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Mit seinem ersten Ligatpr sorgte Kölns Wilfried Sanou (l.) für die Vorentscheidung © getty

Die "Geißböcke" ringen Hannover nach hartem Kampf mit 2:1 nieder und katapultieren sich zwischenzeitlich auf Tabellenplatz sechs.

Köln - Neuzugang Wilfried Sanou lässt die Fans des 1.FC Köln vom UEFA-Cup träumen.

Der Mittelfeldspieler erzielte 15 Minuten nach seiner Einwechslung das Siegtor zum 2:1 (1:1) des Aufsteigers gegen Angstgegner Hannover 96.

Die Mannschaft von Trainer Christoph Daum rückte dadurch mit nunmehr 19 Punkten zumindest bis Samstag auf den sechsten Platz vor.

Für Köln war es zugleich der erste Heimsieg gegen Hannover seit 20 Jahren.

"Haben den Faden verloren"

"Im Spiel war es ganz, ganz schwierig. Es gab kaum Lücken. Erst mit den Standardsituationen kam bei uns das Selbstvertrauen, dadurch haben wir letztendlich den Sieg erzwungen", erklärte Daum.

Hannovers Trainer Dieter Hecking kritisierte seine Mannschaft: "Es hat für uns hier super angefangen, aber dann haben wir den Faden verloren."

Desaströse Auswärtsbilanz

Die Niedersachsen mussten eine Woche nach dem überzeugenden 3: 0 gegen den Hamburger SV auswärts wieder einmal eine herbe Enttäuschung hinnehmen.

Zudem sah Jiri Stajner wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (89.).

Nach sechs Auswärtsspielen haben die Hannoveraner nur einen Zähler auf dem Konto.

Schlaudraff markiert Führung

Dabei hatte es für die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking sehr gut begonnen, Neuzugang Jan Schlaudraff brachte die Gäste mit seinem vierten Saisontor in Führung (15.).

Doch Köln gelang durch den brasilianischen Innenverteidiger Pedro Geromel noch vor der Pause das 1:1 (42.). Für Geromel war es das erste Bundesligator.

Hannover musste einen weiteren Wermutstropfen hinnehmen, denn Kapitän Hanno Balitsch sah von Schiedsrichter Peter Sippel die fünfte Gelbe Karte und ist damit gegen Eintracht Frankfurt gesperrt.

Hannover verpasst das 2:0

Beide Trainer ließen gegenüber den Erfolgen vom vergangenen Wochenende nahezu unveränderte Teams starten.

Während Daum für den verletzten Marvin Matip Nemanja Vucicevic brachte, konnte Hecking wieder auf Innenverteidiger Frank Fahrenhorst zurückgreifen. Hannover zeigte über weite Strecken der ersten Hälfte die bessere Spielanlage und stellte auch die besseren Einzelspieler.

Die Führung durch den 16-Meter-Schuss von Schlaudraff war hochverdient, Stajner (35.) und Mikael Forssell (37.) hätten diese noch ausbauen können.

Proteste nach Ausgleich

Stattdessen fiel der Ausgleich für Köln, der hitzige Proteste bei den Gästen auslöste. Nach einer Ecke von Miso Brecko und einem Kopfball von Youssef Mohamad leitete Geromel den Ball mit der Hacke über die Linie, die Rettungstat von Hannovers Szabolcs Huszti erfolgte hinter der Torlinie.

In der zweiten Hälfte sahen die Fans ein wesentlich offeneres Spiel, weil die Kölner offenbar von dem Ausgleich beflügelt waren.

Sanou traf in der 72. Minute dann mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze, der Ball trudelte gemächlich über die Linie.

Allerdings hatten die Kölner Glück, dass Huszti mit einem Freistoß aus 22 Metern nur die Latte des Kölner Tores traf.

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