaufen. Dagegen steht Mittelfeldspieler Ivo Ilicevic vor einer Rückkehr.

Der Ex-Bochumer hatte zuletzt wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel zwei Wochen pausieren müssen.

Beim VfB steht neben Nationalspieler Serdar Tasci (Muskelfaserriss) wohl auch Zdravko Kuzmanovic aufgrund einer Verhärtung im Oberschenkel nicht zur Verfügung. Dafür gaben die Verteidiger Khalid Boulahrouz und Stefano Celozzi grünes Licht.

Auch die Langzeitverletzten Daniel Didavi, Elso und Philipp Degen könnten zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen. Fraglich sind noch Martin Harnik und Johan Audel, die das Training am Donnerstag abbrechen mussten.

FSV Mainz 05 - Hannover 96 (Samstag, 18.30)

(Ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Die Mainzer müssen gegen Hannover ohne Stürmer Sami Allagui auskommen. Der 24-Jährige erlitt eine Zerrung im rechten Oberschenkel.

Hoffnung auf einen Einsatz besteht dagegen noch bei Mittelfeldspieler Marco Caligiuri, der an einer Bänderdehnung und einer Knochenstauchung im linken Sprunggelenk laboriert.

Bei Hannover fallen Mohammed Abdellaoue (Muskelfaserriss) und Moritz Stoppelkamp (Bänderriss) aus. Dafür kehrt wohl Christian Schulz nach auskurierter Zehenprellung in die Startformation zurück.

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