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Duell im Derby: Der Kölner Podolski (l.) gegen Mönchengladbachs Anderson © getty

Effektive Gladbacher fügen dem FC im rheinischen Derby eine schmerzhafte Niederlage zu. Der Job Schaefer ist unsicherer denn je.

Köln - Altmeister 1. FC Köln ist am Tiefpunkt angekommen:

Durch eine 0:4 (0:0)-Niederlage im 111. rheinischen Derby gegen das bisherige Schlusslicht Borussia Mönchengladbach rutschten die Kölner selbst auf den letzten Platz ab 311594(DIASHOW: Der 12. Spieltag).

Die Jahreshauptversammlung am Mittwoch dürfte nun noch hitziger werden als ohnehin befürchtet.

Ob Interimstrainer Frank Schaefer zur Dauerlösung wird, scheint nun ebenfalls unsicher (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Gladbacher feierten dagegen den ersten Erfolg nach neun Spielen und den überhaupt erst zweiten der Saison.

Den 50. Sieg gegen dern Erzrivalen sicherten Raul Bobadilla (52./90.+1), der US-Amerikaner Michael Bradley (70.) und Ivan de Camargo (82.).

"Für uns ist das eine sehr, sehr bittere Niederlage. In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht. Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen", bilanzierte Köln-Trainer Frank Schaefer.

Sein Gladbacher Pendant war indes begeistert: "Für mich als gebürtigen Gladbacher ist das ohne Wenn und Aber etwas Besonderes. Ich bin aber bei aller Rivalität weit davon entfernt, Häme aufkommen zu lassen."

Anpfiff mit Verzögerung

Die Stimmung in beiden Fanlagern war ohnehin schon aufgeheizt.

Vor dem Anpfiff wurden im Gladbacher Block bengalische Feuer abgebrannt, zwei Kölner Fans liefen auf den Rasen, die Begegnung begann mit rund vier Minuten Verspätung.

Die Partie wurde vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena dagegen auf dem nahezu unbespielbaren Rasen zur Lotterie.

Wasserspiele

Ein Spielfluss kam so lange nicht zustande, statt spielerischer Höhepunkte standen einzig und allein rassige Zweikämpfe im Mittelpunkt.

Ein ums andere Mal bremsten sogar die Wassermassen den rollenden Ball. Auch für Schiedsrichter Peter Gagelmann war das Spiel ausgesprochen schwer zu leiten, nicht immer ließ sich zwischen Fouls und Rutschern einwandfrei unterscheiden.

Torchancen waren im ersten Durchgang denn auch Mangelware.

Die größte besaß der Kölner Mato Jajalo, der bei einem Schuss von der Strafraumgrenze nicht genug Druck hinter den Ball bekam und diesen so zur dankbaren Beute für Christopher Heimroth im Gladbacher Tor machte (18.).

Varvodic unglücklich

Nach dem Wechsel kamen die Gäste deutlich bissiger aus der Kabine.

Michael Bradley hatte schon nach knapp 20 Sekunden die ersten Gelegenheit mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, fünf Minuten später dann die Führung für die Gladbacher.

Beim Freistoß von Bobadilla machte Kölns Schlussmann Miro Varvodic aber keine gute Figur:

Der 21-Jährige gab durch einen Schritt in die Mitte die Torwartecke frei und kam beim Schuss an den Innenpfosten nicht mehr rechtzeitig zurück.

Hektische Schlussphase

Danach wurde die Partie immer hektischer. Nach einer Stunde bejubelten die Borussia-Fans bereits zum zweiten Mal, dem Treffer von Marco Reus verwährte Gagelmann wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aber die Anerkennung.

Die Gladbacher mussten in Roel Brouwers und dessen Ersatz Dante gleich zwei Innenverteidiger verletzungsbedingt auswechseln, verteidigten aber mit großer Willenskraft und legten durch Bradleys abgfefälschten Schuss von der Strafraumgrenze und de Camargo nach.

Die Kölner brachten im zweiten Durchgang dagegen nichts mehr zustande.

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