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Dennis Sörensen, Ervin Skela und Dimatar Rangelov (v.l.n.r.) beim Waldlauf © imago

Die Saison 2008/2009 rückt immer näher. Sport1.de stellt in der Bundesligavorschau alle 18 Teams vor. Aktuell: Energie Cottbus.

München - Energie Cottbus steht als Synonym für Abstiegskampf. Vor jeder Saison werden die Lausitzer als heißer Abstiegskandidat gehandelt.

Ein kleiner Verein, keine großen Stars, ein niedriger Etat ? dennoch wehrten sich die Cottbuser mit großem Kampfgeist zum zweiten Mal in Folge nach dem Wiederaufstieg erfolgreich gegen den Abstieg.

In der vergangenen Spielzeit sicherte sich Energie mit einer tollen Aufholjagd der Klassenerhalt, gegen den direkten Konkurrenten Hansa Rostock drehte das Team ein dramatisches Abstiegskampf-Ostduell mit zehn Mann.

Energie machte seinem Ruf als "Fight Club" in der Rückrunde einmal mehr alle Ehre, Trainer Bojan Prasnikar wurde zum Vater des Erfolgs.

Nun betreut Prasnikar die Mannschaft erstmals in der Vorbereitung und zeigt sich mit den Fortschritten nach dem Trainingslager am Tegernsee durchaus zufrieden.

"Wir sind insgesamt auf einem guten Weg und haben planmäßig unsere Aufgaben abgearbeitet", sagte der als "Taktikfuchs" bekannte Trainer der "Lausitzer Rundschau".

Dennoch ist sich Prasnikar der schwierigen Aufgabe bewusst: "Wir gehören wieder zum Kreis derer, die um den Klassenerhalt kämpfen."

Wer ist neu?

Wie häufig sind die Cottbuser Neuzugänge weitestgehend unbekannt. Aber vielleicht gelingt ja wieder ein Transfer-Coup wie vor zwei Jahren, als der Klub mit Sergiu Radu und Vlad Munteanu zwei Volltreffer landete.

Trainer Prasnikars Kenntnisse des osteuropäischen Fußballs könnten hierbei von Nutzen sein. Noch sind Namen wie Emil Jula oder Savo Pavicecic nur wenigen ein Begriff. Verteidiger Cagdas Atan, der von Trabzonspor kam, scheint aber eine echte Verstärkung zu sein. Der schussstarke Verteidiger wurde vom Boulevard schon zum "Türken-Hammer" gemacht.

Ansonsten kamen in erster Linie Spieler von unterklassigen Vereinen.

Wer ist der Hoffnungsträger?

Es ist schwer, aus dem Cottbuser Kollektiv einzelne Spieler herauszugreifen. Der erfahrene und torgefährliche Spielmacher Ervin Skela und Kapitän Timo Rost sind allerdings die Köpfe der Mannschaft.

Dazu kommt mit Gerhard Tremmel ein sicherer Torwart und Mario Cvitanovic und Igor Mitreski eine stabile Innenverteidigung. Die ausgelutschte Weisheit, dass die Mannschaft der Star ist ? in Cottbus trifft sie zu.

Wie ist die Stimmung?

Im Trainingslager gab es gute Ergebnisse, etwa ein 1:1 gegen den griechischen Vizemeister AEK Athen. Zum Abschluss setzte es aber eine deftige 1:6-Niederlage gegen Zweitligist Augsburg.

"Das Positive an der Niederlage ist, dass ich jetzt sehr aufschlussreiche Erkenntnisse von einigen Spielern habe", bemühte sich Prasnikar gegenüber der "Lausitzer Rundschau", das Positive mitzunehmen. Missstimmung kommt nicht auf, die Konzentration liegt auf der Bundesliga.

Was sind die Ziele?

Das Ziel ist der Klassenerhalt und vielleicht ein kleines bisschen mehr. "Wir wollen besser abschneiden als in der letzten Saison", erklärt Prasnikar, der es "nicht so spannend machen will". In der vergangenen Spielzeit war es am Ende immerhin Platz 14, also peilen die Lausitzer wieder den 13. Platz aus der Saison nach dem Aufstieg an.

Sport1-Prognose:

Die Stärke von Energie liegt im Kampfgeist und der Schlagkraft im Stadion der Freundschaft. Dort ist fast alles möglich. Wie in der vergangenen Saison, als Bayern München bezwungen wurde.

Die Schwächen liegen im Abschluss und auswärts. Bekommt Energie diese Probleme in den Griff, ist der Klassenerhalt wieder möglich. Aber nicht zuletzt dank der starken Aufsteiger dürfte es in dieser Spielzeit noch einmal schwieriger werden.

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