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Andrej Voronin erzeilte gegen Hoffenheim seinen dritten Saisontreffer © getty

Vor der heimischen Rekordkulisse von über 58.000 Zuschauern stellen die Berliner der Überraschungsmannschaft von Trainer Rangnick ein Bein.

Berlin - Hertha BSC Berlin hat den Höhenflug von 1899 Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga gestoppt und den Überraschungs-Neuling von der Tabellenspitze gestürzt.

Die zuvor fünf Spiele in Folge siegreichen Hoffenheimer kassierten trotz Überlegenheit in der Hauptstadt eine unglückliche 0:1 (0: 0)-Niederlage und rutschten am zwölften Spieltag wegen der um einen Treffer schlechteren Tordifferenz hinter das punktgleiche Team von Bayer Leverkusen (je 25 Zähler) auf Platz zwei ab.

Hertha feierte dagegen dank des dritten Saisontreffers von Andrej Woronin (70.) den dritten Heimsieg in Folge und untermauerte mit nun 21 Punkten seinen Anspruch auf einen UEFA-Cup-Platz.

Kein Durchkommen für die Gäste

Vor der Berliner Saisonrekordkulisse von 58.862 Zuschauern im Olympiastadion erarbeiteten sich die Gäste schnell ein optisches Übergewicht.

Das Team von Trainer Ralf Rangnick störte die Hertha mit aggressivem Pressing schon in der gegnerischen Hälfte und ließ die Hausherren nicht ins Spiel kommen.

Gleichzeitig zeigten die Kraichgauer ihren bekannten Offensiv-Geist, agierten allerdings beim letzten Pass zu ungenau oder fanden gegen die gut sortierte Berliner Abwehr kein Durchkommen.

Obasi mit der besten Chance

Die beste Möglichkeit für die überlegenen Gäste besaß noch Chinedu Obasi in der 25. Minute.

Der nigerianische Nationalstürmer rutschte in eine flache Hereingabe von Außenverteidiger Andreas Beck und verfehlte den Kasten von Hertha-Torhüter Jaroslav Drobny nur knapp.

Die Gastgeber taten sich dagegen im Spiel nach vorne schwer. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre leistete sich zu viele Ballverluste und blieb vor der Pause ohne nennenswerte Torchance.

Hoffenheim nach dem Wechsel stärker

Nach dem Seitenwechsel hätte Nicu (53.) für einen Paukenschlag sorgen können. Der Mittelfeldspieler vergab nach einem Beck-Fehler aber völlig freistehend aus 16 Metern.

Anschließend erhöhten die Gäste mit ihrem agilen Dreier-Sturm um Top-Torjäger Vedad Ibisevic den Druck nach vorn und schnürten die Hertha, die auch noch Angreifer Marko Pantelic mit einer Oberschenkelverletzung verlor (61.), phasenweise im Strafraum ein.

Angreifer Demba Ba vergab dabei gleich zwei Großchancen (57., 62.). Auf der Gegenseite scheiterte Nicu (66.) erst, bevor er den Ukrainer Woronin schön bediente.

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