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Simon Rolfes spielt seit 2005 für Bayer Leverkusen © getty

Nach einer 3:0-Führung gibt Bayer Leverkusen das Spiel beim Karlsruher SC noch aus der Hand. Ein Rückkehrer wird zum KSC-Helden.

Karlsruhe - Mit einer famosen Aufholjagd hat ausgerechnet der zuletzt tief in der Krise steckende Karlsruher SC die Erfolgsserie von Bayer Leverkusen beendet und den Sprung der Werkself an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verhindert.

Die Leverkusener kamen am zwölften Spieltag in einem packenden Spiel trotz früher 3:0-Führung nicht über ein 3:3 (3:1) beim KSC hinaus und mussten nach vier Siegen in Folge wieder Punkte abgeben.

Dagegen konnte der KSC nach fünf Pleiten in Serie wieder einen Zähler verbuchen.

Neuntes Tor für Helmes

Patrick Helmes (1.), Stefan Kießling (17.) und Michal Kadlec (24.) trafen für Bayer. Der KSC wurde für seine tolle Moral aber durch die Tore von Antonio da Silva (37.), Tim Sebastian (60.) sowie Alexander Iaschwili (76.) belohnt wurde.

Vor 28.238 Zuschauern im Wildparkstadion brauchte Nationalstürmer Helmes nur 33 Sekunden, um unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Beim neunten Saisontor des Angreifers schien allerdings die komplette KSC-Defensive mit den Gedanken noch in der Kabine zu sein.

Leverkusen auf der Siegerstraße

Auch nach der Führung dominierten die Gäste, die ohne Bernd Schneider, Lukas Sinkewicz (beide Aufbautraining), Karim Haggui (Leistenoperation) und Marcel Risse (Muskelfaserriss) auskommen mussten, das Geschehen nach Belieben.

Nach guter Vorarbeit des Brasilianers Renato Augusto bestrafte Kießling die konfusen Platzherren mit seinem fünften Saisontreffer.

Nur sieben Minuten später durfte Leverkusens Trainer Bruno Labbadia, der zum Abschluss seiner aktiven Karriere von 2001 bis 2003 für den KSC auf Torejagd gegangen war, den dritten Treffer der Bayer-Elf an seiner alten Wirkungsstätte bejubeln.

Dem Tschechen Michal Kadlec, Sohn des früheren deutschen Meisters Miroslav Kadlec (1. FC Kaiserslautern), gelang per Freistoß der erste Bundesliga-Treffer.

Freistoß bringt die Wende

Die Karlsruher, die auf Kapitän Maik Franz (Fersenentzündung) verzichten mussten, nahmen erst ab der 37. Minute so richtig am Spiel teil.

Der Treffer durch den abgefälschten Freistoß da Silvas war wie ein Weckruf für die Einheimischen, die kurz vor der Pause durch da Silva fast noch den Anschlusstreffer erzielt hätten.

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel konnten die Platzherren die Partie immerhin ausgeglichen gestalten. Einer guten Gelegenheit durch Michael Mutzel (52.) standen zwei gute Chancen der Gäste durch Helmes (49.) und Kadlec (57.) gegenüber.

Kopfballtor zum Ausnahmezustand

Der Treffer gelang aber dem KSC. Sebastian erzielte per Kopf sein erstes Tor für die Badener nach einem Freistoß von da Silva.

Auch im Anschluss kämpften beide Teams mit offenem Visier. Dabei hatte Renato Augusto die große Möglichkeit zur Vorentscheidung (66.). Kurz darauf machte es Iaschwili besser.

Beste Spieler auf Seiten der Leverkusener waren Kapitän Simon Rolfes und der Schweizer Tranquillo Barnetta. Bei den Gastgebern konnten vor allem Außenverteidiger Stefano Celozzi und der zuletzt nicht mehr unumstrittene Spielmacher da Silva überzeugen.

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