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Hugo Almeida spielt seit 2006 für Werder Bremen © getty

Werders Trainer ist trotz der Torquote nicht komplett überzeugt vom Portugiesen. Der denkt bereits über mögliche neue Klubs nach.

Von Mathias Frohnapfel

München - In Bremen konzentriert sich vor dem Krisenduell bei Schalke 04 (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) fast alle Hoffnung auf Hugo Almeida.

Der Portugiese soll für die Grün-Weißen, die in den letzten drei Spielen nicht einen einzigen Treffer erzielten, den Knoten lösen.

Denn Werders Torgarantie Claudio Pizarro ist derzeit verletzt und Marko Arnautovic macht mehr durch starke Sprüche auf sich aufmerksam als durch gute Leistungen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Almeida kommt zudem mit einem Qualitätsnachweis vom Länderspiel gegen Spanien zurück, er traf bei Portugals 4:0-Erfolg über den Weltmeister.

Doch der erfolgreichste Werder-Angreifer (sechs Tore) könnte den Klub nach der Saison verlassen.

Rückkehr nach Portugal oder Spanien?

"Eine Rückkehr nach Portugal kann ich mir vorstellen", sagt der Angreifer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.

Aus dem Umfeld des Portugiesen hat jedoch SPORT1 erfahren, dass im Falle eines Wechsels ein Gang nach Spanien wahrscheinlicher ist.

Eine Entscheidung über Almeidas Zukunft - ob in Bremen oder anderswo - wird voraussichtlich im Dezember fallen. Dann ist auch ein Treffen von Almeida und seinem Berater Jorge Mendes vorgesehen.

Auch Real interessiert?

Unter anderem gibt es wohl Interesse vom FC Valencia und Real Madrid.

Auch von Sporting Lissabon sind Komplimente zu vernehmen. Aus Sicht von Präsident Jose Eduardo Bettencour ist Almeida "ein großer Spieler":

Werder-Chef Klaus Allofs sagte dem "kicker" zur Personalie Almeida: "Erst im Winter werden wir schauen, was zu tun ist."

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Schaaf verlangt mehr Konstanz

Und Thomas Schaaf ist trotz der guten Torbilanz nicht komplett überzeugt von Almeida. "Er hat großartige Fähigkeiten, doch wir erwarten Konstanz, das ist sein großes Manko", krittelte der Werder-Chefcoach am Donnerstag.

Aus Sicht von Schaaf ruft Almeida "nicht immer 100 Prozent seines Könnens" ab, vor allem wenn Almeida selbst nicht treffe, helfe er den anderen Spielern zu wenig, zu Torchancen zu kommen. "Da hapert es manchmal."

Trotz Schaafs Kritik: Für Werder wäre Almeidas Absprung in jedem Fall ein herber Verlust, in der aktuellen Krisensituation sind die Bremer dringender denn je auf seine Zielsicherheit angewiesen.

Lemke lässt keine Kritik an Allofs zu

Auf Schalke planen die Hanseaten den nächsten Schritt aus der Talsohle und weg von Tabellenplatz elf.

Das Führungsteam um Trainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Allofs erhält derweil Unterstützung von Willi Lemke.

"Ich glaube an unsere sportliche Leitung. Es kann doch nicht sein, dass unsere Profis das Fußballspielen verlernt haben", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der "Sport Bild".

Und auch dass Einkäufe wie Arnautovic oder Mikael Silvestre den Ansprüchen hinterherlaufen, lastet Lemke nicht Allofs an.

"Einschnitte drohen"

"Eine Momentaufnahme verbietet sich. Wenn Sie die Einkaufspolitik von Allofs über die Jahre ansehen, dann hat er einen super Job gemacht."

Erfolge verlangt allerdings auch Lemke. Sollte das internationale Geschäft nicht erreicht werden, droht laut seinen Worten "aus finanziellen Gründen ein Einschnit".

Die Werder-Profis wollen das um jeden Preis verhindern. Mut macht dabei, dass Clemens Fritz womöglich schon auf Schalke ins Team zurückkehren kann.

Am Mittwoch trainierte der Außenverteidiger nach Muskelproblemen erstmals wieder mit dem Team. Er könnte am Samstag mithelfen, die Grundlage für eine erfolgreiche Aufholjagd zu legen.

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