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Arthur Boka (l.) schoss auf dem Betzenberg sein zweites Saisontor © getty

Der VfB sieht beim FCK lange wie der sichere Sieger aus. Aber die Pfälzer stecken nicht auf und holen drei Tore Rückstand auf.

Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern hat ein schon verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen.

Trotz eines 0:3-Rückstandes gaben sich die "Roten Teufel" im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht auf und schafften noch ein 3:3 (0:2) 311594(DIASHOW: Der 12. Spieltag).

Der eingewechselte Ivo Ilicevic (75.) und Mathias Abel (78.) trafen in der Schlussphase noch zum Gleichstand. Zuvor hatte Joker Ilian Micanski (58.) das 1:3 für die Lauterer erzielt.

Die Schwaben blieben damit auch im siebten Auswärtsspiel in Folge ohne Sieg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Hektische Anfangsphase

Arthur Boka (19.) sowie die Nationalspieler Cacau (32.) und Christian Gentner (50., Foulelfmeter) trafen für die Gäste.

Die 46.904 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen einen nervösen Beginn beider Mannschaften.

Die Profis auf beiden Seiten gingen zwar engagiert zu Werke, leisteten sich dabei aber eine hohe Fehlerquote.

FCK bestimmt das Geschehen

Nach knapp zehn Minuten nahmen die Gastgeber das Heft in die Hand. Torjäger Srdjan Lakic (10.) und Christian Tiffert (16.) vergaben die ersten Möglichkeiten der Pfälzer, die das Spiel in dieser Phase vor allem aufgrund ihrer Zweikampfstärke dominierten.

Die Dominanz nützte den "Roten Teufeln", die ohne Florian Dick, Chadli Amri, Rodnei, Clemens Walch und Jan Simunek auskommen mussten, allerdings nichts.

Beim ersten gefährlichen Angriff der Schwaben erzielte Boka seinen zweiten Saisontreffer.

VfB kontert "Rote Teufel" aus

Die Führung spielte den defensiv eingestellten Gästen, bei denen Nationalspieler Serdar Tasci, Zdravko Kuzmanovic, Martin Harnik und Johan Audel fehlten, in die Karten.

Der VfB ließ die Lauterer das Spiel machen und lauerte auf Konter. Aus einem dieser Gegenstöße resultierte das fünfte Saisontor Cacaus.

Der Angreifer nutzte einen Fehler des Lauterer Kapitäns Martin Amedick aus. Nach dem Treffer kochten die Emotionen auf dem Betzenberg hoch, da die Hausherren Sekunden vor dem Gegentreffer vehement einen Foulelfmeter für sich gefordert hatten.

Gentner trifft vom Punkt

Schiedsrichter Babak Rafati (Hannover) ließ die Partie allerdings weiterlaufen, obwohl Tiffert zu Boden gegangen war.

In den letzten Minuten vor der Pause drängten die Gastgeber mit großem Einsatz auf den Anschlusstreffer. Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz konnte sich noch eine gute Möglichkeit durch Lakic erarbeiten (44.).

Kurz nach dem Seitenwechsel schien die Vorentscheidung gefallen. Nach einem Foul von Amedick am Rumänen Ciprian Marica entschied Rafati auf Strafstoß. Gentner ließ sich die Chance in seinem 150. Bundesligaspiel nicht entgehen.

Nur acht Minuten später durfte der FCK nach dem Tor des eingewechselten Micanski wieder hoffen und warf alles nach vorne. Das brachte die Wende.

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