vergrößernverkleinern
Der SC Freiburg jubelt über den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte © getty

Durch den Sieg in Hoffenheim gelingt dem Sportclub der beste Saisonstart der Vereinsgeschichte. Vor allem dank Torjäger Cisse.

Sinsheim/Freiburg - Der Höhenflug des SC Freiburg geht weiter:

Nach dem dem 1:0 (0:0) bei 1899 Hoffenheim sind die Badener nach dem 12. Spieltag sogar erfolgreicher, als in ihrer Rekord-Saison 1994/95.

Damals holte das Team von Volker Finke 20 Punkte bis zu diesem Zeitpunkt, am Ende wurde der Klub sensationall Dritter.

Dass es 16 Jahre später sogar ein Zähler mehr ist, liegt vor allem an Torjäger Demba Papss Cisse. 311594(DIASHOW: Der 12. Spieltag)

Bescheidener Matchwinner

Der Senegalese schoss den Sportclub im Derby im Kraichgau in letzter Sekunde auf Platz vier, blieb aber hinterher gewohnt zurückhaltend. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Ich danke unserem Torwart und unserer Abwehr. Sie haben es erst ermöglicht, dass ich das entscheidene Tor machen konnte", sagte Cisse.

Doch ohne die zehn Saisontore des 25-Jährigen, der im vergangenen Winter vom FC Metz für die vereinsinterne Rekord-Ablöse von 1,6 Millionen Euro gekommen war, hätte das Überraschungsteam 13 Punkte weniger auf dem Konto.

Spitzenspiel gegen Dortmund

Cisse, der als erster SC-Profi zweistellig nach zwölf Spieltagen getroffen hat, ist also zu verdanken, dass Freiburg am Samstag Tabellenführer Borussia Dortmund zum Spitzenspiel erwartet.

"Ich freue mich diebisch, dass wir am 13. Spieltag ein Spitzenspiel bei uns haben. Das können wir genießen", sagte SC-Sportdirektor Dirk Dufner.

Die zu erwartenden Angebote für den bis 2014 im Breisgau unter Vertrag stehenden Cisse sieht er gelassen:

"Er hat einen langfristigen Vertrag. Dass andere Vereine Interesse an ihm haben, ist ein Luxusproblem für uns."

Dutt bremst

Um das Interesse anderer Vereine nicht noch zusätzlich zu steigern, wollte Trainer Robin Dutt seinen Angreifer auch nicht allzu sehr loben.

"Ich hätte durchaus Grund, euphorisch über den tollen Stürmer Cisse zu sprechen. Das würde den anderen Spielern aber nicht gerecht werden", erklärte der Coach.

Stattdessen lobte er den erneut überragenden Torwart Oliver Baumann ("Er war sensationell") und den kurz zuvor eingewechselten Tor-Vorbereiter Stefan Reisinger.

Die öffentliche Zurückhaltung Dutts ist Teil seiner Strategie.

Drohung an die Spieler

Der Coach will mit allen Mitteln verhindern, dass seine Profis abheben. Falls dies dennoch passiert, will er nicht tatenlos zusehen:

"Bisher ist die Mannschaft sehr gut mit dem Erfolg umgegangen. Ich werde mich jetzt auf den Beobachterposten zurückziehen. Wenn alles so bleibt, bleibe ich in der Deckung. Wenn nicht, komme ich aus der Deckung."

Ein wenig aus der Deckung kam der Trainer bereits bei der Frage, wie groß die Bedeutung des derzeitigen Tabellenplatzes ist.

Zielsetzung bleibt

"Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir der vierte Platz nicht besser als der 14. gefällt. Ich glaube aber nicht, dass wir etwas anders machen werden, weil wir Vierter sind", erklärte Dutt.

Die Zielsetzung Klassenerhalt, die in der letzten Saison erst am 33. Spieltag perfekt gemacht wurde, will er aber nicht ändern.

"Als Trainer hofft man immer auf eine Entwicklung. Aber wenn wir dieses Niveau halten können, wäre ich nicht unzufrieden. Wir wissen, wie viele Punkte wir brauchen. Daran arbeiten wir."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel