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Cottbus schoss in zwölf Saisonspielen erst sechs Tore. © getty

Nach engagiertem Beginn von Energie Cottbus hilft Lutz Wagners Fehlentscheidung bis dahin schwachen Wölfen auf die Sprünge.

Wolfsburg - Mit seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga hat Torjäger Grafite dem VfL Wolfsburg den zweiten Erfolg innerhalb von 44 Stunden beschert.

Nach dem glanzvollen 5:1 am Donnerstag im UEFA-Cup gegen den SC Heerenveen schoss der Brasilianer die Niedersachsen in der Bundesliga mit drei Toren im Alleingang zu einem standesgemäßen 3:0 (1:0) gegen Schlusslicht Energie Cottbus.

Die Mannschaft von Felix Magath gewann damit ihr sechstes Spiel in Folge vor heimischem Publikum und stellte den Anschluss ans obere Tabellendrittel her. Cottbus blieb dagegen zum sechsten Mal in Folge sieglos.

Dreierpack von Grafite

Grafite erzielte bereits seine Saisontreffer sechs bis acht. Die Führung markierte der Stürmer mit einem umstrittenen Foulelfmeter (36. Minute). Schiedsrichter Lutz Wagner (Hofheim) hatte den Strafstoß verhängt, nachdem Edin Dzeko im Zweikampf mit dem Cottbuser Savo Pavicevic zu Fall gekommen war.

In der 55. Minute sorgte Grafite dann mit einem schön abgeschlossenen Angriff für die Vorentscheidung, ehe er in 80. Minute auch für den Endstand sorgte.

Ansprechender Beginn von Cottbus

Vor 23.010 Zuschauern in der VW-Arena bestimmten die Gastgeber zwar das Spiel, taten sich gegen die weit zurückgezogenen Lausitzer aber lange Zeit schwer.

In der ersten halben Stunde kamen die Wolfsburger nur zweimal gefährlich vor das Gäste-Tor, wobei Dzeko mit einem Schuss aus halbrechter Position (6.) und Zvjezdan Misimovic per Kopfball (28.) knapp scheiterten.

Auf der Gegenseite traf Emil Jula bereits in der 4. Minute nach einem Fehler von VfL-Abwehrspieler Alexander Madlung den Außenpfosten.

Fragwürdige Entscheidung

Glück hatten die Platzherren dann zehn Minuten vor der Pause, als Dzeko nach einer leichten Berührung von Pavicevic im Strafraum fiel und Wagner unter heftigen Protesten der Cottbuser auf den Elfmeter-Punkt zeigte.

Vier Minuten nach der Führung hätte Madlung nach einer Ecke von Grafite auf 2:0 erhöhen können, köpfte den Ball jedoch knapp über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel blieb der VfL zunächst am Drücker und wurde durch den zweiten Treffer von Grafite dafür belohnt.

Stark abgebaut

Die Gäste kamen indes nur zu sporadischen Angriffen und konnten die gegnerische Abwehr kaum einmal in Verlegenheit bringen.

Den möglichen Cottbuser Anschlusstreffer verhinderte in der 71. Minute Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio, der einen direkt geschossenen Freistoß von Cagdas Atan parierte, ehe Grafite für die endgültige Entscheidung sorgte.

Beste Spieler bei den Gastgebern waren Grafite und Abwehrspieler Sascha Riether, der immer wieder das Spiel über die rechte Seite ankurbelte. Bei Energie konnten mit Abstrichen Mariusz Kukielka und Daniel Ziebig gefallen.

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