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Arjen Robbens letztes Pflichtspiel war das WM-Finale im Juli © getty

Die Chancen sinken, dass der Niederländer im Januar wieder spielt. Der FC Bayern hat derweil Alternativen für den Angriff im Blick.

Von Mathias Frohnapfel

München - Das Szenario ist für den FC Bayern überhaupt nicht erfreulich:

Arjen Robben könnte womöglich erst im Februar wieder für die Münchner auf dem Platz stehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dabei bestand bis vor kurzem noch Hoffnung, dass der Niederländer im Januar, sprich zum Auftakt der Rückrunde, den Bayern wieder zur Verfügung stehen könnte.

Bis dahin sollte der während der WM erlittene Muskelriss endgültig auskuriert sein.

Doch jetzt bremst Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. "Robben wird erst im Winter-Trainingslager zum ersten Mal mit der Mannschaft trainieren", sagte er der "tz".

Comeback verschiebt sich

"Das ist das Ziel, vorher wird es nichts werden", so die Prognose.

Daraus folgt: Ein Comeback des trickreichen Offensivspielers im Januar ist nur schwer möglich, zumal Louis van Gaal Wert darauf legt, seine Spieler langsam aufzubauen.

Ohne eine komplette Wintervorbereitung ist ein sofortiger Wiedereinstieg zum Bundesliga-Start am 15. Januar also kaum machbar. 311594(DIASHOW: Der 12. Spieltag)

Robben: "Es geht mir sehr gut"

Dabei sagte Robben jetzt hoffnungsvoll: "Es geht mir sehr gut. Ich freue mich, dass ich jetzt wieder laufen kann."

Doch Müller-Wohlfahrt mahnte auch in diesem Punkt zur Besonnenheit und meinte: "Das Laufen ist kein Training, sonder Teil meiner Therapie. Er ist jetzt auf keinen Fall voll belastbar."

Aktuell gehe es darum, dass sich die "Muskelfasern wieder orientieren und dann richtig ausrichten".

Das Loch im Muskel wachse langsam zusammen.

Die Bayern werden in jedem Fall Geduld brauchen - unabhängig davon, wann der Superstar tatsächlich wieder im Dress der Roten auflaufen kann.

Was das Verletzungspech betrifft, ergeht es dem Rekordmeister gerade wie einem Patienten, der nach jeder auskurierten Krankheit eine neue Beeinträchtigung entdeckt.

Hoffen auf Ribery

Franck Ribery gab beim 3:0-Erfolg über Nürnberg ein umjubeltes Comeback, erhielt für seinen 20-minütigen Einsatz die SPORT1-Note 2,5.

"Er hat gezeigt, dass er wieder fit ist und für die Gegner gefährlich werden kann", sagte Bayern-Coach Louis van Gaal anerkennend.

Olic vor acht Monaten Pause

Allerdings fällt Ivica Olic bekanntlich bis zum Saisonende aus.

"Der Arzt hat mir acht Monate Pause empfohlen, daran werde ich mich halten", teilte der Kroate auf der Bayern-Homepage mit.

Olic war wegen eines Außenmeniskus- und Knorpelschadens in Vail/Colorado von Knie-Spezialist Richard Steadman operiert worden und am Sonntag aus den USA nach München zurückgekehrt.

Klose weiterhin verletzt

Zudem ist aktuell unklar, wie lange Miroslav Klose (Oberschenkelblessur) fehlen wird und vor allem, wie dem Nationalspieler der Wiedereinstieg ins Team gelingen wird.

Es könnte also gut sein, dass die Bayern für die Offensive sich nach Alternativen umschauen (müssen).

Eine Verpflichtung in der Winterpause wird immer wahrscheinlicher.

Kommt Bendtner?

Als neuen Kandidaten für die Abteilung Attacke bringt der "Daily Mirror" jetzt

Nicklas Bendtner vom FC Arsenal ins Gespräch.

Laut der englischen Zeitung sei der Stürmer ein "big-money target" für den FCB.

Der Däne hat bisher in der Nationalelf in 35 Spielen zwölfmal getroffen und gilt mit seinen 22 Jahren als großes Talent. Bei Arsenal kommt er aber nicht wie erhofft zum Zuge.

"Wenn sich die Situation nicht ändert, ich weiter auf der Bank bleibe, muss ich gehen. So einfach ist das", sagte Bendtner.

Die Bayern sollen Bendtner bereits beobachtet haben.

Dzeko auf dem Wunschzettel

Zudem sind die Münchner laut der "Abendzeitung" weiterhin an Edin Dzeko interessiert.

Der Rekordmeister will den Wolfsburger Angreifer demnach am besten bereits im Winter verpflichten.

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