vergrößernverkleinern
Timo Hildebrand wechselte vor der Saison 2007/2008 vom VfB Stuttgat nach Valencia © getty

Vor dem Spiel gegen Hannover halten sich in Köln die Gerüchte um Valencias Keeper. Trainer Daum wiegelt jedoch vorerst ab.

Köln - Vor dem Auftaktspiel des 12. Spieltags gegen Hannover 96 (Fr., ab 20 Uhr LIVE) dreht sich beim 1.FC Köln vieles um Timo Hildebrand.

Das mag auf den ersten Blick erstaunen, denn der Ex-Nationaltorwart steht ja noch in Diensten des FC Valencia.

Auf den zweiten Blick tut es das schon nicht mehr, denn Kölns Manager Michael Meier hat Hildebrand jüngst als "interessanten Mann" bezeichnet.

Da daraufhin die Spekulationen ins Kraut schossen, der FC werde den in Spanien aussortierten ehemaligen Stuttgarter schon im Winter verpflichten, ruderte Meier am Donnerstag zurück.

Mondragons Degradierung kein Thema

"Wir wollen im Winter keine Veränderungen vornehmen, es sei denn, wir werden durch Verletzungen dazu gezwungen", sagte der Manager. "Unser Plan ist es absolut nicht, etwas zu ändern."

Hildebrand dürfte aber im Sommer, wenn der Vertrag des 37-jährigen Faryd Mondragon ausläuft, nicht mehr auf dem Markt sein.

Den bei Fans beliebten und von Trainer Christoph Daum geschätzten Kolumbianer aber zuvor zu degradieren, steht offenbar nicht (mehr?) zur Debatte.

"Es wäre abenteuerlich, zum jetzigen Zeitpunkt über die Nachfolge eines Spielers zu reden, dessen Vertrag erst am Saisonende ausläuft", meinte Daum.

"Da müsste ich hochgradig bekloppt sein. Dazu fehlt mir die Phantasie."

Sieg war der erste Schritt

Allzu viel davon benötigten Experten zu Saisonbeginn nicht, um Kölns nominell gut verstärkten Freitagsgegner Hannover im Dunstkreis der UEFA-Cup-Plätze zu sehen. Doch während der Aufsteiger nach oben schielt, schleppen die hoch ambitionierten Niedersachsen noch immer die Hypothek ihres schwachen Saisonstarts mit sich herum.

"Natürlich lief bisher nicht alles rund. Aber der 3:0-Sieg gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende war ein Schritt in die richtige Richtung", sagt 96-Trainer Dieter Hecking und fordert: "Wir dürfen uns jetzt aber nicht darauf ausruhen. Wir müssen unseren Weg weitergehen und in Köln nachlegen."

Innenverteidiger kehren zurück

Auswärts ist Hannover in der laufenden Spielzeit allerdings noch sieglos und holte erst einen Punkt. Zumindest hat sich die Personalsituation vor dem Gastspiel im Rheinland aber ein wenig entspannt.

Hecking kann wieder auf die Innenverteidiger Mario Eggimann und Frank Fahrenhorst zurückgreifen und steht plötzlich vor einem neuen Problem.

Die gegen den HSV in der Abwehrzentrale aufgebotenen Mittelfeldspieler Hanno Balitsch und Christian Schulz hatten in der Partie gegen den Nordrivalen stark agiert und sich als echte Alternativen auf dieser Position aufgedrängt.

Fragezeichen hinter Lalas Einsatz

"Warten wir ab. Alles ist möglich", meint Hecking und will sich nicht in die Karten schauen lassen. Ein möglicher Ausfall von Altin Lala (Rückenprobleme) als Abräumer vor der Viererkette würde dem Coach die Entscheidung wohl ohnehin abnehmen. Der Respekt vor den besser als erwartet gestarteten Kölner ist aber auf jeden Fall gegeben.

"Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dem 1. FC Köln diese Konstanz in seinen Leistungen nicht zugetraut hätte", sagt Balitsch, der in der Saison 2001/2002 selbst das FC-Trikot getragen hatte: "Sie scheinen in der Liga angekommen und haben zwei, drei richtig gute Einkäufe gemacht. Besonders Geromel und Petit sind absolute Glücksgriffe."

Petit will nachlegen

Tatsächlich entpuppten sich der Brasilianer und der Portugiese bisher als Erfolgsgaranten. Petit erzielte beim überraschenden 3:1-Sieg der Kölner beim VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende zudem sein erstes Liga-Tor für den FC.

"Wir dürfen nur von Spiel zu Spiel denken", meint der von Benfica Lissabon verpflichtete Routinier und versucht, die Euphorie im Umfeld des Klubs nicht zu groß werden zu lassen.

"Hannover kommt mit viel Selbstvertrauen. Es wird nicht einfach. Aber auch wir sind positiv eingestellt und wollen zu Hause den nächsten Sieg einfahren", verspricht Petit, dessen Team sich mit einem Erfolg zumindest für 24 Stunden auf den sechsten Tabellenplatz vorschieben kann.

Allerdings ist Kölns Top-Torjäger Milivoje Novakovic (Rückenprobleme) angeschlagen. Marvin Matip fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Köln: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad, Wome - Petit, Pezzoni - Radu, Antar, Chihi - Novakovic

Hannover: Fromlowitz - Cherundolo, Eggimann (Fahrenhorst), Christian Schulz, Rausch - Balitsch, Bastian Schulz - Stajner, Schlaudraff, Huszti - Forssell

Schiedsrichter: Sippel (München)

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel